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Vom Leben und vom Sterben

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Vom Leben und vom Sterben

Autor: Carole Schneuwly

Was passiert beim Sterben, und welche Bedeutung hat der Tod für neues Leben? Welche Strategien verfolgen Menschen und Tiere bei der Fortpflanzung? Wie nehmen wir die Welt wahr, und was passiert dabei in unserem Gehirn? – Das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern nimmt sich in seiner neuen Ausstellung «C’est la vie» der fundamentalen Fragen des Lebens an. Die neusten Erkenntnisse aus der biologischen Forschung kommen dabei ebenso zur Sprache wie gesellschaftliche Aspekte. Die Besucherinnen und Besucher lernen komplexe Bereiche des Lebens kennen, immer wieder geschickt verknüpft mit der Frage: Was hat das mit mir und meinem Leben zu tun?

Alltägliche Lebenszyklen

Die Ausstellung ist nach drei Hauptthemen aufgeteilt: «Anfang und Ende», «Pas de Deux» und «Die Welt im Kopf». Gleich im ersten Teil werden die Besucher mit dem Tod konfrontiert. In überraschenden Inszenierungen sind alltägliche Lebenszyklen von totem Material zu entdecken, das zu Nahrung für neues Leben wird oder in Form von Alltagsgegenständen wie Computern oder Kinderspielzeug die Lebensbühne neu betritt. Wäre dem nicht so, würde bald alles Leben in gigantischen Abfallbergen ersticken.

Im Raum «Der Tod erzählt» zeigt das Museum eine Auswahl unterschiedlichster Objekte aus seiner umfangreichen Sammlung. Mehr als drei Millionen Tiere, Steine, Mineralien und vieles mehr lagern hier: totes Material, das viel vom Leben zu erzählen hat.

Wählerische Weibchen

Unter dem Titel «Pas de Deux» geht es um das Wunder der Fortpflanzung. Es wird gezeigt, wie Männchen und Weibchen das Leben weitergeben, wie sie werben, zeugen und gebären und wie sie, kaum auf der Welt, den täglichen Kampf ums Überleben aufnehmen. Weil Weibchen generell mehr in die Nachkommen investieren als Männchen, sind sie bei der Partnerwahl wählerischer. Die Männchen sind daher bei der Brautwerbung gefordert, und die Natur hat dazu so ausserordentliche Dinge hervorgebracht wie Balztänze, Liebesgesänge oder Hingucker wie bunte Hintern oder das Pfauenrad.

Der Ausstellungsteil «Die Welt im Kopf» schliesslich befasst sich mit Fragen rund um das Gehirn. Erst das Gehirn ermöglicht Mensch und Tier den Zugang zur Welt. Wie ein Lebewesen diese wahrnimmt, hängt davon ab, über welche Sinnesorgane es verfügt. Die Sinnesorgane vermitteln dem Gehirn Formen, Farben, Töne und Gerüche. So entsteht ein Bild der Wirklichkeit, das für jedes Lebewesen anders aussieht. Die «Show der Sinne» in der Berner Ausstellung lässt diese Wirklichkeit für das Publikum aus den Fugen geraten.

Der Geruch des Todes

«C’est la vie» stellt komplexe Themen so dar, dass sie für Kinder und Erwachsene zugänglich sind. Neue Forschungsergebnisse werden mit modernen technischen und gestalterischen Mitteln präsentiert, etwa mit interaktiven Stationen und audiovisuellen Elementen.

Ein besonderer Höhepunkt ist das «Exploratorium», in dem die Aspekte des Lebens unmittelbar zu fühlen, zu riechen und zu schmecken sind. Hier kann man lebendige Küken, Frösche und Schmetterlinge beobachten, die eigene Reaktionszeit beim Auftauchen eines Feindes testen oder in der Moderkammer am Geruch des Todes schnuppern.

Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern, Bernastrasse 15, Bern. Mo. 14 bis 17 Uhr, Di., Do. und Fr. 9 bis 17 Uhr, Mi. 9 bis 18 Uhr, Sa. und So. 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos: www.nmbe.ch.

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