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Vier Kandidierende streiten um zwei Sitze

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Autor: Nicole Jegerlehner

Zwölf Kandidatinnen und Kandidaten waren zum ersten Wahlgang angetreten, für den zweiten bleiben noch neun übrig: Markus Ith (FDP), Xavier Ganioz (SP) und der Unabhängige Albert Bachmann haben sich zurückgezogen (siehe Artikel auf Seite 2).

Im Rennen um die sieben Regierungssitze sind die fünf Bisherigen in einer Poleposition. Sie haben bereits im ersten Wahlgang klar die ersten fünf Ränge besetzt. Isabelle Chassot von der CVP hatte mit 37472 Stimmen das beste Resultat erreicht, wie bereits bei den letzten Wahlen. Ihre Wiederwahl wird am 4. Dezember nicht gefährdet sein. Auch der Sensler und CVP-Politiker Beat Vonlanthen dürfte mit einem guten Resultat wiedergewählt werden; er hatte in der ersten Runde das zweitbeste Resultat erzielt.

Bisherige sind ungefährdet

Erwin Jutzet (SP) und Georges Godel (CVP) sind ebenso wenig gefährdet, auch wenn beide rund viertausend Stimmen weniger geholt hatten als Chassot. Anne-Claude Demierre (SP) wies mit 29816 Stimmen das schlechteste Resultat aller Bisherigen vor. Doch auch die Wiederwahl der Gesundheitsdirektorin gilt als sicher – trotz einiger Unruhen um die Geburtsabteilung im Freiburger Kantonsspital.

Vier Neulinge

Damit bleiben vier Neulinge, die sich um die beiden verbleibenden Sitze streiten. Die Grüne Marie Garnier lag rund 5000 Stimmen hinter Demierre, Maurice Ropraz (FDP) gut 6400. Die beiden konnten sich in den ersten sieben platzieren – hätte die SVP nicht auf einen zweiten Wahlgang gedrängt, wären sie nun Staatsratsmitglieder.

Doch auch so ist voraussehbar, dass Garnier und Ropraz in die Freiburger Kantonsregierung einziehen werden. Die Grüne wird wieder von der Kraft der gemeinsamen Liste der Linken profitieren. Zudem besteht kein Grund, weshalb sie weniger Stimmen holen sollte als im ersten Wahlgang.

FDP und CVP kooperieren

Maurice Ropraz hingegen könnte noch um einige Stimmen zulegen. Die CVP wird im zweiten Wahlgang ihre Wählerschaft dazu aufrufen, auch den Namen des Greyerzer Oberamtmanns unter die Namen Chassot, Godel und Vonlanthen zu schreiben. Und taktische Linkswähler werden versucht sein, Ropraz Stimmen zuzuschanzen, damit er garantiert mehr Stimmen holt als der SVP-Vertreter.

Nobs ist chancenlos

Pierre-Olivier Nobs von der CSP hat keine realistischen Wahlchancen. Er weiss das und hat sich nur zum erneuten Wahlkampf bereit erklärt, um noch einmal zum Erfolg der gemeinsamen linken Liste beizutragen. Denn dass die Neulinge von SP, Grünen und CSP bei den Staatsratswahlen allesamt so gut abgeschnitten hatten, lag an dieser Liste und am kompakten Stimmverhalten der linken Wählerschaft.

Im zweiten Wahlgang wird Nobs wieder als Wasserträger für die SP-Mitglieder und die Grüne fungieren und versuchen, die CSP-Wählerschaft an die Urnen zu bringen. Gleichzeitig ist das Reservoir der CSP zu klein, um Nobs in die Regierung zu hieven. Bleibt die Frage, ob dies die CSP-Leute auch so sehen – oder ob sie Garnier von der gemeinsamen Liste streichen, um die Wahlchancen von Nobs zu erhöhen. In diesem Fall wäre Nobs Kandidatur kontraproduktiv.

Page holt nicht auf

Noch hinter Nobs lag im ersten Wahlgang der SVP-Grossrat Pierre-André Page. Er hatte 20569 Stimmen geholt. Im zweiten Wahlgang wird er kaum mehr Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen können – denn die SVP hat keine Verbündeten im rechten Lager. Page kann höchstens eine tiefe Wahlbeteiligung zugutekommen: Fühlen sich die CVP- und Linkswähler ihrer Sache zu sicher und bleiben zu Hause, füllen prozentual gesehen mehr SVP-Wählende die Urnen mit Stimmzetteln. Aber auch bei diesem Szenario wird Page wohl nicht genügend Stimmen holen, um in die ersten sieben Ränge zu kommen. Es könnte gar sein, dass er mit dem Erzwingen des zweiten Wahlgangs Goodwill verloren hat: Falls die Wählerschaft nicht goutiert, dass wegen Page eine zweite Runde nötig wurde, könnte er ein Eigengoal geschossen haben – und am Ende einen noch grösseren Abstand auf Nobs haben als im ersten Durchgang.

Isabelle Chassot, CVP.Bilder aw/a

Beat Vonlanthen, CVP.

Erwin Jutzet, SP.

Georges Godel, CVP.

Anne-Claude Demierre, SP.

Marie Garnier, Grüne.

Maurice Ropraz, FDP.

Pierre-Olivier Nobs, CSP.

Pierre-André Page, SVP.

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