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Von Wackelstegen bis Rundholzhäuschen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein kleiner Bub schaut auf dem Pausenplatz von Oberschrot hinter den Absperrgittern zu, wie auf der anderen Seite eine Gruppe von jungen Männern einen beweglichen Schwebebalken montiert. Noch darf der Primarschüler den Bauplatz nicht betreten, aber schon in einer Woche wird der neue Spielplatz fertig sein. Der Bau des Parcours, an dem die Kinder dann auf spielerische Art und Weise Mobilität und Gleichgewicht trainieren können, ist Teil eines Ausbildungskurses, an dem derzeit alle 21 Freiburger Forstwartlehrlinge des zweiten Lehrjahrs teilnehmen.

15 Einsatzorte

In den zwei Wochen, die der überbetriebliche Kurs dauert, sind die 20 Männer und eine Frau in den verschiedensten Bereichen im Einsatz. Die meisten der 15 Baustellen befinden sich in der Region Plaffeien. Neben dem Spielplatz, der im Auftrag der Gemeinde Oberschrot entsteht, bauen sie in der Rohrmatte eingangs Schwarzsee ein Rundholzhaus, in dem Abfallplatz und öffentliches WC untergebracht sind. Im Kasperabach, ebenfalls Schwarzseetal, stabilisiert eine weitere Gruppe das Bachufer mit Seitenverbauungen, ebenso im Sahli bei Oberschrot. Weitere Lehrlinge bauen in den Düdinger Mösern einen Holzsteg auf dem Lehrpfad und sorgen dafür, dass auf dem Schwyberg die Wege für die kommende Wandersaison instand gestellt sind.

Betreut werden sie dabei von Instruktoren, ausgebildeten Berufsleuten mit viel Praxiserfahrung und pädagogischer Zusatzschulung. «Sie sorgen dafür, dass die Qualität der Arbeit stimmt», sagt Kursleiter Roger Raemy. Alle Auszubildenden erhalten Einblicke in alle Arbeiten und lernen so unter Umständen etwas, was sie in ihrem Lehrbetrieb sonst nicht sehen.

Am Ende des Kurses bewerten die Instruktoren ihr Verhalten, ihren Einsatz, ihre Sozialkompetenzen. Zudem gibt es einen Theorietest und einen Test zur Bestimmung der Baumarten. «Die Noten des Kurses fliessen in die Lehrabschlussprüfung ein.» Die jungen Leute zwischen 17 und 20 Jahren seien sehr motiviert, erklärt er. Wer nicht in der Nähe wohnt, ist für die Zeit des Einsatzes im Hotel Alpenklub in Plaffeien einquartiert, wo die Lehrlinge auch verpflegt werden. Der Kurs ermöglicht es den Lehrlingen beider Sprachgruppen, sich auch mal ausserhalb der Schule in einem anderen Umfeld zu begegnen.

Arbeit nicht leicht zu finden

Kursleiter Roger Raemy hat die Einsatzorte organisiert und dafür bereits vor Monaten Gemeinden, Mehrzweckgenossenschaften und andere Organisationen angeschrieben. Es sei nicht leicht gewesen, genügend Arbeiten zu finden, sagt er. «Das Problem ist der Zeitfaktor: Der Kurs findet zu einem genau festgelegten Zeitpunkt statt. Das passt nicht immer mit den Bedürfnissen der Auftraggeber zusammen.» Angesichts der aktuellen Ereignisse mit dem Unwetter in Giffers und Plasselb hätte er nun kurzfristig zwar neue Einsatzorte für die Lehrlinge gehabt. «Aber das kommt zu spät, da ich alles schon organisiert habe.» Im Falle des Spielplatzes Oberschrot hat Roger Raemy auch gleich die Detailplanung des Feldes übernommen, dies nach den Vorstellungen des Gemeinderates und innerhalb des Budgets von 30 000 Franken, welches die Gemeindeversammlung letzten Dezember gesprochen hat. Der Spielplatz ersetzt die alte Reckstange auf dem Pausenplatz (siehe Kasten).

Derzeit befinden sich insgesamt 55 Forstwartlehrlinge in der dreijährigen Ausbildung. Die Schule besuchen sie in Grangeneuve. Ihre Lehrbetriebe sind vor allem Gemeinden oder der Kanton, aber auch Forstbetriebe und private Forstunternehmen.

Beim Oberschrot-Schulhaus entsteht ein neuer Spielplatz. Bilder Aldo Ellena

Parcours zum Balancieren und Austoben

Der neue Spielplatz beim Oberschrot-Schulhaus wird in einer Woche fertig sein. Der Parcours lädt Kinder ein, eine 20 Meter lange Strecke zu überwinden, ohne mit den Füssen auf den Boden zu kommen. Er beginnt mit «Bärentritten» in Form von senkrechten, unterschiedlich hohen Baumstammstücken. Der Weg führt dann über einen Wackelsteg: Zwischen zwei langen Stangen liegen bewegliche Querhölzer. Weiter geht es über eine Fläche mit Sensesteinen und eine Balancierkette zum Mikado, einem Gewirr von verschraubten Hölzern. Parallel gibt es seitlich bewegliche Feder- und Schwebebalken, die auch als Sitzgelegenheit dienen. Das Holz kommt aus dem Tessin, da das langlebige Kastanienholz ideal für Spielgeräte ist. «Unsere Fichten können da nicht mithalten», sagt Roger Raemy. Während der Schulferien erhält auch der Rest des Pausenplatzes Oberschrot einen neuen Belag.im

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