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Von Langschläfern und Faulenzern

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Von Langschläfern und Faulenzern

Ich gebe es zu, ich bin ein Langschläfer. Was gibt es Schöneres, als an einem Sonntagmorgen lange im Bett zu liegen und sich frei von jeglichen Verpflichtungen im Traumland aufzuhalten? Nichts, finde ich! Obwohl: Manchmal, gleich in den ersten Augenblicken nach dem Aufwachen, nach einem kurzen Blick auf die Uhr – schon bald Mittag -, schleicht sich für einen ganz kleinen Augenblick ein Hauch von schlechtem Gewissen in mein Gehirn. Schon so spät, schon so viele Stunden des Tages verschlafen, noch so viele Dinge, die nicht erledigt sind. Aber das vergeht ganz schnell, spätestens, wenn der letzte Schlaf mit einem genüsslichen Gähnen vertrieben wird und das unvergleichliche Gefühl sich einstellt, so richtig ausgeschlafen zu sein.

Das vorhin angedeutete schlechte Gewissen überfiel mich kürzlich wieder mit voller Wucht, als ich von dieser wissenschaftlichen Untersuchung las, wonach zu viel Schlaf nicht gut für den Menschen sei und das Gehirn verkümmern lasse. Da der Gedanken an ein schrumpfendes Gehirn mir gar nicht gefiel, überlegte ich eine Weile ernsthaft eine radikale Änderung meines Lebenswandels. Zum Glück fand ich kurz darauf eine andere wissenschaftliche Untersuchung, die meine Bedenken mit einem Schlag wegwischte: Lange schlafen sei sehr gesund, hiess es da. Es stärke die Immunkräfte und verlängere die Lebensdauer – Gott und der Wissenschaft sei Dank, dass ich nicht voreilig mein Leben umgestellt und das Sandmännchen auf Sparflamme gesetzt habe.
Apropos Sparflamme: Jetzt, mitten in der grossen Ferienzeit, scheint die Frage «Hast du auch schon bald Ferien?» zentrale Bedeutung zu haben. Für einige Leute heisst Ferien haben, dass sie die zwei Wochen Freizeit von der ersten bis zur letzten Minute verplanen, Treffen mit alten Freunden arrangieren, zweitägige Ausflüge auf dem Routenplaner im Internet genau definieren und auch noch die Reserve-Linie in der Agenda mit Programmpunkten ausfüllen. «Wenn ich nicht etwas Konkretes unternehme, habe ich das Gefühl, nicht wirklich Ferien zu haben», sagte eine Kollegin kürzlich zu mir.
Ich gehöre nicht zu diesen hyperaktiven Zeitgenossen – zum Glück nicht, das wäre mir viel zu stressig. Für mich sind Ferien gleichbedeutend mit nichts oder zumindest nichts allzu Anstrengendes tun. Gemütlich im Liegestuhl ein Buch lesen, eine Shopping-Tour durch die Läden, ein spontaner Besuch bei Bekannten, ein witziger Film am Openair-Kino, ein leckerer Coupe auf der Gartenterrasse eines Restaurants oder auch mal eine Stunde vor dem Fernseher: zum Ausspannen, Erholen, sich Ruhe gönnen, Pause machen, das Leben geniessen gehört all das – ja, vielleicht sogar einmal unter der Woche bis zum Mittag im Bett zu bleiben.

In regelmässig erscheinenden Kolumnen halten FN-Redaktorinnen und -Redaktoren ihre Beobachtungen und Erfahrungen zu sommerspezifischen Aktivitäten oder Ereignissen fest.

Von IMELDA RUFFIEUX

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