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Vokale Klänge der Renaissance

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Autor: Hubert Reidy

Freiburg Noch vor kurzem erklangen in unsern katholischen Kirchen einzelne Beispiele strenger, meditativer, manchmal auch expressiver Weisen vokaler Renaissancepolyphonie, Kompositionen von Palestrina, de Victoria oder von Orlando di Lasso. Heute werden sie vorwiegend in Kathedralen, in Bischofs- oder Klosterkirchen gesungen, immer häufiger von Spezialensembles interpretiert.

Das Ensemble Jachet de Mantoue

Eine solche Vokalformation bilden die fünf Sänger des Ensembles Jachet de Mantoue, das in der Bretagne verwurzelt ist. Sie verleihen den meist durchimitierten Kompositionen die nötige Strenge, Ausgewogenheit und Klarheit und ziehen mit weiten, ruhig atmenden Klangbändern den Zuhörer, die Zuhörerin, in den Fluss und in die Faszination einer fast irrealen, meditativen Welt.

Englische und spanische Vokalmusik

Das Vokalensemble stellte A-cappella-Kompositionen der Königlichen Kapellen Londons und Madrids aus dem 16./17. Jahrhundert vor. Die «Missa Beata Virgine» von Cristobal de Morales bildete im spanischen Teil einen marianischen Schwerpunkt.

Die Schlichtheit, der Ernst und die Getragenheit einer Marienmotette von Francisco de Penalosa bildete einen wohltuenden Kontrapunkt zum überschäumend-jubilierenden Alleluja-Ruf des «O sacrum convivium» von de Morales; die expressiven, vom Ensemble dynamisch sehr differenziert gestalteten englischsprachigen Kompositionen von Tomkins und Byrd einen Gegensatz zum bewusst gleichförmig interpretierten «Ave Maria» von Robert Parsons.

Mit einer Motette von de Morales als «Zugabe» entliess das ausgezeichnete Ensemble die dankbaren, tief berührten Zuhörerinnen aus einer «Oase des Überirdischen» in die etwas graue, laute Gegenwart.

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