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Von schwarzen Zahlen und neuen Freunden

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Die 32 Bürgerinnen und Bürger, die am Montagabend an der Gemeindeversammlung Rechthalten teilnahmen, hörten viele Zahlen. Ammann Marcel Kolly präsentierte die Jahresrechnung 2016, die mit einem Plus von 15 000 Franken schliesst. Insgesamt sieht die Rechnung bei einem Aufwand von 4,492 Millionen Franken und einem Ertrag von 4,507 Millionen Franken um rund 306 000 Franken besser aus als budgetiert, auch dank mehr Steuereinnahmen. Dies erlaubte zusätzliche Abschreibungen von rund 298 000 Franken. Die Investitionsrechnung schliesst netto mit 880 000 Franken; die Gemeinde hat rund 470 000 Franken mehr investiert als geplant.

Wie Finanzchef ­Marcel Kolly ausführte, liegt die Pro-Kopf-Verschuldung mit 2520 Franken auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die Bürger genehmigten die Rechnung 2016 einstimmig und diskussionslos. Auch bei den weiteren Traktanden ging es um Geld. Die Gemeinde will weitere Gebäude in Weilern ans Kanalisationsnetz anschliessen. Es geht um etwa 30 Wohnungen in der Wolfeich sowie im Bereich Berg­li und Hereschür. Die Installationen kosten 923 000 Franken. Ein Teil davon müssen die Privaten übernehmen, und vom verbleibenden Anteil der Gemeinde können 266 000 Franken mit Anschlussgebühren finanziert werden. So bleibt ein Betrag von 502 000 Franken, den die Gemeinde finanzieren muss. Das ergibt jährliche Folgekosten von rund 30 000 Franken. Demgegenüber fallen Einnahmen an Grundgebühr und Wasserverbrauch von rund 20 000 Franken an. Die Versammlung stimmte dem Projekt und dem Kredit zu. In der kurzen Diskussion wollten sich zwei Anwohner versichern, dass die technische Umsetzung genau geprüft wird.

«Burg» auf guten Wegen

Zustimmung fand auch der Nachtragskredit von 87 000 Franken, den Gemeinderat Hugo Köstinger für die Ortsplanung beantragte. Seit 15 Jahren arbeitet die Gemeinde an der Revision. Der Prozess hat sich unter anderem durch Wechsel im Gemeinderat und neue Bestimmungen in die Länge gezogen. Nach dem ersten Kredit 2005 über 40 000 Franken, einem zweiten über 30 000 Franken drei Jahre später hat der Gemeinderat die Arbeiten weitergeführt. Dies vor allem, weil der Gemeinderat das Projekt Burg fördern wollte. Das ist eine Überbauung im Dorfzentrum mit Wohnungen und Gewerberäumen, an der sich die Gemeinde mit 100 000 Franken in Genossenschaftsanteilscheinen beteiligt hat. Nun sind die drei Gebäude bald fertig. «Dem Gemeinderat war es vor allem wichtig, dass es Platz für den Dorfladen gibt», sagte Hugo Köstinger. Das Ziel ist erreicht: Die Familie Jungo-Schafer wird den Laden samt Bäckerei und Postagentur führen (die FN berichteten). Auch die Raif­feisenbank – ebenfalls Burg-Genossenschafterin – zieht ins Gebäude ein. Die frei werdenden Bankräume bezieht das Kreisforstamt 2, das derzeit in Plaffeien zu Hause ist und dort Platzprobleme hat. Die Gemeinde feiert den Abschluss des Projekts Burg am 23. September mit einem Dorffest.

Zustimmung fand auch der Kredit für die Sanierung von zwei Schulzimmerböden über 34 000 Franken sowie ein Planungskredit für ein Projekt beim Mehrzweckgebäude über 35 000 Franken. Die Planer sollen prüfen, wie sanierungsbedürftig Dach, Lüftung und Gebäudehülle sind und ob man auf dem Dach Solaranlagen installieren kann.

Zum Schluss informierte Gemeinderat Hugo Schuwey über die wachsende Freundschaft zwischen Rechthalten und der chinesischen Millionenstadt Changping. Durch die Vermittlung des Wirts Larry Lu, der in Rechthalten ein Restaurant führt, waren am 8. März Vertreter von Changping zu Besuch (die FN berichteten).

Am 29. März haben nun drei Rechthaltner im Rahmen einer privaten, von Larry Lu organisierten Reise Changping einen Gegenbesuch abgestattet. Sie seien zuvorkommend empfangen worden, berichtete Hugo Schuwey. Er hatte als Gemeinderat von Rechthalten in China in einer offiziellen Zeremonie eine «Absichtserklärung zum freundschaftlichen Austausch zwischen dem Bezirk Changping und Rechthalten» unterzeichnet. Die Chinesen seien interessiert an Tourismus, an der Landwirtschaft und vor allem an der Technologie. Dies hatten sie bereits bei ihrem Besuch der Blue Factory in Freiburg unterstrichen.

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