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Von einem, der keine Grenzen kannte

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Zum Interviewtermin beim Jo-Siffert-Brunnen in Freiburg erscheint Niklaus Talman mit frisch gezüchtetem Schnauz, den er stolz zwischen den Fingern zwirbelt. Weder der Ort noch der Schnurrbart sind Zufall: Der Schauspieler bereitet gerade eine szenische Lesung mit Texten von und über Jean Tinguely vor, die diese und nächste Woche im Théâtre des Osses in Givisiez und im Espace Jean Tinguely in Freiburg zu sehen ist. Den Schnauz habe er extra wachsen lassen, sagt er, weil er dabei in die Rolle Tinguelys schlüpfen werde.

«Unglaubliche Texte»

Der 25. Todestag von Jean Tinguely habe ihn auf die Idee mit der Lesung gebracht, so der Schauspieler, der den Künstler persönlich gut kannte. Zusammen mit den Verantwortlichen des Théâtre des Osses und des Espace Jean Tinguely habe er das Projekt im Rahmen des von Stadt und Kanton organisierten Tinguley-Jahres 2016 entwickelt. Zweisprachig und musikalisch sollte die Lesung werden. Talman tat sich darum mit den französischsprachigen Schauspielern Alain Guerry und Geneviève Pasquier und mit dem Musiker Gustav zusammen.

Viele der verwendeten Texte stammen aus dem Archiv des Museums für Kunst und Geschichte und des Espace Tinguely. «Wir sind auf unglaubliche Texte gestossen, die Jeannot selber geschrieben hat», so Talman. «Seine Aussagen machen deutlich, wie sehr er seiner Zeit voraus war, etwa wenn es um die Gleichstellung von Mann und Frau ging.» Zu Tinguelys eigenen Texten kommen solche, die Freunde und Vertraute über ihn geschrieben haben, zum Beispiel seine Ehefrauen Eva Aeppli und Niki de Saint Phalle oder sein Freund Bernhard Luginbühl.

 «Anhand der Texte wollen wir die Essenz dessen zeigen, was Tinguely ausmachte», so Talman. Ein Wort komme ihm dabei zuallererst in den Sinn: «Grenzenlos.» Jean Tinguely habe keine Grenzen gekannt und keine Grenzen akzeptiert. «Eines seiner liebsten Hobbys war, über Abschrankungen und Barrieren zu klettern–und dies mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass nie jemand intervenierte.»

Grenzen überschreiten und offen sein für Neues: Das macht auch die Arbeit des Schauspielers Niklaus Talman und des Musikers Gustav aus, die schon öfters zusammengearbeitet haben. Zum Tinguely-Projekt sagt Gustav: «Es ist eine gute Idee rund um einen Künstler, dessen Werke bis heute faszinieren.» Für den musikalischen Teil der Lesung hat Gustav denn auch mit den Geräuschen verschiedener Tinguely-Skulpturen gearbeitet und diese zu einer passenden Tonspur vereint–ganz so, wie es Tinguely gefallen hätte.

Programm

Die Lesung wird mehrmals aufgeführt

Mi. und Do., 11. und 12. Mai,im Théâtre des Osses in Givisiez: 19.30 Uhr; vorher fakultatives Abendessen (ab 18 Uhr). Beides auf Reservation: 0264697000.

Do., 19. Mai,im Espace Jean Tinguely in Freiburg (19 Uhr).

Sa., 21. Mai,im Rahmen der Museumsnacht im Espace Jean Tinguely (Auszüge; um 19.30 und 21 Uhr).cs

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