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Vom Greyerzbezirk bis an die Riviera

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Zurzeit eröffnen die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF auf dem ganzen Kantonsgebiet eine Baustelle nach der anderen. Dies im Rahmen ihres Grossprojekts für den Ausbau und die Modernisierung ihres Netzes, welche namentlich Arbeiten an den rund 30 Bahnhöfen der TPF umfasst. Das Gesamtvolumen der bis etwa 2026 angelegten Totalerneuerung beträgt etwa 300 Millionen Franken.

Den Startschuss für das Grossprojekt gaben die Verantwortlichen der TPF im Juli mit den ersten Arbeiten auf dem Bahnhof Belfaux. Das gestern lancierte nächste Teilprojekt umfasst im Kern die Verlängerung der Perrons am Bahnhof Montbovon. Das Ende der Arbeiten ist laut einer Mitteilung auf 2018 oder 2019 vorgesehen. Der Bahnhof wird dann die längsten Perrons im Kanton Freiburg aufweisen. Das historische Bahnhofsgebäude aus der Zeit des Baus der Linie vor 110 Jahren bleibt dabei erhalten.

Mehr Tourismus möglich

Vor allem steht die Förderung des Tourismus in der Region hinter den Bemühungen. Die Verlängerung der Perrons auf über 200 Meter Länge erlaubt die Einfahrt der modernen «TransGolden Pass»-Züge der Montreux–Berner Oberland-Bahn (MOB). Die TPF bauen somit die Funktion des Bahnhofs als zentrale Drehscheibe im Süden des Kantons aus, indem die Schnittstelle zwischen dem Netz der TPF im Greyerzbezirk und der MOB Richtung Zweisimmen verbessert wird. Auch wird der Bahnhof den Bedürfnissen der neuen TPF-Schmalspurkompositionen angepasst, die ab 2015 ausgeliefert werden.

Der Bahnhof erhält moderne audiovisuelle und akustische Informationskanäle sowie eine Überdachung für den Empfang von Transitreisenden. Ausserdem wird der Bahnhof behindertensicher gemacht. Die geplanten Umbauten beinhalten dafür breitere Perrons und eine Unterführung. Zudem werden die Sicherheits- und Signalisationseinrichtungen erneuert.

Strategisch wichtig

Montbovon ist mit 260 Einwohnern ein Ortsteil der Gemeinde Haut-Intyamon. Der Bahnhof ist im TPF-Netz eigentlich ein «kleiner Fisch», nur 430 Personen benutzen den Bahnhof am Tag. Doch als Kreuzung von Zügen in verschiedene Richtungen hat er eine grosse strategische Bedeutung, wie die TPF schreiben. Zusammen mit den Kosten für ergänzende Elemente wie eine Einstellhalle wird der Ausbau des Bahnhofes auf rund 20 Millionen Franken zu stehen kommen. Sie sollten im Rahmen des nationalen Fabi-Fonds vollständig vom Bund übernommen werden.

Laut den Verantwortlichen befindet sich das Projekt in der letzten Phase der Vorbereitungen. Für den Erwerb des für die Arbeiten benötigten Baulandes werden Gespräche mit den angrenzenden Landbesitzern aufgenommen, so die TPF. Der Zeitplan sehe vor, dass das Baugesuch beim Bund nächstes Jahr beantragt wird und die eigentlichen Arbeiten Ende 2016 begonnen werden.

Geschichte

Ein Kreuzungspunkt zweier Bahnen

Die Chemins de fer Electriques de la Gruyère eröffneten die Linie der Schmal- oder Meterspurbahn zwischen Bulle und Montbovon im Jahr 1904. Sie ist rund 16 Kilometer lang und Teil des rund 48 Kilometer langen Meterspurnetzes der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF. Im selben Jahr wurde Montbovon auch an die Linie der MOB angeschlossen. Diese Linie entstand zwischen Château d’Oex und Les Avants und verband das Waadtländer Oberland mit dem Genferseebecken respektive Zweisimmen mit Montreux. Auf diesem Abschnitt der MOB fährt die touristische «GoldenPass Line». Die gesamte Strecke beginnt in Luzern. Sie hat eine Länge von 190 Kilometern und ist das Gemeinschaftswerk dreier Bahnunternehmen. Sie umfasst auch Strecken mit Normalspur (1,4 Meter Breite). Durch die Funktion als Knotenpunkt stehen in der kleinen Ortschaft Montbovon umfangreiche Bahnanlagen mit einer Vielzahl von Gebäuden, die den Betrieb des Knotenpunkts ermöglichen.fca

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