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Von Schostakowitsch bis zu den Beatles

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Freiburg dürfe sich freuen über seine professionellen Bühnenkünstler und über das, was diese Jahr für Jahr kreierten: Das sagte Thierry Loup, Direktor des Equilibre in Freiburg und des Nuithonie in Villars-sur-Glâne, gestern vor den Medien. Anlass war die Präsentation der Freiburger Kreationen, die in der Spielzeit 2017/2018 auf den Bühnen der beiden Theaterhäuser das Licht der Welt erblicken werden. Elf sind es an der Zahl, darunter sieben Theaterstücke, zwei Tanzstücke, eine Oper und ein Konzert.

Tanz im Kraftwerk

Einen Höhepunkt bietet gleich zum Auftakt der Saison die Tanzcompagnie Da Motus!, die sich zu ihrem 30-jährigen Bestehen etwas Besonderes hat einfallen lassen: Im September präsentiert sie zwei Stücke von je einer halben Stunde Dauer im alten Elektrizitätswerk Magerau in der Freiburger Unterstadt. «Das Kraftwerk hat etwas von einem griechisch-römischen Tempel», sagte Antonio Bühler, Choreograf und Mitgründer der Truppe. Je vier Tänzerinnen und vier Tänzer sind in den beiden Stücken «23» und «8 Megawatt» zu sehen. Im Angesicht der acht riesigen Zylinder des alten Dieselmotors werden sie sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Maschine auseinandersetzen. «Es ist auch eine Reise in ein vordigitales, industrielles Zeitalter», so Bühler.

Im November stellt die Opéra Louise im Equilibre einmal mehr ihre Kreativität und Originalität unter Beweis: «Moscou Paradis» ist bereits die neunte Produktion der 2011 von Regisseur Julien Chavaz und Musiker Jérôme Kuhn gegründeten Truppe. Für den jüngsten Streich fiel die Wahl auf Dmitri Schostakowitschs Musikkomödie «Moskau, Tscherjomuschki» aus dem Jahr 1958. Tscherjomuschki ist eine in der Chruschtschow-Ära im Südwesten von Moskau entstandene Trabanten-Siedlung. Das gleichnamige Musiktheater Schostakowitschs sei wie ein UFO im Werk des sowjetischen Komponisten, sagte Julien Chavaz, ganz anders als das, was man sonst von ihm kenne. «Die Musik ist romantisch, charmant und berührend», ergänzte Jérôme Kuhn. Und die Opéra Louise wäre nicht die Opéra Louise, wenn sie daraus nicht etwas ganz Eigenes machen würde: Die Freiburger Version überrascht mit einer völlig neuen Orchestrierung für zwei Pianisten und drei Perkussionisten. Das Werk wird in russischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln aufgeführt.

Die Beatles auf Freiburgisch

Im Januar 2018 kehrt die Freiburger Choreografin Nicole Morel nach dem Stück «Nebula» von 2016 ins Nuithonie zurück: Mit ihrer Truppe Antipode Danse Tanz zeigt sie das interdisziplinäre Projekt «Meta», eine Zusammenarbeit mit dem plastischen Künstler Andrew Hustwaite. Wie bei Da Motus! geht es auch hier um Mensch und Maschine, nämlich um die Verbindung der Bewegungen der drei Tänzer mit jenen der kinetischen Skulpturen von Hustwaite.

Ein besonders ausgefallenes Projekt präsentiert im März 2018 Xavier Meyer: Der Direktor des Festivals Les Georges wandelt mit «The Rocking Raccoons» auf neuen Pfaden: Er hat dreizehn Freiburger Musiker und Bands zusammengetrommelt, um das legendäre «weisse Album» («The White Album») der Beatles auf die Bühne des Equilibre zu bringen. Jedem Musiker hat Meyer einen Song des Albums zugeteilt, mit der Bitte, ihn auf seine eigene Weise zu interpretieren. Mit dabei sind unter anderen Gustav, Kassette, Florian Favre, Laure Perret, Sacha Love, Hubeskyla und Jim The Barber. Das «weisse Album», das eigentlich schlicht «The Beatles» heisst, erschien im Jahr 1968. «Die Beatles waren damals auf dem Höhepunkt ihres Könnens», so Xavier Meyer. «Als ich das Album vor einigen Jahren wieder hörte, kam mir die Idee, es mit den vielen herausragenden Musikern, die wir in Freiburg haben, auf die Bühne zu bringen.» Dass es damit genau jetzt klappe, sei ein glücklicher Zufall, denn 2018 werde das Album fünfzig Jahre alt.

Sieben Theater auf Französisch

Zu den Kreationen der kommenden Saison zählen schliesslich sieben Theaterstücke in französischer Sprache. Diese kommen vom Théâtre de l’Ecrou, dem Magnifique Théâtre, der Compagnie AGP, der Compagnie Boréale, dem Kollektiv Opus 89, Marjolaine Minot und Claquettes Productions.

Gastspiele

Die Opéra Louise zeigt ihr neues Stück auch in Paris

Nach der Uraufführung in Freiburg wird die Opéra Louise das Stück «Moscou Paradis» im Februar 2018 auch in Paris zeigen: Die Freiburger Truppe wurde für fünf Gastspiele ins Théâtre de l’Athénée eingeladen. Das 1996 renovierte, denkmalgeschützte Theater sei «einer der schönsten Säle à l’italienne in Paris», so Julien Chavaz, künstlerischer Leiter der Opéra Louise. Dort zu spielen, sei eine Ehre, aber auch eine Herausforderung: «Wir müssen bei der Inszenierung nicht nur ans Equilibre denken, sondern auch an die kompliziertere Architektur im Athénée».

cs

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