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Vorübergehend aus der Schule genommen

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Vorübergehend aus der Schule genommen

Schwer verhaltensgestörte Schüler werden in die Relaisklasse eingewiesen

Verhaltensgestörte Schülerinnen und Schüler verbringen künftig einige Wochen in den Relaisklassen, und Lehrpersonen steht in Krisensituationen die «Mobile Einheit» mit Rat und Tat zur Seite: Da immer mehr Jugendliche den Unterricht stören, musste die Erziehungsdirektion Massnahmen ergreifen.

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

In der deutschsprachigen Relaisklasse im «Foyer des Bonnesfontaines» lösen die drei Jugendlichen Mathematikaufgaben. Die Lehrpersonen Susanna Clerc und Patrick Schneuwly sind präsent. Sie haben für jeden der drei Realschüler ein individuell angepasstes Schulprogramm auf die Beine gestellt: Adrian* bleibt vier Monate (maximale Zeitdauer), Peter* elf Wochen und Gerhard* acht Wochen (minimale Zeit). Wie Susanna Clerc sagt, haben Adrian und Peter bereits eine Lehrstelle gefunden. Das Ziel der Relaisklasse ist eine möglichst rasche Wiedereingliederung in die Regelausbildung, sei dies in die Herkunfts- oder in eine andere Klasse bzw. Beginn einer Lehre.Die Relaisklassen sollen den Jugendlichen ermöglichen, Distanz zu gewinnen und gleichzeitig die Ausbildung weiterzuführen. Wieder Sinn im schulischen Lernen zu finden und neue Verhaltensweisen zu entwickeln sind das Ziel des Konzeptes.

Betreuung weitergeführt

Die Relaisklasse ist eine Tagesschule. Und so wird während des Tages – insbesondere während der Mittagspause auch sozialpädagogische Betreuung angeboten. Jede Schülerin und jeder Schüler hat seine Vertrauensperson: «Sie ist für den Kontakt zur Schule und zu den Eltern zuständig», erklärt Matthias Wattendorff, Inspektor der deutschsprachigen OS, anlässlich der Medienorienteriung am Freitag.Die Betreuung wird nach dem Aufenthalt in der Relaisklasse während sechs Monaten weitergeführt. «Das kann ein wöchentliches Treffen oder auch nur ein Telefon sein», präzisiert Wattendorff.Der Eintritt in die Relaisklasse wird gemeinsam von der Lehrperson und dem zuständigen Schulinspektor beschlossen. «Dies kann auch gegen den Willen der Eltern und des Schülers geschehen», bemerkt Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot.Da in den Schulen immer mehr Jugendliche den Unterricht stören, sah sich der Kanton gezwungen, Massnahmen zu ergreifen. Wie Chassot sagt, sind auch andere Kantone der Schweiz in dieser Richtung aktiv geworden – mit unterschiedlichen Modellen.Das System der Relaisklassen beruht auf einem Konzept des Kantons St. Gallen. Wattendorff: «Die Erfahrung im Kanton St. Gallen hat gezeigt, dass 60 bis 70 Prozent der Jugendlichen wieder integriert werden konnten.»

Kleine Klassen

Gegenwärtig befinden sich in den zwei Realklassen elf OS-Schülerinnen und -Schüler – alle im Alter von 12 bis 16 Jahren. Das ursprüngliche Konzept sah vor, pro Klasse 15 Schülerinnnen und Schüler aufzunehmen. Doch für Erziehungsdirektorin Chassot ist dies nicht realistisch: «Wenn mehr als zehn Schüler in einer Klasse sitzen, ist die individuelle Betreuung nicht mehr gewährleistet.»Da die Relaisklassen nicht einer Schule angegeliedert werden sollten, ist die Wahl des Standortes auf das «Foyer des Bonnesfontaines» gefallen. Mit leer stehenden Schulzimmern und einer Sporthalle war die Infrastruktur vorhanden.Das «Foyer des Bonnnesfontaines» ist ein Heim für deutsch- und französischsprachige schwer erziehbare Kinder und Jugendliche, die auswärts zur Schule oder zur Arbeit gehen.*Namen geändert

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