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Von Helden und Koffern

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Eva Bertschy

Prügeln – Ist das Heldentum? Die jungen Schauspieler der Theater-Werkstatt haben die Enttäuschung über das Dasein eines Helden in Szene gesetzt. Während eines halben Jahres erarbeiteten sie in zwei Gruppen ein Stück, das nicht nur Unterhaltung bringt, sondern auch einiges zu bedenken gibt. Denn wer hätte gedacht, dass sie am Ende weder Sherlock Holmes noch Britney Spears sein möchten und den angeblichen Vorbildern derart kritisch gegenüberstehen?

Figuren selber entwickelt

Am Anfang haben die beiden Theaterpädagoginnen Sabine Geier und Davina Siegenthaler ihren Schauspielern die Frage gestellt, was ein Held sein kann, wie sie ihren Helden haben möchten. Sie überliessen es ihnen, ihre Figuren selber zu entwickeln. Dann erst brachten sie die verschiedenen Stationen der Handlung ins Spiel, die sie gemeinsam weiterdachten. Sie hatten sich dieses Jahr dafür entschieden, ohne literarische Vorlage zu arbeiten und selber den Stoff und die Handlung des Stückes zu entwickeln.

Es beginnt mit der Wiederholung der immer gleichen Szene am Filmset der Bond Productions. Sabine Geier erzählt, wie sie diese Szene so oft durchspielten, dass die Kinder plötzlich die Frage stellten: «Müssen wir denn wirklich Helden spielen?» Dann gingen sie auf den Kameramann los, der versucht hatte, sie für weitere Wiederholungen zu motivieren. Also brachten sie diese Szene ins Stück ein.

Koffer als Allegorie

Dann sind da eine Menge Koffer. Diese brauchen die jungen, aufstrebenden Menschen nämlich, um ihrem Erfolg nachzureisen. Sie finden das passende Stück bei einer netten jungen Dame in einem Gebrauchtkoffergeschäft. Aber dann fängt der Koffer plötzlich an verrücktzuspielen. Eben genau in dem Moment, als sie auf ihn angewiesen sind. Sei es nun, um einen Dieb zu fassen, an ein Casting in den USA zu gelangen oder nach Athen zu reisen, dort so schön reden zu lernen wie die alten Griechen und so eine Menge Geld zu verdienen.

Da hat die nette junge Dame die Idee, eine Selbsthilfegruppe zu gründen für Menschen, die Probleme mit ihrem Koffer haben. Eine schöne Allegorie.

Die beiden Pädagoginnen betonen, dass ihnen der Entwicklungprozess während der Proben der Gruppe wichtiger erscheine als das Resultat, das letztlich auf der Bühne zu sehen sei. Wenn ein paar begeisterte Schauspieler plötzlich selbstvergessen ihre Rolle einnähmen und einen Moment lang jemand anders sein dürften, hätten sie den Auftrag erfüllt, den sie sich selber erteilten, als sie den Verein Theater-Werkstatt gründeten.

Für die Kinder und Jugendlichen sei jedoch die Aufführung am Ende eine wichtige Aussicht. Vielleicht deshalb, weil sie die Idee vom Erfolg doch nicht ganz aufgegeben haben?

Weitere Aufführungen: Kellerpoche, Samaritergasse 3, Freiburg. Mi., 25. März, 19 Uhr; Sa., 28. März, 17 Uhr; So., 29. März, 10.30 Uhr.

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