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Vorbereitungen für Wiederaufbau laufen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Noch liegt im Plasselbschlund Schnee und doch laufen bereits die Vorbereitungen für den Wiederaufbau der Höllbachbrücke. Roger Raemy vom Amt für Wald, Wild und Fischerei ist guten Mutes, dass die neue Brücke bis zu Beginn der Sommerferien steht. «Es ist ein realistisches Ziel», sagt er. In diesen Tagen war er zusammen mit den Holzfachleuten am Höllbach, um die Details der Bauarbeiten zu besprechen. Weil die Platzverhältnisse vor Ort eng sind, wird die Brücke in Einzelteilen zum Bauplatz transportiert und dort montiert.

Wieder aus Holz

Das kantonale Amt für Wald, Wild und Fischerei als Bauherr hat darauf verzichtet, die Originalbrücke nachzubauen. Dies aus Kostengründen, aber auch, weil die heutigen Anforderungen beispielsweise im Bereich Statik anders sind. Doch zumindest wird die neue Höllbachbrücke wieder aus Holz gebaut. Im Gespräch war auch einmal eine einfache Metallkonstruktion.

Der Entwurf für den Brückenneubau stammt vom Holzbauunternehmen Zumwald Neuhaus AG in Zumholz. Die Firma war eine von drei Unternehmungen, die vom Kanton Freiburg eingeladen worden waren, einen Vorschlag auszuarbeiten (die FN berichteten).

Die Jury bewertete neben Preis (Kostenrahmen: 170 000 Franken), Referenzen, Holzeinsatz und Ästhetik auch die Dauerhaftigkeit des Vorschlags. «Das Siegerprojekt hat uns überzeugt, weil es den geforderten Punkten am meisten entspricht», sagt Roger Raemy. «Zu unserem grossen Erstaunen kam auch eine Offerte für eine gedeckte Brücke herein. Bei ersten Abklärungen zu Neubauvarianten im Sommer 2013 wurden die Kosten für eine gedeckte Brücke immer viel höher eingeschätzt.»

Berufsstolz und Respekt

Für Markus Zumwald hat das Entwerfen der neuen Höllbachbrücke auch mit Berufsstolz zu tun. «Die alte Brücke war ein Kunstwerk, das zerstört wurde. Wir wollten etwas Gutes schaffen, aus Respekt vor dem, was die Erbauer damals geleistet haben.» Sein Vorschlag ist ein klassischer Fachwerkbau mit seitlichen Streben und einem Dach.

Die Tatsache, dass die neue Brücke gedeckt sein wird, hat einen grossen Vorteil, wie Ingenieur Armin Schawalder von der Firma Timbatec ausführt: «Sie hält länger, weil sie weniger der Witterung ausgesetzt ist.» Markus Zumwald hat die Firma aus Bern beigezogen, weil diese auf statische Berechnungen bei Brücken und anderen Bauten spezialisiert ist. Sie hat beispielsweise das House of Switzerland in Sotschi geplant.

Aus Schweizer Holz

Die neue Höllbachbrücke wird 14,6 Meter lang, vier Meter breit (Innenmass) und 4,2 Meter hoch, das Dach hat eine Firsthöhe von rund sechs Metern. Die Brücke kommt rund fünf Meter über dem Bett des Höllbachs zu stehen, und zwar auf dem alten Fundament. Sie wird insgesamt 32 Tonnen wiegen und aus 40 Kubikmeter Holz gebaut. «Schweizer Holz, das war eine Vorgabe von uns», präzisiert Roger Raemy vom Amt für Wald, Wild und Fischerei. Das Holz wird schichtweise verleimt. Stahlteile, die ins Holz eingearbeitet sind, verbinden die Holzteile.

Aus Fichte und Esche

Bei jenen Brückenteilen, die stark auf Biegung beansprucht werden, wird Esche verwendet, hauptsächlich besteht die Brücke aber aus Fichte. Für die Fahrbahn wurde Eiche ausgewählt, weil diese robust und dauerhaft ist. Eine Vorgabe bei der Ausschreibung war, dass die Brücke von schweren Lastwagen (40 Tonnen) befahrbar sein muss. Das Holz wird nicht behandelt. «Da die Brücke aber gedeckt ist und auch an einem schattigen Ort steht, wird sie im normalen Mass verwittern», erklärt Roger Raemy.

Holzschindeln möglich

Wie genau das Dach der neuen Höllbachbrücke aussehen wird, ist noch nicht definitiv entschieden worden. In ersten Entwürfen ging man davon aus, dass die Dachbalken mit Eternit gedeckt werden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit werden jedoch Holzschindeln verwendet.

«Wir wollten etwas Gutes schaffen, aus Respekt vor dem, was die Erbauer damals geleistet haben.»

Markus Zumwald

Holzbau-Spezialist

«Die Verwendung von Schweizer Holz war eine Vorgabe von uns.»

Roger Raemy

Amt für Wald, Wild und Fischerei

Rückblick

Brücke von 1939 wurde abgefackelt

Die alte Höllbachbrücke im Plasselbschlund war 1939 erbaut worden. Sie war wie das Forsthaus Hölli (siehe FN vom letzten Samstag) ein Zeugnis für die Wiederaufforstung im Plasselbschlund im letzten Jahrhundert. Die Holzbrücke war 1989 erneuert worden, um ihre Tragfähigkeit zu verstärken. Die verwitterte Brücke mit dem charakteristischen Schindeldach war ein Kleinod und einzigartig. Umso grösser war die Betroffenheit, als im Januar 2013 bekannt wurde, dass das Bauwerk abgebrannt ist. Ein Unfall konnte ausgeschlossen werden, so dass die Polizei von Brandstiftung ausgeht. Die Täterschaft ist bis heute unbekannt.im

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