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Vom Sportplatz zur Eisbahn

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Vom roten Hartplatzbelag auf dem Mehrzwecksportplatz ist nicht mehr viel zu sehen. Seit einigen Wochen wird auf den zwei Tennisplätzen und dem Sportplatz am hinteren Ende des Schwarzsees unterhalb des Hotel-Restaurants Bad gearbeitet. Für rund fünf Monate wird diese Sommersportanlage zu einem Wintersportangebot: Schwarzsee Tourismus baut hier eine mobile Kunsteisbahn.

Der Platz ist mit einer Plane abgedeckt, auf der eine Isolationsschicht montiert wurde. Darauf sind Röhren gelegt, durch die gekühlte Flüssigkeit fliesst. Es handelt sich dabei um Polypropylenglykol, eine Art Frostschutzmittel, das biologisch abbaubar ist. Auf das mit Werbung bedruckte Flies wird Wasser gespritzt, das gefriert – fertig ist die Eisbahn.

Zu wenig schneesicher

So einfach diese Beschreibung nun klingt, es steckt viel Aufwand dahinter, sagt Tourismusdirektor Adolf Kaeser. Er ist aber überzeugt, dass sich der Einsatz lohnt. «In den letzten fünf Jahren lag öfter wenig oder kein Schnee in den Weihnachts- und Sportferien», sagt er zu den Hintergründen für das Projekt. In früheren Jahren sei der See zudem stets zuverlässig zugefroren und oft bis zu zwei Monate lang voll begehbar gewesen. «Das war in den letzten Jahren nicht mehr so. Oft konnten wir nicht den ganzen See freigeben, weil das Eis zu wenig dick war, oder es war – wie letztes Jahr – nur an wenigen Tagen möglich.»

Mit der Eisbahn will Schwarzsee Tourismus deshalb ein Zusatzangebot für Aktivitäten draussen schaffen. «Eines, das tagsüber und am Abend zur Verfügung steht und so zu einem neuen Treffpunkt werden kann», so Adolf Kaeser. Die Eisfläche kann noch bei Temperaturen von über zehn oder gar zwölf Grad benutzt werden. «Zudem ist der Platz hier hinten ideal.» Ab Dezember erreichen keine Sonnenstrahlen mehr die Fläche – dies für gut zweieinhalb Monate. «Das sind gute Voraussetzungen für die Eisqualität.» Zudem gebe es auf diese Weise in Kombination mit der Langlauf-Loipe, die am Eisfeld vorbeiführt, einen zweiten Aktivitätenschwerpunkt im hinteren Teil des Tals.

Für Klubs und fürs Publikum

Das 25 mal 45 Meter grosse Eisfeld soll für verschiedene Sportarten zur Verfügung stehen: fürs freie Schlittschuhlaufen, fürs Hockeyspielen oder auch für Curling und Eisstockschiessen. Bereits hätten verschiedene Hockeyklubs wie jener aus Plaffeien ihr Interesse angemeldet, die Eisfläche für die Trainings zu mieten. So hat der HC Plaffeien gleich ein neues Turnier geschaffen, den Spitzfluh-Cup, bei dem mehrere Matchs unter bisher vier Teams ausgetragen werden.

Wie Adolf Kaeser ausführte, ist geplant, Angebotspakete zu schnüren, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit den lokalen Gastronomen, aber auch für die Benützer des Sport- und Freizeitzentrums im Campus Schwarzsee. Auch für Schulen, beispielsweise für Kinder, die an den Sporttagen nicht Ski fahren oder Schneeschuh laufen wollen, könne das Eisfeld eine Alternative sein, sagt der Tourismusdirektor.

Gruppen können Zeitblöcke reservieren – je nach Nachfrage werde an Tagen mit viel Betrieb mehr oder weniger Eisfläche für das freie Eislaufen vorgesehen. «Wir werden in der ersten Saison erste Erfahrungen sammeln, wie es am besten aufgeht», so Adolf Kaeser.

Umkleideräume und ein Kiosk

Zum Projekt gehört nicht nur eine Eisfläche mit Beleuchtung und Musikanlage, sondern auch eine Service-Infrastruktur. Auf dem Gelände stehen Container, in denen Umkleideräume und Duschen sowie ein Kiosk eingerichtet werden. Gleich daneben wird ein grosses Tipizelt aufgestellt, in dem Fondue angeboten wird. Der Tourismusdirektor hat denn auch schon die ersten Reservationen von Vereinen und Firmen erhalten: erst eine Runde auf dem Eis, dann zum Aufwärmen ins Fonduezelt.

Vier Monate in Betrieb

Die mobile Eisbahn wird vom 1. November 2019 bis voraussichtlich am 8. März 2020 stehen (siehe Kasten). Dann wird sie auf die Sommersportanlage zurückgebaut. Einige Installationen wie die grosse Kühlmaschine und die Container bleiben. Dafür wird einer der beiden Tennisplätze nicht mehr zur Verfügung stehen.

Jeden Tag von 9 bis 21 Uhr sorgt ein kleines Team mit 15  Teilzeitangestellten für den Betrieb. Darunter sind die Mitarbeiter im Kiosk, an der Kasse und beim Materialverleih: 300  Schlittschuhe, Helme, Hockeyschläger, Eislaufhilfen für Kinder sowie Curling- und Eisstockschiess-Material stehen zur Verfügung. Drei Eismeister sorgen für die nötige Kälte und Glätte. Die Hauptverantwortung trägt Roland Bielmann, unterstützt wird er von Hans­peter Flückiger und Urs Thalmann. Dieses Team brauche es, um die Schichten des 12-Stunden-Betriebs zu garantieren. Denn nach jedem Block – in der Regel nach anderthalb Stunden – wird das Eis während einer Viertelstunde geputzt.

Pro Tag und Quadratmeter braucht die Anlage ein Kilowatt Energie – das ist die Maximalleistung, wenn die Kühlmaschine bei hohen Aussentemperaturen auf Hochtouren laufen muss. Wenn die Aussentemperaturen tief sind, braucht es weniger oder gar keine Energie.

Ziel ist eine schwarze Null

Schwarzsee Tourismus steckt rund 650 000 Franken in den Kauf und den Aufbau der mobilen Eisbahn. Gedeckt wird dieser Betrag vor allem durch Sponsoren. Sie geben Geld oder Material. Die Gemeinde Plaffeien steuert einen Betrag bei, ebenso die Loterie Romande, dies teilweise in Form von Material für die Sportarten. Beim Aufbau haben Mitglieder des Hockeyclubs Plaffeien Freiwilligenarbeit geleistet. Zudem waren Arbeiter des Vereins für aktive Arbeitsmarktmassnahmen im Einsatz, ebenso Bewohner des Asylzentrums Guglera.

«Den Rest wollen und müssen wir selber erwirtschaften», sagt Adolf Kaeser gegenüber den FN. Er setzt darauf, dass die Eisbahn am Ende der ersten Saison eine schwarze Null schreibt. «Das geht aber nur auf, wenn der Betrieb gut läuft.»

Vorschau

Eröffnungsfest am 3. November

Die erste Saison der Eisbahn Schwarzsee beginnt am kommenden Freitag, 1. November. Dann ist die Anlage von 9 bis 21 Uhr für das Publikum offen. Am 3. November wird sie mit einem Fest offiziell eingeweiht. Das Programm sieht ab 10 Uhr kostenloses Eislaufen vor sowie Spiel und Spass mit Curling und Eisstockschiessen. Um 12 Uhr folgt die Eröffnungsfeier mit einem kurzen offiziellen Teil. Um 12.15 Uhr gehört die Bahn den Mini-Kids: Die kleinen Eiskunstläuferinnen und -läufer der Klubs Freiburg, Romont und Marly zeigen ihr Können. Um 12.45 Uhr ist ein Hockeymatch mit den Bambinis geplant. Um 13.15 Uhr gibt es einen Galamatch mit ehemaligen Hockeyspielern. Um 14.15 Uhr wird eine Schnupperlektion Eiskunstlaufen angeboten, und ab 14.45 Uhr steht die Eisfläche für kostenloses Eislaufen zur Verfügung.

Weitere Infos: www.schwarzsee.ch

 

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