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Vreneli zieht wohl weg von Guggisberg

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Autor: Helene Soltermann

Das «Vreneli» muss wohl schon bald «ab em Guggisberg» ziehen. Das Pflegeheim, das nach der bekanntesten Frau im Dorf benannt ist, soll künftig im nahe gelegenen Riffenmatt stehen. Dies beabsichtigt der Verbandsrat des Gemeindeverbandes Pflege und Betreuung Schwarzenburgerland. Das Bauterrain von 26 Aren habe der Verband bereits reservieren lassen, so Präsident Christian Murri gegenüber den FN.

Wird das Heim in Riffenmatt neu gebaut, würde das Vreneli-Haus in Guggisberg nicht mehr gebraucht. Die Hausbesitzer Ursula und Jakob Jäggi haben das Heim bis 2006 geleitet, seither wird es vom Gemeindeverband betrieben. Jäggis wollten das Heim kürzlich dem Gemeindeverband verkaufen. Dieser hat ihnen 1,3 Millionen Franken angeboten, dem Ehepaar war dieser Betrag jedoch zu tief. «Vom Geld würde uns überhaupt nichts übrig bleiben», erklärt Jäggi. Im Laufe der Jahre hätte er fast eine Million Franken ins Haus gesteckt.

Zu wenig Pflegebetten

Mit dem Beschluss des Verbandsrats, den Standort Riffenmatt anzuvisieren, erübrigt sich der Kauf wohl nun. «Für den Standortwechsel sprechen alterspolitische Gründe», sagt Werner Wyss, Geschäftsführer des Gemeindeverbandes. «Berechnungen der kantonalen Gesundheitsdirektion zeigen, dass es 2030 in der Region acht Pflegebetten zu wenig hat.» Das Pflegeheim Vreneli hat derzeit 17 Zimmer und steht mitten im Dorf direkt an der Strasse. In Riffenmatt soll ein Haus mit 18 Betten gebaut werden, ein Ausbau auf 25 Betten wird miteingeplant. Auch will der Gemeindeverband im gleichen Gebäude einen Spitex-Stützpunkt mit Büros und Materiallager einrichten, der zusätzlich Platz braucht.

Jäggis sähen es lieber, wenn das Heim im Dorf bliebe und der Gemeindeverband ihnen das Haus abkaufte. «Das Vreneli so umzubauen, dass es mehr Platz gibt, ist durchwegs möglich», findet Jakob Jäggi. «Ein Neubau in Riffenmatt wäre doppelt so teuer wie ein Umbau in Guggisberg.»

Entvölkerung befürchtet

Rückendeckung erhalten die Hausbesitzer von Senesuisse, dem Verband wirtschaftlich unabhängiger Alters- und Pflegeeinrichtungen. Der Verband hat sich mit einem Brief an den Gemeindeverband gewandt und unterlegt Jäggis Aussagen mit Zahlen. Ein Neubau mit 17 Betten würde im Minimum fünf Millionen Franken kosten, heisst es im Brief. Ein Standortwechsel würde «sehr viel teurer», wäre doch ein Umbau der bestehenden Räumlichkeiten mit einem Aufwand von 2,5 bis 3 Millionen Franken realisierbar. Zudem schreibt Senesuisse, dass mit dem Wegzug des Vreneli im ohnehin von einer Entvölkerung betroffenen Guggisberg ein weiteres Gebäude leerstehen würde.

Auch der Guggisberger Gemeindepräsident Jakob Schmied hätte es gerne gesehen, wenn das Vreneli im Dorf bleiben würde. Aber auch er begreife, dass dieser Standort räumlich an Grenzen stosse. «Wenn in Riffenmatt ein neues Heim gebaut wird, ist es noch in unserer Gemeinde. Uns ist wichtig, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben», sagt Schmied.

Kosten genauer bestimmen

Christian Murri, Präsident des Gemeindeverbandes, schätzt, dass ein Neubau um die 4,5 Millionen Franken kosten würde. Um die Kosten genauer zu bestimmen, gibt der Verband nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.

Das Pflegeheim Vreneli liegt direkt an der Hauptstrasse mitten im Dorfzentrum von Guggisberg.Bild Charles Ellena

Zahlen und Fakten

99 Pflegebetten in drei Gemeinden

Neben dem Altersheim Vreneli in Guggisberg mit 17 Betten gehören das Alterszentrum Rüschegg mit 18 und das Pflegezentrum Schwarzenburg mit 64 Betten zum Gemeindeverband Pflege und Betreuung Schwarzenburgerland. Auch die Spitex Guggisberg-Rüschegg ist im selben Verband organisiert, ein Standort im neu geplanten Heim in Riffenmatt soll folgen. hs

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