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Volley Düdingen meldet sich eindrücklich zurück

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Die Düdingerinnen Méline Pierret (l.) und Nicole Eiholzer hatten allen Grund zum Jubeln.
Aldo Ellena

Volley Düdingen scheint rechtzeitig für die NLA-Playoffs zu alter Stärke zurückzufinden. Beim ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen Lugano überzeugten die Power Cats mit einer starken Kollektivleistung.

Am Samstag waren die Düdinger Volleyballerinnen gegen Lugano noch haarscharf an einer Niederlage vorbeigeschrammt, vier Tage später rückten sie die Kräfteverhältnisse wieder ins Lot. In drei Sätzen (25:15, 25:18, 25:17) setzten sie sich am Mittwochabend gegen den Tabellensechsten durch und rehabilitierten sich damit für den wenig inspirierten Auftritt im Tessin. «Unsere Annahme war diesmal deutlich besser und der Service war übers ganze Spiel gut», resümierte Dario Bettello die Gründe für den Umschwung. Zudem spiele sein Team zu Hause immer etwas besser als auswärts. «Nach dem Spiel in Lugano musste man sich fast schon Sorgen machen um die Mannschaft, nun haben wir bewiesen, dass die Bedenken unbegründet waren und dass wir es deutlich besser können.»

Ungewohnte Servicestärke

Zu Beginn des ersten Satzes mussten die Power Cats dem Gegner stets hinterherlaufen, Lugano verteilte die Bälle geschickt auf die Angriffspositionen und zog auf 12:9 davon. Erst eine Fünf-Punkte-Servicereihe von Méline Pierret vermochte die Power Cats richtig in Schwung zu bringen. Und als dann auch noch Nicole Eiholzer mit ihrem Aufschlag Luganos Topskorerin Lauryn Terry konsequent bearbeitete, wussten sich die Gäste nicht mehr zu helfen. Normalerweise gehören die Services nicht zu den Stärken der Power Cats – das Team hat insgesamt mehr Fehler in der Statistik stehen als direkte Punkte. Diesmal taten die Düdingerinnen aber einiges, um ihre Bilanz aufzubessern. Samantha Cash mit ihrer 100-Prozent-Quote im Angriff trug das ihrige dazu bei, dass der Satz mit 25:15 an Düdingen ging.

Düdingen variabler

Auch im zweiten und dritten Satz zeigten die Düdingerinnen eine sehr konstante Leistung. Während bei den eher klein gewachsenen Gästen im Angriff quasi alles nur über Topskorerin Terry und Kantor Mercedesz lief, waren die Power Cats viel variabler unterwegs. Im Block waren sie wie gewohnt eine Wand und hatten am Ende mehr als doppelt so viele Blockpunkte, Sarina Wieland lief mit Fortdauer des Spiels immer mehr zur Hochform auf und zeigte eine ihrer besten Leistungen in dieser Saison. Und auch Trine Kjelstrup machte nach ihrer Verletzung einen weiteren Schritt in Richtung ihrer dominanten Form von anfangs Saison.

Dank der Rückkehr der Dänin konnte Trainer Bettello Nicole Eiholzer, die sich als Ersatz von Kjelstrup auf der Diagonalposition bestens entwickelt hat, auf aussen einsetzen. Dies hat sich als interessante Option erwiesen, um der Sorgenposition der Power Cats neuen Schwung zu verleihen. Bis auf einen kleinen Hänger gegen Ende des dritten Satzes, als Lugano sechs Punkte in Folge erzielen konnte, zog Düdingen seine Pace bis zum Spielende durch. Bettello konnte es sich sogar leisten, Elena Steinemann wegen Schulterproblemen zu schonen und nur gelegentlich im Rückraum einzusetzen.

In Playoff-Form

Rechtzeitig für die Playoffs scheint Düdingen zu seiner Bestform zurückzufinden. Das 3:0 gegen Lugano war zwar der sechste Sieg aus den letzten sieben Partien, zuletzt hatten die Power Cats die Souveränität der Auftritte vor der Weihnachtspause, als sie praktisch immer mit 3:0 gewonnen haben, vermissen lassen.

Ein Spiel hat Düdingen noch Zeit, um seine Form weiter zu verbessern, bevor in zehn Tagen die Playoffs beginnen. In diesem letzten Qualifikationsspiel (Samstag 17.30 Uhr, Leimacker) geht es für die Freiburgerinnen gegen Sm’Aesch-Pfeffingen auch darum, sich noch auf den dritten Tabellenplatz vorzuschieben und so einem Viertelfinalduell gegen das unbequeme Cheseaux aus dem Weg zu gehen. Das ist noch möglich, weil sich die besser klassierten Neuenburg und Schaffhausen am Samstag im Direktduell gegenüberstehen und sich gegenseitig Punkte abnehmen werden. Damit der Sprung nach vorne gelingt, müssen die Power Cats allerdings den Leader bezwingen – nach dem Auftritt gegen Lugano scheint dieses Unterfangen aber deutlich realistischer als in den vergangenen Wochen.

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