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Von der NLB an Europas Spitze

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Volero Zürich, das ist in erster Linie Stav Jacobi (47). Anfang der 1990er-Jahre kam der ehemalige Zuspieler des ZSKA Moskau in die Schweiz. Zu diesem Zeitpunkt hatte der mittlerweile eingebürgerte Russe bereits viel erlebt: 730 Tage Militärdienst in der DDR, Jurastudium, Sekretär des Juristenverbandes der UdSSR. Weil Jacobi das Geld fehlte, um sein Ziel, in New York den Doktortitel zu machen, zu realisieren, zog es ihn nach Zürich. Hier baute er sich zahlreiche Geschäftsfelder auf, etwa im Immobilienbereich. 2002 begann er, das NLB-Team von Volero zu trainieren. Der ehrgeizige Jacobi wollte jedoch höher hinaus, viel höher. Er investierte, engagierte sich und trieb an. Heute ist er der Präsident eines europäischen Spitzenteams. Der Geschäftssinn Jacobis widerspiegelt sich auch im Finanzierungsmodell von Volero. Über 30, meist junge internationale Spielerinnen stehen beim Klub unter Vertrag. Die Hälfte davon ist für gutes Geld an andere Klubs ausgeliehen.

Konkurrenz erwünscht

Ohne Zweifel, Volero ist eine Erfolgsgeschichte. Daran ändern auch Niederlagen wie jene im Viertelfinal der Champions League gegen Eczacibasi Istanbul, als der «golden set» entscheiden musste, nichts. «Wir haben uns mit Würde aus dem Wettbewerb verabschiedet», sagt Jacobi nach dem bitteren Out. Auf der nationalen Ebene indes kennt Volero das Wort «Misserfolg» nur noch vom Hörensagen. Seit dem 29. Januar 2012 sind die Zürcherinnen ungeschlagen. Dabei hätte Jacobi nur zu gerne grössere Gegenwehr in der NLA, gerade im Hinblick auf die Königsklasse. «Uns könnte nichts Besseres passieren als stärkere Konkurrenz. Die fehlende Spannung in der NLA wirkt sich unweigerlich auf die Champions League aus. Dort ist im Gegensatz zur NLA kein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Gegner möglich.» Aus diesem Grund arbeitet Volero mit einigen Klubs wie zum Beispiel Sm’Aesch Pfeffingen eng zusammen, um das Niveau der NLA zu erhöhen. Auch wenn es in diesem Jahr noch nicht geklappt hat, der Traum vom Sieg in der Champions League bleibt. «Das wäre eine Leistung, die ihresgleichen sucht. Der internationale Volleyballverband ist mit 220 Mitgliedern einer der grössten der Welt.» Und dennoch, mehr als ein paar Tage darüber freuen würde er sich nicht, sagt Jacobi. «Zu siegen kann nicht der Sinn des Lebens sein. Viel wichtiger ist mir, dass sich die Spielerinnen ständig verbessern und etwas lernen.»

Emotionen, etwas aufbauen, es sind insbesondere diese Aspekte, die Jacobi anspornen. Dementsprechend gross ist der Respekt vor der Arbeit Christian Marbachs. «Chapeau, was er in Düdingen leistet. Das verdient Anerkennung. Mehr als Klubs im Ausland, die nur verwaltet werden, aber keine Seele haben.» Und obwohl es über den Sieger von morgen keine zwei Meinungen gibt, sagt Jacobi: «In jedem Cup-Spiel gibt es eine Eigendynamik …»

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