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Von Sprachkompetenz und Kreativität

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg«Im Grunde bin ich sprachlich schwer behindert»: Dem Direktor der Bieler Creaholic AG, der vor Jahren zusammen mit einem Kollegen die Swatch erfunden hat und nun am Dienstagabend locker, mitreissend und mit viel Eloquenz über Mehrsprachigkeit im Berufsalltag sprach, ist diese Aussage schwer abzunehmen. Doch, doch, beharrte Elmar Mock: Er habe in seiner obligatorischen Schulzeit zweimal ein Schuljahr repetieren müssen. «Ich war so etwas wie der Dorfdepp, der zu nichts taugte», sagte er in der Freiburger Universität Miséricorde an der Podiumsveranstaltung, zu der die Neue Helvetische Gesellschaft geladen hatte.

«Austausch mit anderen»

Sprache sei ihm eminent wichtig, sagte Elmar Mock. «Sie ist das Mittel für den Austausch mit anderen.» Er spreche heute mehrere Sprachen, «die ich alle vor Ort, aber nicht in der Schule gelernt habe». Schreiben könne er in keiner einzigen Sprache korrekt.

Erst nach der obligatorischen Schulzeit habe er gemerkt, dass er sich nicht an die Ordnung halten könne, welche die schriftliche Sprache vorgebe. Er habe die Ingenieurschule besucht, «um ja nicht mit Sprachen in Kontakt zu kommen». Und dennoch gemerkt: «Die Sprache ist der Ausdruck einer Gemeinschaftszugehörigkeit.» Jugendliche, Informatiker oder Sportler: Jeder grenze sich mit ganz spezifischen Ausdrücken von andern ab.

Jeder Mensch bringe seine eigenen Erfahrungen, seine Erlebnisse und seine Gefühle mit. «Das prägt die Sprache des Einzelnen», sagte Elmar Mock. «Und darum kann es manchmal sein, dass zwei zwar eigentlich dieselbe Sprache sprechen, sich aber nicht verstehen.»

«Multifertilisation»

In der Creaholic AG von Mock arbeiten knapp dreissig Personen aus unterschiedlichen Berufen und mit unterschiedlichen Sprachen. «Unsere Multidisziplinarität ergibt eine Multifertilisation», sagt der Firmenchef. Und er zeigt sich überzeugt, dass Kreativität und Mehrsprachigkeit in der Schweiz miteinander einhergehen: «Wir sind so klein, dass wir in einer einzigen Sprache nicht genügend Futter für unsere Seele finden», sagt Mock. «Wollen wir uns austauschen, stossen wir früher oder später auf Anderssprachige.» Neugierde und Kreativität seien der Anstoss, die Sprache und die Gedanken des anderen kennenzulernen. «Würde ich in der Schweiz nur mit denjenigen zusammenarbeiten, die meine Sprache sprechen, wäre das, als ob ich mich weigern würde, mit Frauen zu arbeiten», sagt Mock: «Ich würde mich von der Hälfte der Menschheit abschneiden.»

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