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Von Klangschalen und dreckigen Pfannen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascale Hofmeier

Im Yoga-Raum von Heidi Aeby in Plaffeien liegen 14 Frauen auf dem Rücken. Sonnenstrahlen fallen durch die offenen Fenster, wärmen das Gesicht. Der Duft von Zitronenmelissenessenz erfüllt den Raum. Irgendwo heult eine Motorsäge. Heidi Aeby schlägt dreimal gegen die Klangschale, die Stunde beginnt.

Ich liege auf dem Boden, schaue zur Decke, die wie ein Himmel bemalt ist. «Lass zu, dass sich dein Atem vertieft», sagt Heidi Aeby und meint mit «du» alle 14 Frauen. Mein Bauch hebt und senkt sich und mit ihm die Pilzschnitten vom Mittagessen. Die Lehrerin beginnt mit einleitenden Worten aus dem Buch «Beseeltes Leben» von Anton Rotzetter. Auf dem Whiteboard steht: «Achtsamkeit ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben.» Mit einer Parabel fordert sie auch mich auf, im Moment zu leben, mich auf den Augenblick und meine Mitte zu konzentrieren.

Ihre Mitte fand Heidi Aeby mit Yoga. Damit begonnen hat sie als 27-jährige Frau und Mutter von Zwillingen. Keine Nacht habe sie in deren ersten drei Lebensjahren durchschlafen können. «Meine Nerven waren ziemlich blank.» Mit dem Yoga sei es ihr rasch besser gegangen. Dieses war damals sehr körperbezogen. Nach wenigen Jahren suchte sie eine Schule, um sich zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen. «Das war damals gar nicht so einfach.» Sie musste nach Bern. Schon bald begann sie zu unterrichten. Zuerst in der eigenen Stube, dann mietete sie Lokale, in Plaffeien, Guggisberg, St. Antoni und Schmitten. «Die Nachfrage war rasch gross», sagt sie. Heute sind ihre Kurse meist ausgebucht. Vor allem Frauen kommen ins Hatha und Nidra-Yoga, oder zur Sadhana-, Kundalini- und Chakra-Meditation. «Die Spiritualität ist mit der Zeit gewachsen und wurde immer wichtiger für mich», sagt Heidi Aeby. Allerdings verspüre sie nicht den Wunsch, nach Indien zu reisen. «Das wollte ich nie.» Im Zentrum ihres Unterrichts steht die Atmung, die Entspannung und die Meditation.

Ruhig und mit angenehmer Stimme führt Heidi Aeby mich nun in verschiedene Dehnübungen. Mal werden die Beine aufgestellt und Arme gestreckt, mal fordert sie eine Grätsche. Unbarmherzig spüre ich jede Verspannung im Nacken und in den Schultern. Der rechte Arm, dessen Hand tagsüber gewöhnlich auf der Computermaus liegt, ist besonders eingerostet. Akrobatische Verrenkungen gehören nicht zum Programm. Langsam werde ich ein wenig schläfrig. Die Stimme von Heidi Aeby fordert mich auf, das neue Jahr «positiv zu programmieren» mit einem «Sankalpa», einem positiven Leitspruch oder Wunsch. Meine Gedanken kreisen, finden kein Ziel.

Im Flug geht die ruhige Stunde vorbei. Die Klangschale holt mich zurück in den Yogaraum. Und Heidi Aeby in den Alltag: «Versucht die Achtsamkeit mitzunehmen. Zum Beispiel auch, wenn ihr Pfannen abwascht.»

Yoga begleitet Heidi Aeby aus Plaffeien seit 25 Jahren. Die Kurse finden montags, dienstags oder mittwochs statt. Meditationen sind samstags, z. B. am 22. Januar. Eine Schnupperlektion ist gratis. Details: Tel. 026 419 19 35 oder heidi.aeby@sensemail.ch.

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