Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Von der Subkultur zur anerkannten Kunst

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Aus dem einst verpönten «Sprayen» ist in Städten wie Paris, London oder New York längst eine anerkannte Kunstform geworden: Meisterhafte Graffitis und Wandgemälde verschönern Mauern und Fassaden und sind beliebte Fotosujets für Touristen. Die Stadt Freiburg ist davon weit entfernt. Es gebe hier keine nennenswerte Graffiti-Kultur, sagt der Künstler Raphaël Demierre, der soeben das Projekt «92  m²» in der Manor-Galerie realisiert hat (siehe Artikel oben). Zu lange habe man Graffiti-Künstler und illegale Sprayer in einen Topf geworfen und polizeilich verfolgt.

Jetzt aber hat auch die Stadt Freiburg die Street-Art als Kunstform entdeckt. Sie beteiligt sich nicht nur am Projekt «92  m²», sondern hat kürzlich auch die St.-Bartholomäus-Unterführung (Saint-Barthélemy) im Schönberg-Quartier zum Street-Art-Raum erkoren: Sechzehn Künstlerinnen und Künstler, viele von ihnen aus Freiburg, haben die Unterführung Ende September im Auftrag der Stadt neu gestaltet. Man sei gezielt an einen Ort gegangen, an dem schon immer viel gesprayt worden sei, sagte Natacha Roos, Vorsteherin des städtischen Kulturamts, gegenüber den FN. Der Preis dafür sei, dass in der Zwischenzeit schon wieder erste Sprayereien und Tags aufgetaucht seien, die die neuen Wandkreationen verunzierten. «Das gehört dazu, und wir sind dabei, Lösungen zu finden, unter anderem mit dem Quartierverein und dem Präventionsverein Reper.» Das Street-Art-Projekt im Schönberg sei nicht nur ein Kunst-, sondern auch ein Sozialprojekt. «Repression ist keine Lösung; wir suchen die Zusammenarbeit.»

Die Street-Art erlebe jetzt, was vor vierzig Jahren in der Musik- oder in der Theaterszene passiert sei: den Übergang von einer alternativen Subkultur zur anerkannten Kunstform. «Da sind Reibungen normal.» Eine gesunde Kunstszene brauche beides, so Natacha Roos: kreative Projekte ausserhalb der Normen und die institutionalisierte Kunst.

Die Stadt Freiburg wolle die Street-Art und generell die Kunst im öffentlichen Raum weiter fördern, wie dies auch die Strategie «Kultur 2030» vorsehe. Weitere Projekte seien in Planung, aber noch nicht ganz spruchreif. «Auf jeden Fall gibt es auch in Freiburg sehr interessante Künstlerinnen und Künstler, die den öffentlichen Raum bespielen und die viel Potenzial haben. Das wollen wir nutzen und fördern.» cs

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema