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Vier von fünf sagen Nein zu Managed Care

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Autor: Fahrettin Calislar

Freiburg «Ich bin extrem überrascht, wie klar das Ergebnis war, ich hatte geglaubt, es würde knapper ausgehen», sagte der Sensler Vizepräsident der SVP Freiburg, Markus Zosso, nach der Bekanntgabe der Resultate. Die SVP hatte mit ihrem Umschwenken zum Contra-Lager zum Erfolg der Gegner beigetragen. Nur 20,3 Prozent in Freiburg für die Vorlage von Bundesrat und Parlament zur integrierten Gesundheitsversorgung – das hatte angesichts des Abstimmungskampfes niemand erwartet.

«Die Politiker sollen das Nein akzeptieren und nicht in Bälde wieder mit einer ähnlichen Vorlage kommen. Wir bleiben aufmerksam», kommentierte Wyna Giller, Koordinatorin des Nein-Komitees, gestern das Ergebnis.

SP-Nationalrat Jean-François Steiert befürchtet, dass nun polarisierte Lösungen im Gesundheitsbereich Auftrieb erhalten. Zum Beispiel die Abschaffung der obligatorischen Krankenversicherung, wie das die SVP fordert. «Das geht in die falsche Richtung», sagt Steiert. Die Suche nach neuen Lösungen müsse weitergehen.

Er bedaure das Ergebnis, sei aber nicht überrascht, sagte der Plaffeier Hausarzt Robert Helbling auf Anfrage den FN. «Forderungen wie die eingeschränkte Arztwahl und die Verpflichtung zu einer Budgetmitverantwortung polarisierten und führten zu oft emotional geführten Diskussionen.»

Die Stimmbeteiligung lag mit rund 34,3 Prozent im Rahmen anderer Abstimmungen ohne kantonale Themen. Es ist auffällig, dass die deutschsprachigen Gebiete des Kantons mehr Sympathie für Managed Care haben. Wohl deshalb, weil medizinische Netzwerke in der Deutschschweiz weiter verbreitet sind.

Sparen und Staatsverträge

Mit 28 Prozent den höchsten Ja-Stimmen-Anteil im Kanton Freiburg wies die Bausparinitiative des Hauseigentümerverbandes (HEV) auf. Es war die zweite Vorlage für ein steuervergünstigtes Sparen mit dem Ziel des Erwerbs von Hauseigentum. Die erste Bausparvorlage erhielt im März noch 46 Prozent Zustimmung. Ruedi Vonlanthen, kantonaler HEV-Präsident, hatte für beide Vorlagen geweibelt. Er bedaure das Ergebnis, die Vorlage hätte viel für die Mieter und Familien gebracht: «Man hat die Chance verpasst, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich den Wunsch nach einem Eigenheim zu erfüllen.»

Nicht einmal jede fünfte Stimme, 18,6 Prozent, erhielt die Initiative «Staatsverträge vors Volk!» Alle Bezirke und Gemeinden im Kanton Freiburg lehnten die Vorlage ab.

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