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«Vorwärtsschauen und weitersuchen»

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«Vorwärtsschauen und weitersuchen»

Autor: Imelda ruffieux

Fredy K. ist 42 Jahre alt und arbeitslos. Er hat vor einem Jahr von seinem damaligen Arbeitnehmer, einem Recycling-Unternehmen, die Kündigung bekommen. Als ungelernter Arbeiter hatte er Mühe, wieder eine Arbeit zu finden. Seine früheren Beschäftigungen in einer Sägerei oder etwa in einer Kanalreinigungsfirma haben ihm viel Erfahrung im praktischen Arbeiten gebracht.

Mit den Händen arbeiten

Diese nützte ihm aber bei der Suche nach einer neuen Stelle wenig. «Ich habe überall geschaut», sagt er. «Egal was, ich hätte alles getan, Hauptsache, mit den Händen arbeiten.» Er habe festgestellt, dass nicht nur Leute wie er, ohne Lehre, Mühe haben, sondern auch qualifizierte Arbeitskräfte. Je schlechter die Wirtschaftslage wurde, desto grösser wurden diese Probleme.

Oftmals keine Antwort

Fredy K. meldete sich bei der Arbeitslosenkasse an. Bei der Regionalen Arbeitsvermittlung RAV wurde er über seine Rechte und Pflichten informiert. Um weitere Beiträge beziehen zu können, muss er pro Monat zwölf Bestätigungen erbringen, Arbeit gesucht zu haben. «Manchmal bekommt man auf eine Bewerbung nicht einmal eine Antwort, geschweige denn eine Bestätigung», erzählt er. Oft erhalte man auch das Dossier nicht zurück. «Ich würde gerne wissen, warum man mich nicht nimmt. Vielleicht könnte ich mich ja verbessern», erzählt er.

Als fauler Hund bezeichnet

Die Ungewissheit, wann er wieder eine Arbeit findet, hat ihn beschäftigt. «Ich bekam gesundheitliche Probleme, bin mitten in der Nacht aufgewacht. Es war eine grosse Belastung», erzählt Fredy K. Man müsse sich bei der «Aussenwelt» rechtfertigen, weil man nicht arbeite und sich gegen das Vorurteil, ein «fauler Hund» zu sein, wehren. «Es ist nicht leicht, das zu verkraften.»

Wieder etwas zu tun

Seit einigen Monaten geht es ihm besser, seit er nämlich bei einem Beschäftigungsprogramm des Vereins für aktive Arbeitsmarktmassnahmen (VAM) mitmacht. Dort hatte er sogar das Glück, die Beschäftigung ausüben zu können, die er auch bei seiner letzten Arbeitsstelle hatte: elektronische Haushaltsgeräte auseinandernehmen, damit die Einzelteile umweltgerecht entsorgt werden. «Sobald ich wieder arbeiten konnte, hatte ich weniger Zeit, am Arbeitslossein herumzustudieren», sagt Fredy K. im Gespräch mit den FN.

Wieder auf der Suche

Er fühle sich in Düdingen wohl und mache seine Arbeit gerne. «Trotzdem weiss ich, dass es nur vorübergehend ist.» Wegen seiner gesundheitlichen Probleme ist der normalerweise drei Monate dauernde Einsatz beim VAM verlängert worden. Doch diesen Freitag ist Schluss und Fredy K. muss wieder ohne Beschäftigung sein. «Ich will arbeiten, wenn es sein muss halt nur temporär, lieber aber in einer festen Anstellung», sagt er.

Zeigen, was in ihm steckt

Wohin ihn die Zukunft führt, ist ungewiss. Sein Motto lautet «Vorwärtsschauen und weitersuchen.» Er wolle nicht aufgeben und hoffe sehr, dass ihm irgendein Arbeitgeber wieder einmal die Chance gibt, zu zeigen, was in ihm steckt.

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