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Von Drogen und alten Frauen

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Von Drogen und alten Frauen OS Sense sagt am «Tag des Leitfadens», was die Schüler zu tun und lassen haben Den Eltern dabei helfen, den Kindern klare Grenzen zu setzen. Das ist das Ziel des pädagogischen Leitfadens des Kantons. Am nächsten Freitag helfen auch OS und Primarschulen des Sensebezirks mit. Von MATTHIAS FASEL «Alle andern dürfen das auch.» Dieses Argument soll für die Jugendlichen in Zukunft nicht mehr zum Trumpf einer jeden Auseinandersetzung mit den Eltern werden. Um Kinder und vor allem auch Eltern darüber zu informieren, was in- und ausserhalb der Schule erlaubt ist, waren im Februar 30 000 Erziehungs-Leitfäden verteilt worden. In diesen Faltprospekten steht beispielsweise geschrieben, ab welchem Alter ein Kind alleine in die Disco gehen oder Bier trinken darf. Aber auch, dass man auf öffentlichen Grund weder spucken noch pinkeln darf. «Viele Werte und Normen, die Jahrzehnte lang fest verankert waren, werden in Frage gestellt», begründete die zuständige Staatsrätin Isabelle Chassot die Herausgabe des Leitfadens gestern gegenüber den Medien. Soziale Kontrolle verstärken Nun wollen es die kantonalen Erziehungs-, Sicherheits- und Gesundheitsdirektionen nicht dabei belassen. Ziel ist es, ein Mindestmass an Werten und Normen, die für ein geordnetes Zusammenleben unentbehrlich sind, wieder in den Köpfen zu verankern. So dass in Zukunft wieder der Kopf geschüttelt wird, wenn ein Jugendlicher im Bus einer alten Dame den Sitzplatz nicht überlässt. Die soziale Kontrolle soll wieder greifen. Dazu braucht es natürlich eine gewisse Kontinuität in der Kampagne. Als erster Schritt in Deutschfreiburg wird am nächsten Freitag auf Initiative von Oberamtmann Marius Zosso und der OS Sense ein «Tag des Leitfadens» durchgeführt. Eine Arbeitsgruppe hat den vier OS-Zentren der Region verschiedene Möglichkeiten vorgelegt, wie dieser Tag ablaufen soll. Alle Schulen haben sich für das Modell entschieden, den 8. September als Starttag anzusehen. Einen halben Tag lang wird anhand von Ateliers über Themen wie Vandalismus, Rauchen oder Chaten informiert und diskutiert. Die Themen, die nicht aufgegriffen werden können, werden in den darauffolgenden Wochen während der Lebenskunden-Stunden behandelt. Wie das in der Praxis aussehen kann, erklärte Marcel Aeby, Direktor der OS Tafers. Dort werden die Schüler zunächst einmal die eigene Hausordnung mit dem Leitfaden vergleichen. Danach wird sich der zweite Kurs mit den Tücken des Rauchens und der dritte Kurs mit denen des Alkohols befassen. Auch Primarschulen beteiligt Beteiligen werden sich an diesem Tag auch einige Primarschulen. So wird in Schmitten unter der Leitung von Schulpräsidentin Bernadette Mäder über das Streitschlichtungsprogramm diskutiert und die Pausenplatzregeln für das neue Schulhaus überarbeitet. Hauptverantwortung bei Eltern Auch wenn es sinnvoll sei, in der Schule über Erziehung zu reden, liege die Hauptverantwortung immer noch bei den Eltern, erklärte Isabelle Chassot. Deshalb wird an den Elternabenden über den Leitfaden diskutiert und der Prospekt noch einmal verteilt. Nicht alle Eltern sind immer über die Hilfe erfreut. «Das geht euch nichts an», bekomme Marcel Aeby manchmal auch zu hören, wenn er die Eltern auf Vergehen der Kinder aufmerksam mache. Diese Eltern wird man wohl auch mit der umfangreichsten Aufklärung nicht erreichen. Es gebe aber auch Eltern, die schlicht nicht wüssten, was sie ihren Kindern erlauben und was verbieten sollten. Bei dieser Unsicherheit soll der Leitfaden helfen. «Wir werden uns vehement wehren» Für die OS Sense wird die Bekanntmachung des Leitfadens mit diesem Projekt noch nicht zu Ende sein. Noch dieses Jahr sollen weitere Aktionen stattfinden. «Wir werden uns vehement dagegen wehren, dass in den Schulen ein schlechtes Klima Einzug hält», gab sich Walter Fasel kämpferisch. Eine Arbeitsgruppe ist daran, eine Charta für das Zusammenleben in der Schule auszuarbeiten.

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