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Von Orient bis Okzident: Das Internationale Folkloretreffen Freiburg folgt den Seidenstrassen

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Die 49. Ausgabe des Internationalen Folkloretreffen Freiburg widmet sich dieses Jahr den alten Seidenstrassen. Neun Gruppen werden ihre Kultur durch die Folklore dem Publikum näherbringen.

Die alten Seidenstrassen – ein Netz von Karawanenstrassen von Asien bis in den Mittelmeerraum – auf dem Land- und Seeweg erkunden. Das möchte das Internationale Folkloretreffen Freiburg (RFI) in diesem Jahr mit seinem Programm tun und dabei Osten und Westen dem Publikum näherbringen. Die Stadt Freiburg wird sich dafür vom 12. bis 18. August in eine grosse Tanzbühne für alle Darbietungen verwandeln.

Acht Folklore-Ensembles aus Indien, Kasachstan, der Türkei, Griechenland, Indonesien (Bali und Sumatra), Tansania und den Niederlanden werden in den Fokus gestellt und präsentieren dem Publikum ihre Tänze, Musik und Volkslieder. Als Spezialgast wird dieses Jahr eine Gruppe aus Kolumbien einen Hauch Pazifik nach Freiburg bringen. Insgesamt treten 260 Künstlerinnen und Künstler auf.

Die 49. Ausgabe des Internationalen Folkloretreffens in Freiburg steht vor der Tür.

Von Orient bis Okzident

Bereits vor zwei Jahren begann Lauriane Zosso, die künstlerische Leiterin, mit der Organisation der 49. Ausgabe. «Seit der Corona-Pandemie haben wir mehr westliche Länder eingeladen, weil die Einreise für sie einfacher war», erzählte sie an der Medienkonferenz am Mittwoch. Nun wollte sie den Blick nach Osten richten und so die beiden Kulturen einander näherbringen. So kam das Thema der alten Seidenstrassen zustande. «Es kommen Gruppen, die das Thema tragen und diesem einen Sinn geben», sagte sie. Die Ensembles erzählen Geschichten. 

Die Folklore-Gruppen nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf die Spuren der Händlerkarawanen auf den alten Seidenstrassen. Nicht nur Waren wie Tee, Gewürze und Seide wurden auf diesem Netz transportiert. «Sondern auch Kultur, Ideen und Glaubensrichtungen», sagte Zosso. Vom Orient bis zum Okzident. «Wir verfolgen zwei Wege: den Land- und den Seeweg.» Ausgangspunkt des Landwegs sei Indien, das im Handel entlang der Seidenstrasse eine wichtige Rolle spielte. Dies dank seiner langen Geschichte in der Textilproduktion. Aus Indien kommt die Folklore-Gruppe Utkarsh Dance Academy LLP.

Laurianne Zosso, die künstlerische Leiterin des Internationalen Folkloretreffens Freiburg, spricht über das diesjährige Thema.
Bild: Aldo Ellena

«Dann geht es weiter nach Kasachstan», erzählt Zosso. Zu Gast in Freiburg ist das National Dance Ensemble Naz. Es ist eine der wenigen professionellen Tanzgruppen: «Die meisten sind nämlich Amateure.» Ausserdem ist es mit 43 Personen die grösste Delegation. «Sie sind von der Kultur der Pferde inspiriert.» Die Seidenstrasse führt weiter durch die Türkei. «Die Verbindung zwischen Asien und Europa.» Die Folk Dance Group of Faculty Educational Sciences Ankara University wird die Merkmale Anatoliens dem Publikum näherbringen. Aus Griechenland reist die Tanzgruppe Lykeion Ton Ellinidon Salaminas an. Die Seidenproduktion in Griechenland blühte in der byzantischen Epoche auf.

Der Seeweg beginnt in Indonesien. Gleich zwei Gruppen kommen aus dem asiatischen Land zum Folkloretreffen: von den Inseln Bali und Sumatra. Das afrikanische Land Tansania ist eine wichtige Station auf den Seehandelsrouten der alten Seidenstrassen. Das National Folklore Ensemble Lumumba vereint afrikanische, indische und arabische Einflüsse. «Sie sind zum ersten Mal in Freiburg.» Auch die Niederlande sind mit der Gruppe Paloina vertreten. Als Tor zu Europa mit seinen Häfen spielte das Land eine wichtige Rolle in der Geschichte der Seehandelsrouten der Seidenstrassen.

Als Spezialgast tritt eine Gruppe aus Santiago de Cali in Kolumbien auf, die das kulturelle Erbe der Pazifikküste feiert. Sie wird begleitet von der Musikgruppe Cantares del Pacifico, die im vergangenen Jahr sogar einen Latin Grammy gewonnen hat.

«Nicht neu erfinden»

«Wir wollen uns nicht neu erfinden. Wir haben eine Formel, die gut funktioniert», sagte Stéphane Renz, Präsident des Festivals. Am 13. August findet der grosse Umzug durch die Stadt statt, an dem alle Ensembles teilnehmen, mit der anschliessenden offiziellen Eröffnungszeremonie auf dem Georges-Python-Platz. Am selben Abend findet das Eröffnungsspektakel in der Mehrsporthalle St. Leonhard statt. Der Galaabend wird am 14. August zurückkehren und dieses Jahr mit asiatischem Aroma überzeugen. Und auch der berühmte RFI-Abend in der Freiburger Unterstadt soll mit einem nächtlichen Umzug und verschiedensten Animationen zum Feiern und Geniessen einladen. Während der gesamten Dauer des Festivals wird auf dem Georges-Python-Platz das Dorf der Welt sein, und jeden Tag werden dort die Folklore-Gruppen und lokale Musikgruppen auftreten. «Wir bleiben populär, festlich und zugänglich», so Zosso.

Nur vier der über 35 Events sind am Festival kostenpflichtig. Das Budget für das Festival beträgt rund 700’000 Franken. 300 bis 350 Freiwillige werden dafür sorgen, dass alles nach Plan läuft. Noch sucht das Festival einige Gastgeberinnen und Gastgeber für das Event Essen bei Einheimischen.

Stéphane Renz, Präsident des Internationalen Folkloretreffens, und Lauriane Zosso, künstlerische Leiterin, präsentieren das diesjährige Programm.
Bild: Aldo Ellena

Weitere Informationen: www.rfi.ch

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