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Vom Panaschieren und Kumulieren

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Vom Panaschieren und Kumulieren

Eine Broschüre des Jugendrates hilft Jugendlichen beim Wählen

Im Hinblick auf die kommenden eidgenössischen Wahlen präsentiert der Jugendrat des Kantons Freiburg eine Informationsbroschüre für junge Wahlberechtigte. Gleichzeitig macht er auf die Internet-Seite «hi-guide» aufmerksam.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Seit 1999 dient der Jugendrat als ausserparlamentarisches Bindeglied zwischen den politischen Behörden und den Jugendlichen im Kanton Freiburg. Eine seiner Aktivitäten besteht darin, junge Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mittels einer einfachen und verständlichen Broschüre über Abstimmungen und Wahlen zu informieren.

Hinsichtlich der eidgenössischen Wahlen vom 19. Oktober ist zum sechsten Mal eine solche Broschüre erschienen. Das achtseitige Heft existiert in Deutsch und in Französisch. Insgesamt werden rund 6000 Exemplare an Berufsschüler und Gymnasiasten verteilt. Gestern wurde die Broschüre den Medien vorgestellt.

Gebrauchsanweisung fürs Wählen

In einem Editorial appellieren die Jugendräte an den Sinn der Jugendlichen für gesellschaftliche Mitverantwortung und politische Bürgerpflichten. Damit die jungen Wahlberechtigten diesen Pflichten im Oktober auch nachkommen können, liefert die Broschüre ihnen in kurzer und knapper Form die wichtigsten Grundlagen.

Zuerst werden die zwölf Parteien, die im Kanton Freiburg Kandidaten portieren, aufgelistet. Darauf folgt eine kurze Einführung in schweizerischer Staatskunde, in der etwa erklärt wird, was eine politische Partei ist oder wie die eidgenössischen Behörden funktionieren. Kernstück der Broschüre sei die zweiseitige «Gebrauchsanweisung für den Stimmzettel», sagte David Aebischer, der just heute Dienstag das Zepter als Sekretär des Jugendrates an Marie Boillat abgibt. Streichen, Panaschieren, Kumulieren – in einfachen Worten und mit Hilfe schematischer Darstellungen wird den Jungen erklärt, welche Möglichkeiten sie bei der Wahl der National- und Ständeräte haben.

Deutschfreiburg kaum vertreten

Für junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren, die gerne selber politisch aktiv werden möchten, könnte der Jugendrat ein idealer Einstieg sein, zumal er neue Mitglieder jederzeit willkommen heisst. Präsident Yann Grandjean jedenfalls nutzte die gestrige Medienkonferenz auch als Gelegenheit, die jungen Freiburgerinnen und Freiburger wieder einmal daran zu erinnern, dass der Jugendrat überhaupt existiert. Mehrere Mitglieder müssten derzeit ersetzt werden, Kandidatinnen und Kandidaten seien höchst willkommen (Kontaktadresse siehe Kasten).

Grandjean betonte, dass man nach Möglichkeit auf eine ausgewogene soziologische und sprachliche Zusammensetzung des Rates achte. Gerade Letzteres aber ist im Jugendrat schon seit seinen Anfängen ein grosses Problem: Deutschfreiburgerinnen und Deutschfreiburger haben sich bisher nur sehr vereinzelt beteiligt. «Ich will nicht verhehlen, dass dies ein Schwachpunkt ist, an dem wir noch arbeiten müssen», so Grandjean. Eine Schwierigkeit bei der Integration von Deutschsprachigen sei die Tatsache, dass aus finanziellen Gründen nicht alle Sitzungen und Aktivitäten vollständig zweisprachig durchgeführt werden könnten. Darin könnte für Deutschschweizer Interessenten eine Hemmschwelle bestehen.

Wertvolle Informationen
im Internet

Seit knapp einem Jahr betreibt der Jugendrat auch eine spezielle Internet-Seite von Jungen für Junge: www.hi-guide.ch. Die Seite ersetzt den gleichnamigen gedruckten Führer, der zuvor zwei Mal erschienen war, aus Kostengründen jedoch eingestellt werden musste. Junge Menschen erhalten hier eine Fülle an Informationen über kantonale und kommunale Stipendien, spezielle Jugendangebote verschiedener Banken, Wohnungssuche, günstige Verpflegungsmöglichkeiten, Sprachaufenthalte oder Fahrschulen.

Der Jugendrat

Als Alternative zu einem ursprünglich vorgeschlagenen Jugendparlament hat der Staatsrat 1999 den J
ugendrat ins Leben gerufen. Der Jugendrat ist eine ausserparlamentarische Kommission aus zwölf Mitgliedern zwischen 18 und 25 Jahren. Er ist der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft von Pascal Corminboeuf
unterstellt. Seine primäre Aufga-
be ist es, die Jugendlichen bei den Kantonsbehörden zu vertreten und diese in Jugendfragen zu bera-
ten. Der Rat verfügt über ein Jahresbudget von 10 000 Franken.

Im Jahr 2000 ist der Jugendrat bei der Wahl des Verfassungsrates zum ersten Mal öffentlich in
Erscheinung getreten. 2001 legte
er einen kritischen Bericht über
die Lehrlingskommissionen vor, und in diesem Jahr äusserte er sich zum Lehrer-Time-out im März und zur Verfassungsrevision. Ausserdem betreibt er die Internet-
Seite «hi-guide», informiert Jugendliche über Abstimmungsvor-lagen, veranstaltet Diskussions-runden («Youth Forum») und beteiligt sich an Vernehmlassungsverfahren. cs

Kontaktadresse: Jugendrat, Liebfrauengässchen 2, Postfach, 1701 Freiburg, Tel. 026 305 22 06.

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