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Von Epa-Männern und Fötenquartetts

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Von Epa-Männern und Fötenquartetts

Pleiten, Verschreiber und Fehler: Der etwas andere Jahresrückblick

Wo gearbeitet wird, da passieren Fehler, und Schadenfreude ist die schönste Freude – unter diesem Motto ist dieser etwas andere FN- Jahresrückblick zu verstehen. Einige witzige Pannen und Verschreiber, die sich während des Jahres auf die FN-Seiten eingeschlichen haben oder gerade noch vermieden werden konnten, sind auf dieser Seite verarbeitet.

In der Epa gab es noch richtige Männer

Was so ein kleiner Bindestrich alles bewirken kann …: in der Reportage um die Schliessung des Kaufhauses Epa in Freiburg wurde das Warensortiment aufgezählt:

Dazu kam auch gleich ein passender Kommentar von einer ehemaligen Journalistenkollegin, die sich an ein altes Sprüchlein ihrer Grossmutter erinnerte: «I der Epa, i der Epa, i der Epa cha mù haa – für 75 Rappe – a füdleblùtta Maa!»

«De Hans im
Schnäggeloch …»

A propos Verschreiber: Auch die Amtsstellen sind vor Verschreibern nicht gefeilt. In der Aufzählung der Delikte, die vor dem Bezirksstrafgericht des Sensebezirks im Januar 2003 verhandelt wurden, war ein ganz schlimmer Fall dabei:

Und auch die werte Lehrerschaft muss sich gegen die Tücken der Rechtschreibung wehren. In einer Medienmitteilung zum «Time Out» ist die Rede von «Sparrmassnahmen» und «perfied» .

Und sogar einem gelehrten Professor für Deutsch an der Universität Freiburg kann so etwas passieren: «Die Gestelle mit den Fellen lehrten sich gegen Mittag gänzlich.»

Wie Journalisten sind auch Mediensprecher von Parteien vor Verschreibern nicht sicher. Die CVP forderte im Zusammenhang mit den Bundesratswahlen die anderen Regierungsparteien auf, «inhaltliche Gespärche » aufzunehmen und die SVP Sense distanzierte sich im Zusammenhang mit ihrer oppositionelleren Politik vom «Zürcherstiel» .

Die Schweizerische Depeschenagentur erwähnte die «Ströhmung» der Veveyse und in der kantonalen Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft war von einer speziellen Amtsstelle die Rede:

Konkurse

Fehler gefunden? Da hat der Verfasser des Bulletins im Amt für Statistik wohl die schlechte Wirtschaftslage etwas zu ernst genommen: Konjunktur oder Konkurs ?

Tipp für
Kleinwüchsige

Beim SC Düdingen können auf Wunsch noch ein paar Zentimeter nachgeliefert werden. Wenn sogar der Trainer verlängert worden ist, dann stehen sicher noch weitere Zentimeter zur Verfügung.

Das ist aber schnell gegangen

Manchmal gilt es in der Hektik der Zeitungsproduktion eine überflüssige Zeile möglichst effizient zu kürzen, und dann kann es so weit kommen, dass Geburt, Jugend und Erwachsenwerden ziemlich strikt zusammengefasst werden:

Auch ein Fall von Eile: Weil der Begriff «Bösinger Gewerbeausstellung» etwas lang ist, wurde der zuständige Redaktor kreativ und hat in einer Legende nach dem Vorbild «Düdex» und «Wüflex» kurzerhand die «Bösex» erfunden.

Und noch ein Fall von «Kurz, bündig und falsch»:

Apropos Fall. Natürlich wurde der Fall verschoben und nicht das Tötungsdelikt!

Ein neuer Kanton?

Ein, zwei Buchstaben zu viel oder zu wenig

Wein an Weihnachten : Im Museum für Kunst und Geschichte war Ende dieses Jahres ein besondere Ausstellung zu sehen – zumindest, wenn es nach der Einladung an die Redaktion geht:

Schon im humoristischen Rückblick im letzten Jahr bekam der «Borkenkämpfer» einen Ehrenplatz. Auch dieses Mal ist er dabei:

Wem, wessen, wen oder wer, ist hier die Frage:

Und bei diesem tollen Wettbewerb gab es kein Goldvreneli zu gewinnen – nein, etwas viel Grösseres:
Im Februar 2003 fand eine ganz besondere Veranstaltung an der Universität Freiburg statt: «Das Symposium wendet sich besonders an AnwältInnen, RichterInnen, GerichtsschreiberInnen, MediatorInnen, SozialarbeiterInnen, EhebraterInnen , Vormundschaftsbehörden und Sozialhilfestellen.»

Bei einem Brand in einem Pferdezentrum in Bellelay berichtete die Nachrichtenagentur von Freiburger Pferden – keine neue Rasse, sondern nur ein kleiner Verschreiber.

Wenn es um Titel geht, ist Vorsicht geboten:

Gerade noch gerettet

Für diese Rubrik gäbe es wohl Material in Hülle und Fülle. Wie zum Beispiel der Bericht eines Korrespondenten über ein Konzert, in dem er auf das ausgezeichnete «Fötenquartett» hinweist.

In die Vorstellung der drei Service-Clubs, die sich an der Düdex präsentierten, hat sich ein ganz neuer eingeschmuggelt: «Kiwanis, Lions und Rotaris » – da war der Autor mit den Gedanken wohl noch beim letzten Eishockeyspiel.

Auch Nachrichtenagenturen sind vor Verwechslungen nicht gefeit: Nach dem Brand des Kulturzentrums in Freiburg kam kurze Zeit später die Berichtigung der Meldung:

… aber eigentlich hiess das Zentrum « Nouveau Monde ».

Zum Jahr des Wassers: Wie heisst schon wieder das köstliche Nass, das mit oder ohne Kohlensäure erhältlich ist?

Stilblüten

Auch die Rubrik Stilblüten enthält eine Fülle von wunderbaren Beispielen, was mit der Sprache alles falsch beschrieben werden kann. Wie etwa nachfolgender Artikel, der die Feierlichkeiten zu einem 90. Geburtstag beschreibt:

«Bei noch geistiger Frische und guter Gesundheit konnten Ammann Otto Lötscher und Gemeinderat Josef Zbinden am 18. März der Jubilarin Rosa Häusler zu ihrem hohen Geburtstag gratulieren …»

Wer ist denn da nun geistig frisch: der Ammann, der Gemeinderat, die Jubilarin oder gar der Schreibende?

Sehr amüsant auch die Meldung der Nachrichtenagentur über eine Historiker-Tagung. Zuerst wurde gemeldet, die Historiker treffen sich im Zusammenhang mit der Rolle der Schweiz im zweiten Weltkrieg unter dem Motto «Erinnern und Vergessen» . Kurze Zeit später kam die Berichtigung: Die Tagung heisst «Erinnern statt Vergessen» .

Und ganz klar ist auch diese Erkenntnis in einem Bericht über ein Adventskonzert: «Als Leitmotiv diente ihm dazu ein roter Faden.»
Schön ist auch der Abschiedsgruss von Grossratspräsident Charly Hänni an die Grossratsmitglieder und Medienleute: «Ich benütze die Gelegenheit, Sie mit unserem Kanton dem Machtschutze Gottes zu empfehlen.»
Und wenn wir grad von Übersetzungen sprechen, auch die Kollegen von der «Liberté» sind vor einem Buchstabensalat nicht gefeit:

Manchmal wird den Journalistinnen und Journalisten die Arbeit auch nicht gerade leicht gemacht. Das Redigieren von einigen Pressemitteilungen verlangt oft viel Geduld und ein grosses Einfühlungsvermögen, etwa wenn der Alevitisch-Bektaschi-Verein Freiburg in einem seitenlangen Schreiben den Unterschied zwischen Schiiten und Aleviten zu erklären versucht: «Der türkische Staat bemüht sich seit den 50-er Jahren, aber verstärkt seit den 80-er Jahren, durch sunnitische Geistliche, die in die alevitischen Dörfer geschickt werden, und durch d

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