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Vor den Augen der Legenden verloren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: frank stettler

Vor 50 Jahren schlossen sich die beiden Clubs Olympic und Freiburg Basket zusammen – es war der Beginn einer wahren Erfolgsgeschichte mit unter anderem 15 Meistertiteln. Das ganze vergangene Jahr hatte deshalb im Zeichen dieses Jubiläums gestanden. Höhepunkt war am vergangenen Samstag die Ehrung der besten Spieler, welche das Olympic-Trikot getragen hatten. So zeichnete der Club je einen Spieler stellvertretend für jeweils ein Jahrzehnt aus. Die Wahl fiel auf Dominique Currat (60er-Jahre), Vladimir Karati (70er-Jahre), Marcel Dousse (80er-Jahre), Patrick Koller (90er-Jahre) und Harold Mrazek, der die vergangene Dekade geprägt hat. Die Trikots dieser Club-Legenden werden demnächst unter dem Dach der St.-Leonhard-Halle verewigt werden.

Zwanzig-Punkte-Führung

Bevor Currat und Co. am Samstag selbst im Rampenlicht standen, wurden sie Zeugen der ersten Saisonniederlage ihrer Nachfolger. Diese hatte sich Olympic zu einem grossen Teil selber zuzuschreiben. Angeführt von einem starken Brendon Polyblank (24 Punkte) übernahmen die Hausherren schnell das Spieldiktat und hatten sich bis zur 15. Minute ein schönes Polster herausgespielt (32:14). Mit einer 13:0-Serie kamen die Gäste aus dem Tessin wieder heran. Als Olympic unmittelbar nach der Pause wieder mit 50:30 geführt hatte, schien es, als sei die Partie definitiv entschieden. Mitnichten. Vacallo, bei dem der ehemalige Freiburger Akademie-Spieler Florent Ramseier (17 Punkte) zum Leistungsträger aufgestiegen ist, markierte zwanzig Punkte in Folge und war so wieder im Geschäft.

Defensiv ungenügend

In der 34. Minute ging Vacallo gar erstmals in Front (64:66). Die Freiburger wussten nicht, wie ihnen geschah, und begingen in der Schlussphase einfach zu viele Fehler. Mit zwei verwandelten Freiwürfen sicherte der Amerikaner Rickey Gibson den Südschweizern den 77:75-Sieg. «Ich bin von der defensiven Leistung enttäuscht», sagte Olympic-Trainer Damien Leyrolles. «Wir haben Vacallo fast zwanzig Offensiv-Rebounds zugestanden. Schade, dass unsere Siegesserie damit zu Ende gegangen ist.» Mit nur einer Niederlage und den Siegen gegen Genf und Lugano ist Olympic diese Hinrunde trotzdem gelungen. Weil die Tigers das bessere Korbverhältnis aufweisen, verlor Olympic die Leaderposition an die Tessiner und trifft nun im Viertelfinal des Liga-Cups, dessen Paarungen aufgrund der Rangliste nach der ersten Runde erstellt werden, auf das siebtplatzierte Nyon.

Vacallos Einspruch

Zum Schluss noch eine Randnotiz: Vacallo spielt seine Partien zurzeit unter Protest. Der Grund ist folgender: In den Reglementen der Liga stand in der vergangenen Saison, dass alle in der Schweiz ausgebildeten Spieler und Nationalspieler für den Spielbetrieb als Schweizer gelten. Dummerweise hatte die Liga es vergessen zu präzisieren, dass sie Schweizer Nationalspieler gemeint hatte – eigentlich logisch, aber eben nicht explizit so geschrieben. Verschiedene Clubs nutzten die Lücke im Reglement, etwa Vacallo, bei dem der senegalesische Nationalspieler Pape Badji so das Ausländerkontingent nicht belastet. Im Hinblick auf diese Saison korrigierte die Liga ihren Fehler.

Vacallo, das einen Zweijahresvertrag mit Badji abgeschlossen hatte, hat noch vor Saisonbeginn schriftlich bei der Liga angefragt, wie es denn mit bereits bestehenden Arbeitsverhältnissen wie im Fall von Badji aussehen würde. Als nach drei Runden immer noch keine Antwort gekommen sei, habe man sich entschlossen, den Senegalesen einzusetzen. Prompt wurde die Partie mit einem Forfait-Sieg der Waadtländer gewertet. Seither spielt Vacallo nur noch mit den erlaubten fünf Ausländern, im Turnus auch mit Badji. Die Verantwortlichen des Clubs sind indes wild entschlossen, ihr Recht vor Gericht zu erstreiten und die Spielerlaubnis als «Schweizer» für Badji einzuklagen – bis hin zum internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne.

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