Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Von wegen «sanfte Waldbewirtschaftung»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Bericht der FN war von einer bestehenden aktiven Waldpflege die Rede. In Anbetracht dessen aber, was die Wanderer, Pilzsammler, aber auch Orientierungsläufer bei der Ausführung ihres Hobbys zeitweise im Wald antreffen, ist es schwer nachvollziehbar, dass eine sogenannte aktive Waldpflege existiert. Was man da manchmal antrifft, verdient eher die Bezeichnung: «Resultat einer rücksichtslosen, auf maximale Rendite ausgelegten Holz­wirtschaft».

Tiefe Rinnen, welche durch die Räder der schweren Holzverarbeitungsmaschinen erzeugt wurden und die teilweise mit Wasser gefüllt sind, machen die Verdichtung des Waldbodens klar sichtbar.

Laut einer Fachzeitung braucht es mehrere Jahrzehnte, bis eine solche Verdichtung abgebaut ist. Kleinere Bäume und Sträucher werden von diesen Maschinen überfahren, in den Boden gedrückt oder ausgerissen. Das nicht verkaufbare Holz wird einfach kreuz und quer im Wald liegen gelassen oder zu kleineren und grösseren Haufen aufgetürmt. Dass beim Verfaulen dieses Holzes auch der darunterliegende Boden mit seinen einheimischen Gräsern und Blumen, aber auch das Myzelium der Pilze beschädigt, ja sogar vernichtet wird, spielt überhaupt keine Rolle. Dafür spriessen auf diesen vermodernden Haufen viele Neophyten, so zum Beispiel das Indische Springkraut.

Oftmals fällt mir auf, dass beiderseits der Waldstrassen Äste gelagert werden, die dann von Brombeerstauden überwuchert werden und die zu einem unüberwindbaren Hindernis werden für Leute, welche von der Strasse in den Wald gelangen möchten.

Auch das allgemeine Fahrverbot bei fast jedem Waldeingang hat den gleichen Auftrag – nämlich so wenig Leute wie möglich in den Wald zu lassen, damit so wenige wie möglich das zu sehen bekommen, was da und dort durch die sogenannte «sanfte Waldbewirtschaftung» hinterlassen wird.

Raphael Hermann, Rentner, Freiburg

Mehr zum Thema