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Vorsorgeplanung ohne Verhaltenstendenz

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In der Vergangenheit gingen Ökonomen davon aus, dass Menschen rational entscheiden. So setzen sie Ressourcen effizient ein und maximieren den Nutzen, was optimale langfristige Ergebnisse nach sich zieht. Wäre dem so, würden alle ab Beginn der Erwerbstätigkeit ihre persönliche Vorsorge planen. Doch oft stimmen Theorie und Realität nicht überein.

Die Verhaltensökonomie entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, basierend auf der Beobachtung, dass Menschen immer wieder irrationale Entscheidungen treffen. Gemäss dieser Theorie basieren nicht alle Entscheidungen auf einer bestimmten Logik, sondern sind vielmehr von unbewussten Verhaltenstendenzen und fehlerhaften Argumentationen geprägt. Insbesondere bei finanziellen Entscheidungen kann dies schwerwiegende langfristige Folgen haben.

Cash nur vermeintlich sicher

Rund zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer investieren heute in die Säule 3a, wenn auch nicht den gesetzlichen Höchstbetrag. Zudem belassen viele das Geld auf einem Konto, da sie dies als sicher empfinden. Untersuchungen zeigen, dass der Schmerz eines bestimmten Verlusts grösser ist als die Freude an einem gleich hohen Gewinn.

Anstatt das potenzielle Risiko einzugehen, dass Aktien (wenn auch nur vorübergehend) an Wert verlieren, wird lieber beobachtet, wie die Bargeldsummen nahezu unverändert bleiben. Dies bezeichnet man als Verlustaversion. Cash verliert zwar nicht nominal, aber real an Wert, da seine Kaufkraft aufgrund der Inflation sinkt. So entsteht ein falsches Gefühl der Sicherheit.

Mehrere Verhaltenstendenzen können einem langfristigen disziplinierten Anlageansatz im Wege stehen und zu suboptimalen Investmententscheiden führen. Für den Erfolg braucht es eine fundierte Analyse, eine individuelle Anlagestrategie und die nötige Disziplin.

Investiert bleiben

Nach der initialen Anlageentscheidung stellt das Investieren selbst eine noch grössere Hürde dar, die es zu überwinden gilt. Oft fällt es Anlegern schwer, das grosse Ganze zu erkennen – sich also auf das Ziel und den Weg dorthin zu konzentrieren. Ein Hindernis kann Engstirnigkeit sein, das heisst die Tendenz, Ereignisse isoliert zu betrachten.

Mehrere Faktoren können die Entscheidungsfindung trüben, zum Beispiel wenn ein Anleger mit dem Verkauf von Vermögenswerten auf extreme Marktvolatilität reagiert, was oft an einem Tiefpunkt geschieht, anstatt sich an seinen langfristigen Plan zu halten und den Sturm auszusitzen. Oft messen Investoren der kurzfristigen Gewinnerzielung mehr Gewicht bei als der langfristigen, was es schwierig macht, an einer gewählten Strategie festzuhalten.

Wenn Anleger ohne strukturierten Ansatz den richtigen Zeitpunkt abzupassen versuchen, zu wenig stark diversifizieren oder ihr Portfolio nicht regelmässig an der ursprünglichen Struktur ausrichten, gehen sie unnötige Risiken ein.

Trügerischer Heimmarkt

Ein weiteres Phänomen, das zu einer unzureichenden Diversifikation führt, ist die Bevorzugung des Heimmarkts. Dies geschieht im Glauben, dass man diesen Markt besser kennt und somit besser in der Lage ist, die Entwicklung vorherzusagen oder zu kontrollieren.

Ein wichtiger Teil einer langfristigen Strategie ist die Neuausrichtung, das heisst, die Allokation der Portfoliobestandteile regelmässig wie ursprünglich festgelegt wieder zu gewichten. So wird die gewählte Strategie sichergestellt und das Anlagerisiko verringert. Zudem erfordert es den Verkauf desjenigen Teils der Vermögenswerte, der am meisten an Wert gewonnen hat, und den Kauf der Vermögenswerte, die weniger gut abgeschnitten haben, auf der Grundlage voreingestellter Regeln.

Der Autor

Olivier Schmutz ist Vizedirektor und Kundenberater bei der UBS Freiburg im Bereich Wealth Management.

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