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Von Farbimpressionen und Rhythmen

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«Ich bin immer am Machen und Schaffen», sagt der Kunstmaler Ivo Vonlanthen in seinem Atelier in Villars-Sur-Glâne, von wo aus man einen wunderbaren weiten Blick in die offene Natur und auf die beiden Flüsse ­Saane und Glâne hat. Die Szene gleiche einer Urlandschaft, wie Vonlanthen sagt. Seine Zeichnungen und Gemälde sind stets inspiriert von der Natur. Das Atelier und mit ihm sein zentraler und doch einsamer Standort sei damals ein richtiger Glücksgriff gewesen, und gleichzeitig ein Zufall, dass er es bekommen habe, erzählt der 61-jährige Sensler, der seit vielen Jahren in der Stadt Freiburg zu Hause ist.

Liebe zur Aquarellmalerei

Besonders die Aquarellmalerei hat es Ivo Vonlanthen angetan. Dabei verwendet Von­lan­then am liebsten ein ganz dünnes, fast transparentes Japanpapier, auf dem er mit weichen Kaligraphiepinseln seine Impressionen von der Natur wiedergibt. Oft streift der Künstler auf Wanderungen und Spaziergängen umher und lässt sich vom Licht, den verschiedenen Formen und unterschiedlichen Farben der Jahreszeiten inspirieren. Manchmal seien die Aquarelle auch einfach Farbimpressionen, die nicht mehr erahnen lassen, was der Künstler in der Natur ursprünglich gesehen hat und abbildet. Die Aquarellfarben werden dann zu regelrechten Rhythmen, die ineinander übergehen und verschmelzen. Von einem Nachmittag im Freien bleiben Vonlanthen ein oder zwei Aquarelle, die er dann sorgfältig auf ein stabileres Hintergrundpapier klebt und in Serien sammelt. So entstand kürzlich eine Aquarell­serie zum Thema «Wind», die er in Genf ausstellen durfte. Die fertigen Gemälde erinnern an die chinesische Landschaftsmalerei, die Ivo Vonlanthen sehr bewundert und deren feine, fast transparente Linien in seinen Werken ebenso präsent sind. Auch der Maler Cézanne zählt zu den direkten Vorbildern und Inspirationsquellen von Vonlanthen, der sich seit seiner Ausbildungszeit in Luzern intensiv mit Licht und Natur befasst. Selbst die monochromen und düstereren Werke des Kunstmalers thematisieren die Natur. Aber auch hier gilt: Auch die Natur kann düster sein. Für die Titel seiner Werke lässt sich Ivo Vonlanthen gerne von Gedichten inspirieren. Beispielsweise von der Dichtergrösse Nelly Sachs.

Inspiration beim Reisen

Ivo Vonlanthen ist für seine Kunst weit gereist. Nach einem Aufenthalt im Amazonasgebiet entstand eine Gemäldesammlung zu den Wäldern jener Gegend die er «An den Ersten Wald» taufte. Aber auch im Yukon, im Nordwesten von Kanada, wo die Landschaft rau und unberechenbar ist, hat sich der Maler schon aufgehalten und inspirieren lassen. Die Vegetation extrem rauer Orte und deren teils magischen Lichtverhältnisse, wie sie etwa in Island und generell dem hohen Norden zu finden sind, faszinieren den Kunstmaler. «Solche extremen Lichtverhältnisse zwischen tiefen, rauen Schluchten und hohen Bergen, wo mit der Vegetation dann alles zusammenkommt und verschmilzt, sind für einen Maler eines vom Faszinierendsten», sagt Vonlanthen, der gerade von einer Reise aus dem im Tessin gelegenen Onsernonetal zurückgekehrt ist. Dort hat er sich, mit seinem Aquarellkasten ausgerüstet, Zeit genommen, das zu tun, was er am liebsten macht: die Natur beobachten.

Konzentriert auf Wesentliches

Während des Lockdown hat sich Ivo Vonlanthen intensiv mit einem Baum vor seinem Atelier beschäftigt. «Es war gerade Frühling, und in dieser Jahreszeit ist das Licht in den Blättern intensiv, fast magisch», sagt er. Er hat sich dem Baum jeden Tag mit einem neuen Aquarell gewidmet. Immer sah die Szene vor seinem Atelier lichttechnisch etwas anders aus, so unterscheiden sich auch die gesammelten Aquarelle von Tag zu Tag in ihrer Grundstimmung. Manchmal wirken sie düster, wenn Vonlanthen Farben in Erd­tönen verwendet.

Aber auch sonst hat Ivo Vonlanthen die Zeit im Lockdown genutzt: Zusammen mit einer Künstlerkollegin hat er an einem Wettbewerb für die Kathedrale gearbeitet. Das habe ihm gutgetan. So konnte er sich bei seiner Arbeit auf das Wesentliche konzentrieren und hatte das Gefühl, mit seinem Sachverstand ein gefragter Experte zu sein. Ein Leben von der Kunst sei aus ökonomischer Sicht nicht immer ganz einfach, betont Vonlan­then. Er sei sich dessen aber bewusst und arbeite neben der Tätigkeit als Restaurator an Kirchengemälden auch als Stellvertretung im Bildnerischen Gestalten an Mittelschulen und gebe in seinem Atelier gelegentlich Beratungsseminare zum Thema Kunst.

In einer Serie widmen sich die «Freiburger Nachrichten» den Kunstschaffenden im Kanton. Das Interesse gilt allen Kunstformen: der bildenden, darstellenden, musikalischen und literarischen Kunst. Nach dem Corona-Lockdown soll den Künstlern so ein wenig der ihnen gebührenden Aufmerksamkeit zurückgegeben werden.

Zur Person

Ein Mann der Bilder

Der 61-jährige Ivo Vonlanthen stammt aus Niedermuhren bei St. Antoni. Nach dem Kollegium Sankt Michael besuchte er in Luzern vier Jahre lang die Kunstgewerbeschule. Ivo Vonlanthen zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Freiburger Künstlern. Immerzu sind seine Werke von der Natur inspiriert. Viele Zeichnungen und Aquarelle entstehen direkt auf seinen Wanderungen und Spaziergängen, grosse Ölgemälde später in seinem Atelier in Villars-sur-Glâne. Einzelausstellungen hatte der Sensler unter anderem im Jahr 2000 im Museum für Kunst und Geschichte Freiburg.

vk

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