Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Vom Strohring bis zum Klassiker von Tiffany

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Ein Schmuckstück ist für mich dann gelungen, wenn ich es auch selber gerne tragen möchte», schreibt Tanja Raemy über ihre Serie «Chränzli-Schmuck». Im Auftrag des Sensler Museums hat die Alterswilerin, die in Freiburg wohnt, Schmuck aus den Bestandteilen des «Chränzli», des Kopfschmucks der Sensler Festtagstracht, kreiert. Sie liess sich von einer Spezialistin in die Geheimnisse der «Schlötterleni» und der «Blüemleni» einweihen. Entstanden sind einzigartige Ringe, Ohrschmuck, Broschen, Bracelets und Haarbänder. Sie sind ab heute im Sensler Museum in Tafers ausgestellt–und wie viele andere Schmuckstücke im Museumsshop erhältlich.

Schmuck drückt etwas aus

Die Besucher der neuen Wechselausstellung, die gestern Abend Vernissage feierte, sollen sich Gedanken darüber machen können, weshalb ihnen welcher Schmuck gefällt. Vor dem Rundgang können sie ein Schmuckstück auswählen, das sie während des Besuchs im Museum tragen. Im ersten Stock liegt ein Büchlein bereit, in welchem sie festhalten können, weshalb sie sich gerade für diese Kette, diesen Ring oder dieses Armband entschieden haben. «Denn oft sind Schmuckstücke symbolisch», erklärte Museumsleiterin Franziska Werlen an der gestrigen Medienorientierung.

Werke aus der Region

Die Ausstellung «Schmück Dich!» ist in Zusammenarbeit mit dem Strohatelier Rechthalten, der Goldschmiedin Anna Coudray-Meuwly, dem Museum Murten und Tanja Raemy entstanden. Sie führt die Besucher durch die Kulturgeschichte des Schmucks. So sind im ersten Stock archäologische Fundstücke aus Mumiengräbern ausgestellt, Fundstücke von Ausgrabungen aus der Bronzezeit in der Umgebung von Murten oder auch afrikanischer Schmuck aus der Kaurimuschel, der bis heute hergestellt wird. Viele der Stücke stammen aus der Sammlung des Museums Murten.

 Im Fokus der Ausstellung stehen aber auch ganz traditionelle Stücke aus dem Senseland wie das Agnus Dei, das Amulett der Chränzlitracht. Das Strohatelier Rechthalten zeigt, wie aus Stroh Schmuck wird, und präsentiert traditionellen und modernen Strohschmuck. Der Besucher erfährt zudem, wie die Herstellung der Strohartikel verläuft.

Alteisen mit Edelsteinen

Auch Werke der Goldschmiedin Anna Coudray-Meuwly, die in Düdingen ein Atelier betreibt, sind ausgestellt. «Metall-morphose» heisst die Schmucklinie, die sie 2012 zusammen mit dem Alteisen-Künstler Bertrand Kurzo realisiert hat. Sie verbindet Alteisen mit hochwertigen Materialien wie Gold, Silber, Edelsteinen und Perlen. Nicht fehlen dürfen auch ganz klassische Schmuckstücke wie der noch heute sehr beliebte Solitär-Verlobungsring von Tiffany, das Armkettchen für Kinder mit der Namensgravur, der Autoschlüssel-Anhänger mit dem heiligen Christophorus, dem Schutzpatron der Autofahrer, oder auch ein Schutzengel-Anhänger. Die Besucher erwartet ein buntes Kaleidoskop aus Material, Form und Farbe.

Sensler Museum,Tafers. Bis zum 3. August 2014. Öffnungszeiten: Do. bis So. von 14 bis 17 Uhr. Erster Freitag im Monat geschlossen.Geführte Besichtigungenheute (17. Mai) um 14.30 Uhr sowie am So., 29. Juni, um 14.30 Uhr.

Dauerausstellung: «Wir haben zu wenig Depotmöglichkeiten»

D ie im September neu eröffnete Dauerausstellung des Sensler Museums hat weniger Besucher angelockt als erwartet (FN vom 1. Mai). «Es braucht wohl eine längere Anlaufphase», sagt Stiftungsratspräsident Beat Hayoz. Mit Führungen wolle das Museum aufzeigen, dass die neue Ausstellung einiges zu bieten habe. Eine Schwierigkeit seien die knappen Platzverhältnisse. «Wir haben eindeutig zu wenig Depotraum», so Hayoz. Dieser würde es dem Museum ermöglichen, öfters Gegenstände abwechselnd auszustellen.

Der Stiftungsrat habe sich unter anderem vorgenommen, den Betrieb zu optimieren, differenzierter um die Besucher der Wechselausstellungen zu werben und neue Projekte zu wagen. So existiere beispielsweise noch kein Film über den Sensebezirk. Dieser könnte im Museum gezeigt werden, so Hayoz. ak

Mehr zum Thema