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Vier Jahresrechnungen an einem Abend

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Drei Mal werden die Bürger von Courtepin diesen Frühling zur Gemeindeversammlung aufgeboten. Sie müssen nach der Fusion von Courtepin mit Bärfischen, Wallenried und Villarepos die nötigen Entscheide treffen, damit alle Bedingungen für den Neustart erfüllt sind. Während Ende Februar die Reglemente der neuen Gemeinde im Fokus standen, genehmigten 61 Anwesende am Montagabend in der Mehrzweckhalle die Rechnungen 2016 der vier früheren Gemeinden.

Courtepin nahm bei einem Aufwand von 15,6 Millionen Franken Steuern in der Höhe von 9,8 Millionen Franken ein. Die Quellensteuer mit einem Plus von 210 000 Franken und die Handänderungssteuer (plus 145 000 Franken) fielen höher aus als angenommen. Bei der Sozialhilfe tauchte ein Fehler bei der Budgetierung auf, der sich aber um 150 000 Franken zugunsten der Gemeinde auswirkte. Der positive Abschluss ermöglichte dem Gemeinderat zusätzliche Abschreibungen von 905 000 Franken. «Das ist gut», sagte Finanzvorsteher Eric Vonlanthen. Bei den Mehrausgaben fallen die höheren Aufwände für die Arbeitsgruppe Fusion auf. Vorgesehen waren Kosten von 70 000 Franken, die Aufwände beliefen sich auf 125 000 Franken. «Wir haben das bei der Budgetierung unterschätzt», so Vonlanthen. Vor allem für Consulting und Informatik lagen die Kosten höher. Unter dem Strich betrug das Plus 2100 Franken.

Bärfischen nahm 1,8 Millionen Franken an Steuern ein. Sie schrieb ein Plus von 124 000 Franken, wobei der Gemeinderat zusätzliche 214 000 Franken abgeschrieben hatte. Besonders einträglich waren die Einkommenssteuern.

«Der Abschluss war gut, um nicht zu sagen sehr gut», kommentierte der frühere Finanzvorsteher von Villarepos, Olivier Simonet, den letzten Abschluss der Gemeinde. Auch hier wirkte sich der Steuerertrag positiv auf die Rechnung aus. Statt 2,5 Millionen wie vorgesehen nahm die Gemeinde über 3 Millionen Franken ein. Villarepos verzeichnete ein Plus in allen Steuerkategorien. Statt mit dem erwarteten hohen Minus von 75 000 Franken schloss Villarepos mit einem Plus von rund 10 000 Franken – nach ausserordentlichen Abschreibungen in der Höhe von 526 000 Franken.

Wallenried, die kleinste Gemeinde im Verbund, wies als einzige ein Minus aus, wenn auch nur von 10 000 Franken. Der Gemeinderat hatte bei einem Aufwand von rund zwei Millionen Franken zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 173 000 Franken getätigt.

Unterschiede bei den Schulden

Die Schuldenlast der Gemeinden war unterschiedlich hoch. So konnte Bärfischen die Pro-Kopf-Verschuldung lediglich um rund 300 auf neu 10 300 Franken drücken. Auf der anderen Seite steht die frühere Gemeinde Courtepin, welche ihre Verpflichtungen von 4600 Franken Ende 2015 auf 4000 Franken drücken konnte. Dazwischen stehen Wallenried mit 4900 Franken (5500 Franken) und Villarepos, dessen Verschuldung um 1000 Franken auf 9000 Franken sank.

Alle Rechnungen wurden fast diskussionslos grossmehrheitlich durchgewunken. In zwei Wochen wird die Bevölkerung ein drittes Mal zusammenkommen, um abschlies­send das Budget der fusionierten Gemeinde zu behandeln.

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