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Villars-sur-Glâne freut sich über Rechnung

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Autor: Carole Schneuwly

Ein Ertragsüberschuss von 350600 Franken statt eines budgetierten Defizits von 1,4 Millionen Franken, fast 1,37 Millionen Franken für verschiedene Reservefonds, 500000 Franken zusätzliche Abschreibungen auf Immobilien und ein Rückgang der Pro-Kopf-Verschuldung von 3360 auf 3160 Franken: Die Rechnung 2011 der Gemeinde Villars-sur-Glâne gab an der Generalratssitzung vom Donnerstag kaum Anlass zu Klagen.

«Dieser Abschluss macht Freude», sagte der zuständige Gemeinderat Louis-Marc Perroud (SP). Er sei die Frucht der zurückhaltenden Ausgabenpolitik, die die Gemeinde seit einigen Jahren betreibe. Auf diesem Weg gelte es weiterzumachen. «Wir haben Reserven gebildet und Abschreibungen getätigt, weil wir an die Zukunft denken.» Und gerade in Villars-sur-Glâne mit seinen international tätigen Unternehmen sei die finanzielle Zukunft mehr als anderswo konjunkturabhängig.

Viel Geld von Unternehmen

Tatsächlich machen die Steuern der juristischen Personen einen wichtigen Anteil der Gesamteinnahmen von 67 Millionen Franken aus: Fast 17 Millionen Franken Gewinnsteuern und 2,4 Millionen Franken Kapitalsteuern lieferten die Unternehmen 2011 ab. Dies ist für die Gemeinde umso erfreulicher, als das Budget wesentlich niedrigere Beträge vorgesehen hatte, nämlich 11,6 respektive 2,0 Millionen Franken. Hingegen blieben die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen unter den Erwartungen: Die Einwohner von Villars-sur-Glâne zahlten 2011 20,0 Millionen Franken Einkommens- und 1,7 Millionen Franken Vermögenssteuern; das Budget hatte insgesamt fast zwei Millionen Franken mehr vorgesehen.

Für den erfreulichen Rechnungsabschluss erhielt der Gemeinderat Lob von allen Seiten, sowohl von der Finanzkommission als auch von den Fraktionen. Olivier Carrel, Präsident der Finanzkommission, nutzte die Gelegenheit, um einmal mehr auf die stetig steigenden gebundenen Ausgaben hinzuweisen, die für das finanzstarke Villars-sur-Glâne Grund zur Sorge seien. Mehrere Fraktionssprecher warnten vor einer allzu grossen Euphorie und sagten, die Gemeinde müsse wachsam bleiben. Eric Guggiari betonte im Namen der FDP, dass man die Abhängigkeit von den grossen Unternehmen nicht unterschätzen dürfe, und CVP-Sprecherin Pascale Mottolini erinnerte daran, dass in den nächsten Jahren wichtige Investitionen auf die Gemeinde zukämen.

Die 48 anwesenden Generalrätinnen und Generalräte hiessen die Rechnung 2011 einstimmig gut.

Die Rechnung 2011 gab für die 48 versammelten Generalrätinnen und Generalräte nicht viel zu diskutieren.Bilder Alain Wicht

Wahlen:Marc’ Aurelio Andina ist Präsident

Mit 41 von 48 Stimmen haben die Generalrätinnen und Generalräte von Villars-sur-Glâne den SP-Vertreter Marc’Aurelio Andina zu ihrem Präsidenten gewählt. Der 53-Jährige übernimmt das Amt von Corinne Fässler. Andina ist ausgebildeter Primarlehrer und Politikwissenschaftler und arbeitet heute beim Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Der gebürtige Tessiner lebt seit 1991 in Villars-sur-Glâne und sitzt seit 2005 im Generalrat. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Für ein Jahr der höchste Bürger seiner Gemeinde zu sein, sei für ihn eine grosse Ehre, sagte Andina nach seiner Wahl. Dies gelte umso mehr, als es das erste Mal sei, dass ein Vertreter der italienischsprachigen Minderheit dieses Amt ausübe. Und nicht nur das: «Mütterlicherseits vertrete ich sogar die rätoromanische Schweiz», so Andina.

Neue Vizepräsidentin ist die CVP-Frau Francine Defferrard. Die 45-jährige Anwältin lebt seit ihrer Kindheit in Villars-sur-Glâne, sitzt seit 2008 im Gemeindeparlament und engagiert sich im Vorstand ihrer Ortspartei. cs

Marc’Aurelio Andina.

Investitionen: Die Gemeinde gibt Geld aus für Leitungen, Strassen und Parkplätze

Nebst der Rechnung hatte das Gemeindeparlament von Villars-sur-Glâne am Donnerstag auch noch über eine Reihe weiterer Geschäfte zu bestimmen. Folgende Investitionen fanden seine Zustimmung:

• 535000 Franken für die Sanierung der Wasserleitungen sowie der Strasse im Quartier Villamont (diese Ausgaben werden aus entsprechenden Reserven finanziert).

• 285000 Franken für die Neugestaltung der Kreuzung Route des Préalpes/Sportzentrum.

• 200000 Franken für eine Planungsstudie zur Aussenrenovierung und zur Installation einer neuen Heizung für die Primarschule Cormanon.

• 162000 Franken für einen provisorischen Parkplatz mit 60 Plätzen im Quartier Villars-Vert.

Die Parkplätze gaben als einzige Vorlage Anlass zu einer längeren Diskussion. Dass das Quartier Villars-Vert dringend zusätzliche Parkplätze braucht, bestritt niemand. Gemäss Botschaft des Gemeinderats besteht heute ein Mangel an 198 Plätzen für die Einwohner und an 66 Plätzen für Besucher. Diskutiert wurde hingegen die vorgesehene Mietgebühr für Anwohner: Der Gemeinderat wollte 30 Franken pro Monat für einen normalen und 40 Franken für einen breiten Parkplatz verlangen. Das sei zu wenig, fanden die Finanzkommission und alle Parteien mit Ausnahme der CSP. Der Gemeinderat gab nach und erhöhte die Gebühren auf 50 respektive 60 Franken.

Im Weiteren beschloss der Generalrat, seine Kommission für Gemeindefusionen, die er im Herbst 2011 auf Eis gelegt hatte, wiederzubeleben. Und er sagte Ja zu einem Landverkauf im Quartier Cormanon-Ost, der einen früheren Verkauf ergänzt, sowie zu einem neuen Reglement über die Hundehaltung, das unter anderem die Hundesteuer von 50 auf 80 Franken erhöht. cs

 

 

02_gro_Villars / cs

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