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«Vor einem Jahr Alarm geschlagen»

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Die Sozialdemokratin Anne-Claude De­mierre steht seit dem Jahr 2006 der kantonalen Gesundheits- und Sozialdirektion vor.

Die Vorwürfe im Bericht an das Freiburger Spital HFR sind enorm. Gefährdet die fehlende Finanzkontrolle die Zukunft des Spitals?

Nein. Der Bericht zeigt Verbesserungsmöglichkeiten auf, beispielsweise, wie die Kostenrechnung als Managementtool eingesetzt werden kann. Wir hatten bisher zwar immer Zahlen, doch fehlte ihnen die Qualität, um damit arbeiten zu können.

Was sind die wichtigsten Massnahmen, die das Spital nun treffen muss?

Nebst dem Einsatz der Kostenrechnung als Führungsinstrument müssen neue Projekte besser vorbereitet und enger begleitet werden. Zudem müssen die Fachabteilungen in den Budgetprozess einbezogen werden. Das ist unverzichtbar.

Sie sind Gesundheitsdirektorin und sitzen zugleich im Verwaltungsrat des Spitals. In wieweit ist das proble­matisch?

Diese Doppelrolle ist sehr schwierig für mich. Am Donnerstagabend haben wir dem Verwaltungsrat eine Zusammenfassung des Berichts vorgestellt, danach bin ich in den Ausstand getreten. Als Verwaltungsratsmitglied habe ich mehrere Male Zweifel an der internen Finanzkontrolle geäussert, aber das wurde nicht aufgenommen. Ich bin nur eines von neun Mitgliedern.

Treten Sie auch in den Ausstand, wenn es nun darum geht, die Empfehlungen des Finanzinspektorats umzusetzen?

Allerdings. Der Verwaltungsrat muss nun Massnahmen treffen; als Gesundheitsdirektorin werde ich dies begleiten. Beides kann ich nicht tun, darum trete ich im Verwaltungsrat in den Ausstand.

Staatsrat Georges Godel sprach von Inkompetenz und Nachlässigkeit. Fühlen Sie sich betroffen?

Nein. Der Bericht des Finanzinspektorats bestätigt unsere Zweifel – meine und die des Staatsrats –, die wir zum Finanzmanagement des Spitals hatten. Ich habe darauf bereits vor gut einem Jahr hingewiesen und Alarm geschlagen. Der Verwaltungsrat hat daraufhin ja auch ein Audit zur Unternehmensführung in Auftrag gegeben.

njb

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