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Von den Roland-Bretzeli aus Murten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In der Firma Roland AG in Murten ist es warm: «Besser, sie ziehen ihre Mäntel ab für den Rundgang», sagt Marc-André Cornu, Geschäftsführer und gleichzeitig Inhaber der Roland AG, und lacht. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens ist ein Gang durch die Produktion erlaubt. Es ist laut in dem Fabrikgebäude, Maschinen laufen auf Hochtouren, es riecht nach Backwaren und ist wegen der Öfen tatsächlich warm. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontrollieren die Abläufe, andere sind emsig wie die Bienen am Verlesen und Einpacken von Backwaren. «Es ist gar nicht so einfach», sagt Anne Dartois, Leiterin Qualität und Entwicklung der Roland, und blickt dabei auf drei Arbeiterinnen, die Knäckebrot bündeln und einpacken. «Ich habe es selber versucht–zum Vergnügen unserer Mitarbeitenden, denn es gelang überhaupt nicht», sagt Dartois und lacht.

Maschine läuft seit 50 Jahren rund

Der Renner bei den Kunden sind die Laugenbretzeli. Ist der Teig geknetet, formt eine Maschine Stränge. Der Stolz der Firma und wohl auch das Kapital ist jedoch jene Maschine, die die Stränge formt. «Das ist wohl die einzige Maschine auf der Welt, die mechanisch funktioniert und Bretzeli herstellt», erklärt Dartois. Sie stamme aus den 60er-Jahren und sei seither in Betrieb. Wie mit kleinen Händchen schwingt die Maschine die Stränge in ihre Form. Zwölf Schlingenköpfe hat die Maschine, die aus den USA stammt. Laufen alle, legt die Maschine 28 000 geschwungene Bretzeli pro Stunde auf das Laufband. Das Auge hat kaum Zeit, den Vorgang genau mitzuverfolgen.

20 Nationalitäten

«Wir arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb», sagt Dartois. Die Produktion laufe Tag und Nacht. Immer ist jemand in der Nähe und kontrolliert, ob alles rund läuft. Hat sich der Teig auf einem Schlingenkopf verklebt, eilt eine Mitarbeitende schnell daher und behebt den Fehler. «Ungefähr jede Stunde wechseln die Mitarbeitenden ihren Arbeitsplatz innerhalb einer Produktionslinie», erklärt die Leiterin Qualität und Entwicklung. Das sei wichtig: «So müssen sie nicht die ganze Zeit sitzen, wie beim Verpacken, oder immer stehen.» Menschen aus über 20 Ländern arbeiteten in der Roland in Murten, die meisten der Angestellten seien Ausländer, es habe jedoch auch einige Schweizer dabei, so Dartois.

Auf dem Laufbahn fahren die Bretzeli ins Laugenbad. Danach gehts für sieben bis acht Minuten in den Backofen. In die Plastikschale gelegt werden die Bretzeli von Hand. Die Folien-Verpackung wiederum ist der Job einer Maschine. Jene Bretzeli, bei denen ein Stück abgebrochen ist, oder auch solche, die auf ihrem Produktionsweg auf dem Boden gelandet sind, landen in einem speziellen Korb. Diese Bretzeli seien für die Tierfütterung, sagt Dartois. Die verpackten Waren müssen aber noch eine Prüfung bestehen: Ein Metalldetektor untersucht und eine Waage wägt sie. «Der Detektor meldet auch das kleinste Teilchen Stahl.» Dies komme jedoch sehr selten vor.

Kommende Woche finden anlässlich des Jubiläums für die Öffentlichkeit zwei Tage der offenen Tür statt.

Roland Murten,Freiburgstrasse 49, Murten. 23. und 24. Mai, Tage der offenen Tür.

Die Maschine ist seit den 60er-Jahren in Betrieb. Schön braun verlassen die Bretzeli den Ofen. Noch die Verpackung und die Bretzeli sind parat für die Auslieferung. 

Zahlen und Fakten

Roland-Bretzeli gibt es in 40 Ländern

Leopold Schöffler hat die Roland Murten AG1939gegründet. Schöfflers Sohn hiess Roland; vermutlich suchte er sich deshalb diesen Firmennamen aus.2008übernimmt die Cornu SA die Roland Murten AG. In der gesamten Cornu-Gruppe sind rund360Personen angestellt. In Murten arbeiten rund100Angestellte. Rund60Prozent des Umsatzes der Roland Murten AG werden im Ausland generiert. Die Firma ist mit ihren Dauerbackwaren in mehr als40Ländern weltweit vertreten. In der Fabrikationshalle in Murten gibt essechs Produktionslinien: Bretzeli, Laugensticks, Zwieback, Knäckebrot mit Backhefe (Warmbrot), durch Luftzugabe gelockertes Knäckebrot (Kaltbrot) und Blätterteigflûtes.emu

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