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Volksfest auf Rädern

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In Villars-le-Grand in der Nähe von Salavaux musterte eine Kuh die vorbeifahrenden Radler ausgiebig, und gab dann ein lautes «Muh!» von sich. Ihre Artgenossinnen liessen sich derweil nicht weiter vom ungewohnten Treiben auf der Strasse stören und gingen Gras fressend ihrem Tagesgeschäft nach. «Ja, Du denkst wohl, die spinnen heute», sagte ein Velofahrer zur konsternierten Kuh und lachte.

Mehr Bilder finden Sie ganz am Ende des Artikels.

Das Bild von Tausenden Radfahrern auf den Strassen rund um den Murtensee wiederholte sich heuer zum 19. Mal. Bei schönstem Wetter begaben sich am Sonntag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die autofreien Strassen. Zugelassen waren alle Fahrzeuge, die mit eigener Muskelkraft betrieben wurden; E-Bikes waren nicht erwünscht. Unterwegs waren die meisten mit dem Velo, jedoch auch mit Inline­skates oder vereinzelt mit fantasievollen Spassgefährten. Mit zwei speziellen Tandems, ähnlich wie auf dem Foto oben, war etwa die fünfköpfige Familie Silva aus der Nähe von Vallorbe unterwegs. «Ich habe eines der Gefährte selber gebaut», so Vitor Silva. Es sei jedoch eher anstrengend, damit zu fahren, sagte er, und lachte.

Gemütlich bis flott waren die Velofahrer unterwegs: Bei einigen schlummerten die Kinder in einem Anhänger, andere nahmen ihren Hund in einem Körbchen an der Lenkstange mit. Jugendliche hatten Lautsprecher im Rucksack dabei, aus denen elektronische Musik, Reggaeton oder Heavy Metal schallte. Die Musik verkürzte auch die Wartezeit: Immer wieder kam es bei Nadel­öhren zu Wartezeiten, etwa in den Ortschaften, bei Strassenverengungen, vor Servicestationen zur Reparatur von Velos, Imbissbuden oder Sponsorenständen, wo Werbegeschenke verteilt wurden.

Ein Hauch von Ferienfeeling

Die Sonne strahlte, ein Hauch von Ferienfeeling am Murtensee. Die Warteschlangen bei den Imbissbuden und Restaurants waren lang: Die regionalen Spezialitäten, wie etwa Fisch, Wein oder Vully-Kuchen, wollten verdient sein. Wie immer war der riesige Poulet-Grill der Micarna bei Villars-Le-Grand eine Attraktion. Der Selfie-Termin mit den beiden Maskottchen des Standes, zwei grossen Hühnern: ein Muss für eingefleischte Slow­Up-Fans. Während der Rast gab es in diversen Ortschaften auch Live-Musik zu hören.

Die Fahrt vorbei an blühenden Rapsfeldern war erfrischend, der Besuch der malerischen Dörfer ein Highlight speziell für die zum Teil von weither angereisten Teilnehmer. Man hörte diverse Sprachen im Gewimmel: Spanisch, Italienisch, Englisch oder Russisch sowie diverse schweizerdeutsche Dialekte. Besonders gut gefiel vielen auswärtigen Besuchern das welsche Flair des Murtensee-SlowUps mit seinen pittoresken Ortschaften am Vully. «Es ist hier fast ein bisschen wie in den Ferien», sagte Markus Aeschlimann aus Thun, der zum zweiten Mal am SlowUp teilnahm. Er war mit einer Gruppe von zehn Personen unterwegs, alle auf Rollerblades. «Wir haben Freunde in Meyriez.» Angereist war Aeschlimann mit der Bahn.

Die Fahrt über kulturelle Grenzen hinweg schätzten auch Elsbeth und Pius Hüsser aus Rudolfstetten im Aargau. «Wir haben die Caves am Vully besucht und Vully-Kuchen probiert: sehr fein», sagt Pius Hüsser. «Der SlowUp ist auch sehr gut organisiert», lobte er die Veranstalter. Auch sie nahmen zum zweiten Mal teil. Gerne würden sie wieder kommen. «Nun lassen wir den Abend bei unseren Freunden in Murten ausklingen, bevor uns morgen der Alltag wieder hat», sagte Elsbeth Hüsser. «Wir nehmen nur die besten Erinnerungen mit und freuen uns schon auf das nächste Jahr.»

Zahlen und Fakten

Keine ernsthaften Zwischenfälle

Am 19. SlowUp Murtensee nahmen am Sonntag rund 57 000 bewegungsfreudige Personen teil. Zum zweiten Mal konnte ein Teil der Strecke mit dem Stand-up-Paddle zurückgelegt werden. Laut den Kantonspolizeien Freiburg und Waadt kam es zu keinen ernsthaften Zwischenfällen. Die Polizeipatrouillen mussten sechs Mal intervenieren, hauptsächlich um die Sanitäter zu eskortieren. Die Ambulanzdienste wurden zwölf Mal in Anspruch genommen, mehrheitlich wegen Blessuren durch Stürze. 220 Personen haben sich zur Behandlung zu den acht Sanitätsposten begeben. 18 Kinder wurden als vermisst gemeldet, konnten aber nach kurzer Suche ihren Eltern übergeben werden. Die Feuerwehr hatte keine Einsätze zu verzeichnen.

ea

 

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