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Vom Leben in einem tristen Vorort

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Beatrice wächst auf in einem trostlosen Vorort. Die Eltern leben von Gelegenheitsjobs. In der Wohnung der oberen Etage lebt ein Vater mit seinen drei Söhnen. Die Mutter ist gestorben. Der Vater ist Alkoholiker und lässt seinen ganzen Frust an seinen Söhnen aus. Alfredo flieht in solchen Situationen oft zur Familie von Beatrice. Die Platzverhältnisse sind eng. Beatrice teilt das Bett dann jeweils mit ihrem Bruder und Alfredo.

Die Zwillinge

Zwischen Alfredo und Beatrice entwickelt sich eine Hass-Liebe. Sie ist als Kind eifersüchtig auf die Zuwendung ihrer Eltern zu ihm, und als Jugendliche ist sie egoistisch mit ihren Ansprüchen gegenüber dem jungen Mann. Alfredo, der mit 15 Jahren viel grösser und stärker ist als sein Vater, hat nie gelernt, sich zu wehren. So nimmt er auch die Schroffheit und die Ansprüche von Beatrice einfach hin. Sie verbringen viel Zeit miteinander. Im Quartier werden sie nur noch die Zwillinge genannt.

Keine Zukunft

Nach der Schule findet nur Beatrice mit Müh und Not eine kleine Arbeitsstelle. Die Menschen aus dem Quartier haben es sehr schwer ausserhalb. Innerhalb hilft man sich aus, aber über persönliche Probleme schaut man hinweg, man schweigt sie aus, weil die Worte dazu fehlen. Man versteht sich ohne Worte beziehungsweise die Gewalt untereinander spricht genug Klartext. Die Jugendlichen haben keine Zukunft und hängen einfach ab. Alfredo triftet ab in harte Drogen. Beatrice hilft ihm zweimal, davon loszukommen. Sie ist eine Kämpfernatur, trotzdem hat sie mit zwanzig kein Kleid für die Beerdigung von Alfredo.

Die Autorin ist in so einem Viertel aufgewachsen und beschreibt in einer sehr eindringlichen, aber nie voyeuristischen Sprache die Verzweiflung und die unstillbare Sehnsucht derer, die sich nicht einfach zufriedengeben und darauf hoffen, dass eines Tages, wer weiss, alles besser wird.

Valentina d’Urbano:«Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung».

Barbara Schwaller ist Mitarbeiterin der Bibliothek Tafers.

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