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Von Hundeleben und Katzenjammer

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Bellen, Jaulen, Knurren in allen Tonhöhen und Lautstärken ertönt, sobald ein Auto in die Zufahrt des Tierheims des Freiburger Tierschutzvereins (SPA) rollt. Nebst Hunden residieren auch Katzen, Meerschweinchen und Hamster in Lully–diese scheinen aber weniger den Drang zu haben, ihr Revier zu verteidigen. 13 Mitarbeiter kümmern sich tagtäglich um Tiere, die ausgesetzt oder vernachlässigt wurden, die niemandem gehören oder von Zuhause weggelaufen sind. Der Tierpfleger Matthieu Torche ist einer von ihnen.

Manchmal herzzerreissend

 Das Schwierigste am Job des Tierpflegers ist für Torche der Anblick von vernachlässigten oder missbrauchten Tieren: «Vor allem am Anfang zerreisst es einem das Herz, wenn Tiere in schlechter Verfassung zu uns kommen.» Die Tiere nach einer gewissen Zeit wieder wegzugeben, sei auch nicht ohne: «Wenn sie zu einem neuen Besitzer kommen, freuen wir uns unglaublich, sind aber gleichzeitig ein bisschen traurig, weil wir sie dann nicht mehr sehen.» Tiere, die sich unmöglich sozialisieren lassen, die auch nach einer gewissen Zeit immer noch höchst aggressiv sind, müssen die Tierpfleger einschläfern lassen. «Das ist natürlich keine Entscheidung, die man innerhalb weniger Tage trifft. Aber irgendwann muss man es akzeptieren», sagt Torche resigniert.

Ein besseres Leben

Das Beste daran, in einem Tierheim zu arbeiten, sei es, den Hunden und Katzen zu einem besseren Leben zu verhelfen: «Ich arbeite hier, weil wir ausgesetzten Tieren helfen können, wieder geliebt und gesund zu werden», so Matthieu Torche. Diese Liebe zum Tier ist fühlbar beim Tierschutzverein Freiburg. Das Katzenhaus erweist sich als kleines Paradies für die Vierbeiner, bestehend aus Verstecken, Rasenfläche, Betten und Kratzbäumen. Matthieu Torche nimmt eine Katze auf den Arm und streichelt sie, während ihm eine andere aus dem Rückhalt mit der Pfote auf den Kopf schlägt. Tatsächlich werde er von Katzen häufiger angegriffen als von Hunden: «Das Verhalten der Hunde zu lesen ist viel einfacher.»

Weites Aufgabenfeld

«Jeder Pfleger hat verschiedenste Aufgaben», erklärt Silvie Schmid, Vize-Präsidentin des Tierheims, beim Rundgang durch die zwei Häuser. In einem Raum wäscht eine Pflegerin gerade einen Golden Retriever. Im nächsten striegelt ein anderer ein Angora-Kaninchen, um es von seinem lästig dicken Fell zu befreien. In der Quarantäne, wo die noch ungeimpften Kätzchen untergebracht sind, sitzt eine Frau am Boden und streichelt die kleinen Tiere: «Ein paar Mal die Woche kommen Freiwillige hierher und streicheln die Kätzchen, um sie zu sozialisieren», sagt die Vize-Präsidentin.

Neue Besitzer finden

Silvie Schmid selbst kümmert sich darum, dass die Tiere zu einem geeigneten neuen Besitzer kommen. Dabei handelt es sich um ein kompliziertes Verfahren, das nicht nur Tier-, sondern auch Menschenkenntnis verlangt. «Wir müssen uns Fragen stellen wie: Kann der Besitzer dem Tier das bieten, was wir von ihm verlangen? Will er oder sie das Tier nicht nur, weil es schön ist?», erläutert sie. Denn viele der Tiere haben eine schlimme Vergangenheit, und es braucht Geduld und Verständnis, sich um sie zu kümmern. Im Tierheim bleiben könnten die Tiere auf unbegrenzte Dauer: «Wir hatten schon einmal drei Jahre lang einen Hund hier, der jetzt ein tolles Leben auf einer Kamelfarm im Thurgau führt», erzählt sie. «Am Anfang ist es manchmal happig, ein Tier aus dem Heim zu übernehmen. Wenn die Besitzer damit klargekommen sind, sind sie dafür umso stolzer.»

Zahlen und Fakten

296 neue Bleiben

Im Freiburger Tierheim leben momentan 30 Hunde und 110 Katzen. Für jeden Hund, der ein neues Zuhause bekommt, erhält das Tierheim von den neuen Besitzern 600 Franken, für jede Katze 250 Franken. Im vergangenen Jahr wurden 92 Katzen von ihren Besitzern weggegeben. Für 69 Tiere hat das Heim ein neues Herrchen oder Frauchen gefunden, nur sechs wurden eingeschläfert. Hunde wurden 90 weggegeben. Davon konnten 61 neu platziert werden, bei sieben mussten die Pfleger eine Euthanasie vornehmen. Streunende Katzen wurden häufiger eingeschläfert: Von 238 Tieren mussten 87 sterben, 84 fanden ein neues Zuhause. Insgesamt 164 Katzen, 78 Hunden und 36 Nagetieren vermittelte das Tierheim eine neue Familie.

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