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Vom Fernsehstar zum Buchautor und Kommunikationstrainer

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: irmgard Lehmann

Patrick Rohr – Sie waren 15 Jahre beim Fernsehen. Ein Traumjob für viele und Sie haben ihn aufgegeben. Warum?

Es gibt zwei Gründe. 2006 erhielten wir den Auftrag, die Sendung «Quer» kürzer und kompakter zu gestalten. Mit «Quer» und davor der «Arena» hatte ich das Glück, zwei der spannendsten Sendungen überhaupt moderiert zu haben. So gesehen war ein kürzeres, kompakteres «Quer» für mich keine wirkliche neue Herausforderung mehr, was die früheren Schritte jeweils waren. Kommt dazu, dass ich im Hinterkopf schon länger den Plan hegte, in Richtung Kommunikationsberatung ein Konzept aufzuziehen.

Muss man davon ausgehen, dass die Kommunikationsberatung nur ein Zwischenschritt sein wird?

Das denke ich nicht. Ich habe mich ganz bewusst entschieden, vom Fernsehen weg zu gehen.

Nun habe ich eine eigene Firma aufgebaut, wir sind jetzt bereits drei Leute. Ich selber erteile Rhetorikkurse, mache Medientrainings, halte Referate und habe ein Buch geschrieben. Die Arbeit ist sehr vielfältig und spannend.

Aber als Kommunikations- und Unternehmensberater sind Sie einer unter vielen. Im Fernsehen hingegen waren Sie der Star. Keine Mühe damit?

Aber keiner der vielen verfügt über die Erfahrung, die ich habe. Ich habe drei Jahre die «Arena» geleitet und moderiert. Ich habe in der Sendung «Quer» fünf Jahre mit Menschen aus allen Lebensbereichen Interviews geführt und somit wesentliche Erfahrungen gemacht. Darauf basiert auch mein Kursangebot. Ich weiss, von was ich spreche, und das ist mein Pluspunkt.

Wer kommt denn zu Ihnen?

Die Kunden stammen aus verschiedensten Bereichen. Versicherungsvertreter, die sich im Kundengespräch ausbilden lassen, Politikerinnen und Politiker, nationale Parlamentarier, die sich in Rhetorik üben, eine ansehnliche Zahl an CEOs und Führungskräften. Kurzum Leute, die auftreten müssen und sich, wie man so sagt, zu verkaufen haben.

Von einer Führungskraft oder von einem CEO erwartet man doch mindestens, dass er in dieser Richtung ein gewisses Mass an Fähigkeiten mitbringt. Täuscht man sich?

Tatsächlich. Es ist in keiner Weise so. Im Gegenteil. Vorab Manager weisen hier eine grosse Lücke auf. Sie absolvieren zwar ein Studium, machen x Fortbildungen – aber an der Kommunikation mangelt es. Ich staune oft ob gestandener CEOs, die 1000 Leute führen und mir im Kurs sagen, dass ihnen das Auftreten und Reden vor den Mitarbeitern grosse Mühe macht.

Das Bedürfnis nach Schulung im Bereich Kommunikation ist gross. Dies zeigt mir auch die grosse Nachfrage nach meinem Buch («Reden wie ein Profi» ist seit sechs Wochen auf dem Markt). Auch unsere Kurse sind sehr gut besucht.

Die Leute sind sich zunehmend bewusst, dass Kommunikation, das Herüberbringen einer Message das A und O einer «Verkaufsstrategie» ist.

Und trotzdem fehlt die Ausbildung.

Im Bereich Rhetorik gibt es tatsächlich ein grosses Manko. Dazu kommt, dass wir Schweizer in diesem Bereich nicht so beschlagen sind. Das Reden und Auftreten ist nicht unsere Stärke. Das beherrschen die Deutschen um einiges besser. Bei uns hingegen ist dies oft ein langer Prozess.

Spielt da nicht auch der Charakter eine Rolle?

Das Charisma, die Lust, auf Leute zuzugehen, ist sicher ein wesentlicher Pluspunkt. Aber auch jemand, dem das Auftreten nicht so liegt, kann es lernen. Es sind einige Grundregeln zu beachten (siehe Kasten).

Wie läuft bei Ihnen so ein Training ab?

Am Training nehmen nicht mehr als 5 Personen teil. Zu Beginn muss jeder zu einem selbstgewählten Thema eine kurze Rede halten. Dies gibt mir Aufschluss über Körperhaltung, Mimik, Sprechtempo, über die Sprache – ob konkret oder kompliziert. In einer einzigen Minuten zeigt sich, wie die Person mit Botschaft und Stuktur umgeht.

In der Gruppe wird jede einzelne Rede analysiert. Danach üben wir weiter anhand individueller Übungen, analysieren Auftritte, schauen uns bestehende Powerpoint-Präsentationen und früher gehaltene Reden an, optimieren diese – und achten dabei immer auf die wichtigen Punkte: Inhalt, Körperhaltung, innere Überzeugung.

Jetzt noch etwas Persönliches – wie erholt sich ein Kommunikationsfachmann?

In Amsterdam habe ich mit meinem Lebenspartner eine Zweitwohnung und ziehe mich dorthin zurück, wenn ich Ruhe haben und kreativ arbeiten muss.

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