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Vom Baum zum Möbelstück

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In Begleitung des Chefs höchstpersönlich betritt die 5. Klasse aus St. Antoni die Arbeitshallen der Schreinerei in ihrem Heimatort. Der Lärm des Luftabzugs übertönt die Kinderstimmen. Meterlange, metallene Maschinen und hallenhoch gestapelte Holzbretter füllen den Raum bis zum letzten Winkel aus.

Was lange währt…

Das Wachsen des Baumes mitgezählt braucht ein Möbelstück rund 100 Jahre, bis es gebrauchsfertig in unserer Wohnung stehen kann (Abbildung 1). Schreiner bevorzugen fein gewachsenes Holz, so bezeichnet man langsam gewachsene Bäume mit dementsprechend dünnen Jahrringen. Es kann passieren, dass man beim Aufschneiden ein verdreht gewachsenes Holz vor sich hat, das schwierig zu verarbeiten ist.

Bei der Firma «Wohnmacher» ist es sogar möglich, aus einem persönlichen Lieblingsbaum ein Möbelstück herstellen zu lassen. Aber Achtung! Es ist nicht erlaubt, einfach so Bäume zu fällen. Ein Förster muss den Baum auswählen und kennzeichnen (Abb. 2). Jeder Baum macht eine Art Winterschlaf: Seine Nährstoffe ziehen sich in das Innere des Stammes und die Wurzeln zurück. Das ist ein guter Moment für das Fällen (Abb. 3). Nach dem Holzen bleibt der Baum noch einige Wochen liegen, bevor er in Bretter zersägt und luftgetrocknet wird (Abb. 4). Erst jetzt findet das Holz den Weg in die Schreinerei.

Ab in die Schreinerei!

Dort liegen überall Bretter zum weiteren Trocknen. Der Holzofen beschleunigt den Prozess. Zwei Jahre dauert das Reduzieren der Feuchtigkeit aber trotzdem (Abb. 5). Dieser Aufwand ist nötig, damit das Holz nicht allzu fest «arbeitet». Nun erhält es von der Fräse seinen Längs- und Breitschnitt (Abb. 6). Eine «gfürchige» Maschine! Herr Andrey erklärt uns aber, dass im Gegensatz zu früher viel weniger Unfälle bei der Arbeit geschehen. Hobeln, Fügen, Verleimen und Grobschleifen sind die nächsten Schritte (Abb. 7 und 8). Uns verwundert, weshalb beispielsweise eine Treppenstufe nicht einfach als Ganzes aus dem Brett geschnitten wird: Sie wird in schmalere Stücke zersägt, um dann wieder mühsam zusammengeleimt zu werden. Auch das hilft, dass sich das Holz weniger verformt oder gar Risse bildet.

Das Fräsen, Feinschleifen und Bohren übernimmt heutzutage teilweise eine computergesteuerte Maschine (CNC). Beim Zusammenbauen ist aber wieder Mannes- und auch immer mehr Frauenkraft gefragt (Abb. 10). Das Verputzen, Ölen und/oder Lackieren (Abb. 11) bildet den letzten Schritt zum lang ersehnten Endprodukt.

«Nun erhält das Holz von der Fräse seinen Längs- und Breitschnitt. Eine ‹gfürchige› Maschine!»

Ein «Herzensstück»

Der besondere Tisch

Die Wünsche eines Kunden genau zu erkennen ist das grosse Ziel von Patrik Andrey und seinem Team. Es gab vor langer Zeit einen Architekten, der sein eigenes Haus bauen wollte. Aber ausgerechnet an dieser Stelle stand ein wunderschöner Kirschbaum, und er brachte es kaum übers Herz, ihn zu fällen. Da kam dem Schreiner die Idee: Er schlug vor, aus dem Kirschbaum einen Tisch zu machen. Der Kunde hatte grosse Freude – sicher auch Vorfreude, wenn wir bedenken, dass das Holz alleine zwei Jahre trocknen muss. Heute steht der Tisch exakt dort, wo früher der Kirschbaum war.5.

Klasse

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