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Vor der Ankunft eines kleinen Geschwisters

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Ratgeber Erziehung

Ich bin im dritten Monat schwanger und frage mich, wie ich meine Tochter Louise (2 Jahre) auf diese Veränderung vorbereiten soll. Je früher desto besser? Sollen wir mit ihr über die Details der Schwangerschaft sprechen? Soll sie an den Ultraschall-Untersuchungen teilnehmen?P. S.

 

 Es ist gut, wenn Eltern sich diese Fragen stellen. Sie helfen, die Dinge auseinanderzuhalten: Die Eltern haben sich entschieden, noch ein Kind zu haben. Louise ist zweijährig, sie lebt im Hier und Jetzt und möchte im Alltag lernen. Sie hat das Glück, ein kleines Geschwister zu bekommen, welches die Familie sicher durcheinanderbringen wird. Alle können daran wachsen, Louise und die beiden Elternteile.

Um die Ankunft eines Geschwisters vorzubereiten, ist der Kontakt mit anderen Kindern und teilen zu lernen eine wichtigere Voraussetzung als die Teilnahme am Prozess der Schwangerschaft.

Zum Beispiel setzt sich Louise beim Zvieri an den Tisch mit anderen Kindern. Die Mutter setzt sich etwas entfernt hin und schaut Louise wohlwollend an, wie um ihr zu sagen: «Bravo – Du machst wie die Anderen mit!» Louise bedient sich selbst mit Früchten, teils mit dem Löffel, teils mit den Händen. Sie giesst sich Wasser ein; ein paar Tropfen gehen daneben – nicht schlimm. Sie schaut die Anderen an und ist sehr stolz.

Es ist wichtig, diese kleinen Gesten der Selbstständigkeit zu fördern. Louise ist kein Baby mehr und kann lernen, den Platz der älteren Schwester einzunehmen. Deshalb bestärkt ihr Umfeld sie darin, kleine Sachen im Alltag selbst zu machen. Wenn dann das kleine Geschwister da ist, wird Louise so weitermachen–auch wenn sie vielleicht manchmal den Schoppen verlangen wird, um den kleinen Bruder oder die kleine Schwester zu imitieren. Man wird sie dann darin bestärken, aus dem Glas zu trinken, wie ihre Gspänli oder Vater und Mutter. Indem die Eltern den altersbezogenen Unterschied zwischen den Geschwistern zeigen, bestärken sie beide darin, dass sie ihren Platz in der «neuen», vergrösserten Familie haben.

Rebekka Sieber,MA in Sozialarbeit, Sozialpolitik und Erziehungswissenschaften, ist Mitarbeiterin beim Verein Familienbegleitung. Dieser bietet Unterstützung in der Erziehung von Kindern zwischen 0 und 7 Jahren. Tel.: 026 322 86 33, contact@educationfamiliale.ch, www.educationfamiliale.ch

 

«Kontakt mit anderen

Kindern und teilen zu lernen sind wichtiger als die Teilnahme am Prozess der Schwangerschaft.»

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