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«Visionen» mit negativen Folgen

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In seinem Leserbrief hat Franz Engel mir und vermutlich auch sehr vielen anderen (deutschsprachigen) Freiburger Bürgern aus der Seele gesprochen. Als Arzt, der lange im Sensebezirk gewirkt hat, kennt Franz Engel die Situation und die Bedürfnisse der deutschsprachigen Freiburger Bevölkerung bestens. Er hat auch lange genug für «sein» – für unser – Spital mit Standort Tafers gekämpft. Leider jedoch ohne Erfolg.

Auch ich wäre an einem starken medizinischen Zentrum interessiert, wenn es denn auch für deutschsprachige Patienten funktionieren würde. Ich spreche nicht in erster Linie für mich – ich kann mich auch auf Französisch ausdrücken –, aber für viele andere, vorwiegend ältere, Patientinnen und Patienten.

Mit «Visionen», die laut dem Kommentar von FN-Chefredaktor Christoph Nussbaumer mit Samthandschuhen vermittelt werden, die aber eben keine genauen Angaben enthalten, kann man der Bevölkerung wohl strategische Sanierungspläne schmackhaft machen. Man kann aber auch gut funktionierende Bezirksspitäler langsam herunterfahren, wenn man die dort Wirkenden, wie Franz Engel schreibt, in ihrer Arbeit so behindert, dass sie es vorziehen, einen anderen Arbeitsplatz zu suchen. Wie viele Ärzte, Physiotherapeutinnen und -therapeuten und Pflegefachleute haben wohl in letzter Zeit bereits ihre Arbeitsstelle gekündigt? Zu hoffen ist nur, dass die verbleibenden, guten Mitarbeiter – denn die gibt es bestimmt noch – weiterhin ausharren.

Wäre es nicht schlauer – und darin stimme ich mit Franz Engel überein –, den bereits bestehenden Standort Tafers als deutschsprachiges Akutspital eher zu stärken statt weiter zu schwächen? Natürlich haben auch Spitäler in anderen Kantonen Schwierigkeiten und müssen ihre finanziellen Strategien entwickeln und Sparmassnahmen ergreifen. In zweisprachigen Kantonen sind die Verhältnisse jedoch ganz anders als in rein deutschsprachigen beziehungsweise französischsprachigen Kantonen. Wenn die deutschsprachigen Freiburger Patienten nicht die Möglichkeit haben, sich in ihrer Muttersprache auszudrücken, werden sie weiterhin und sogar noch vermehrt Spitäler in Bern aufsuchen. Ich hoffe, dass die «Visionen» noch etwas konkreter werden.

Marius Bächler, Tafers

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