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Vully-Winzer gewinnt nationalen Preis

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Er vergleicht ihn ein wenig mit dem Oscar in Los Angeles, den ersten Preis am Grand Prix du Vin Suisse 2013. Jean-Daniel Chervet von der Domaine Chervet hat diesen am Dienstagabend in Bern anlässlich einer Gala erhalten. Ausgezeichnet wurde dabei seine «Cuvée de l’Arzille 2011», in der Kategorie der weissen Assemblagen (siehe Kasten). «Wir haben uns natürlich sehr gefreut», sagt Chervet, der sich gerade in seinem Weinberg um den neuen, den 2013er kümmert. Die Freude ist besonders gross, da schon die «Cuvée de l’Arzille 2010» und der Traminer 2011 letztes Jahr unter die besten sechs ihrer Kategorie gekommen waren–allerdings hatte es damals keiner der beiden Weine aufs Podest geschafft.

«Alle waren hervorragend»

Insgesamt wurden die Besten in zwölf Kategorien erkoren, ausserdem gab es Spezialpreise (siehe Kasten). Unter den gegen 3200 eingereichten Weinen von rund 600 Erzeugern aus der ganzen Schweiz kam der Weisse aus dem Freiburger Vully unter die sechs Nominierten seiner Kategorie.

«Alle sechs nominierten Weine waren hervorragend», schwärmt Chervet am Tag nach der Verleihung. Schon die Finalteilnahme sei ein grosser Erfolg gewesen. Er weiss: «Es sind kleine Unterschiede, die letztlich den Sieg ausmachen.»

Anerkennung der Arbeit

Der Sieg habe sich auch ein wenig angekündigt. «2011 war ein sehr guter Jahrgang», deshalb habe er sich Hoffnungen machen können. Nichtsdestotrotz sei für ihn als Winzer der Grand Prix du Vin Suisse ein Meilenstein, da es sich um den wichtigsten nationalen Wettbewerb handle, gewissermassen um die Schweizer Meisterschaft in seiner Gilde. Grund genug, auf die Auszeichnung stolz zu sein, und: «Sie ist auch eine Anerkennung unserer jahrelangen Arbeit.»

Den Preis erhielten Chervet und seine Winzerkollegen in Bern anlässlich einer Feier im Hotel Kursaal in Bern. Dies geschah unter den Augen eines illustren Publikums–gemäss der Mitteilung der Organisatoren wohnten rund 400 Zuschauer der Feier bei, Winzer, Verbandsmitglieder, Politiker und andere Persönlichkeiten aus der Welt des Weins. Das Interesse war auch unter den Winzern gross, hatten doch noch nie so viele Weine an der nationalen Bewertung teilgenommen. Die Preise wurden zum siebten Mal verteilt.

In diesen Tagen läuft auf den Weinbergen des Vully die Ernte des aktuellen Jahrgangs auf Hochtouren. Der noch frische Erfolg am nationalen Wettbewerb ist für die Familie Chervet nicht nur eine persönliche Genugtuung. Denn wie seine Kollegen aus der Region litt auch Chervet im laufenden Jahr unter den Launen des Wetters. Der heisse Sommer liess die Trauben nur langsam wachsen, einige Male hagelte es und am Schluss, als es im Oktober zur Ernte ging, regnete es. Der Erntebeginn verzögerte sich wegen der meteorologischen Schwierigkeiten.

Balsam auf die Wunden

«2013 war ein meteorologisch kompliziertes Jahr», bilanziert Chervet. Zwar wird die Qualität des Jahrgangs 2013 gemäss den Schätzungen der Winzervereinigung recht gut sein; sie sei vergleichbar mit derjenigen des Vorjahres, so Chervet. Doch arges Kopfzerbrechen bereitet den Winzern im Dreiseenland die Menge. Denn aufgrund der kleineren und weniger saftigen Trauben haben sie 10 bis 15 Prozent Ernteausfall zu verzeichnen, einige gemäss Chervets sogar bis zu 30 Prozent. «Das wird ein mageres Jahr», prophezeit Chervet aufgrund seiner bisherigen Erkenntnisse. Der Preis wird seiner Moral deshalb sicherlich gut tun.

Übrigens kam mit dem Familienbetrieb von Alexandre Schmutz gleich noch ein Winzer aus dem Freiburger Vully auf das Treppchen. Er erhielt in der Kategorie Chasselas mit seinem «Hôtel Richard 2012» den dritten Preis.

«Alle sechs nominierten Weine waren hervorragend. Es sind kleine Unterschiede, die letztlich den Sieg ausmachen.»

Jean-Daniel Chervet

Winzer aus dem Vully

Zum Wettbewerb

Die 72 besten Weine der Schweiz

In den zwölf Kategorien des Grand Prix du Vin Suisse kamen je sechs Weine ins Finale. Unter den besten 72 waren alle Schweizer Weinbauregionen vertreten. Auch die Verteilung der Hauptpreise für die Weine ist gemäss der Mitteilung der Organisatoren repräsentativ für das Weinland Schweiz: Das Wallis erhielt vier, die Waadt drei erste Preise. Ins Tessin gingen zwei Kategoriensiege, je einer ging nach Zürich und Graubünden sowie in den Freiburger Vully. Den Gesamtpreis des besten Winzers erhielt die grosse Walliser Kellerei Provins mit vier Weinen in drei Kategorien. Den insgesamt besten Weisswein des Jahres lieferte der Weinbaubetrieb Bétrisey aus St-Léonard VS, der beste Rote kommt vom Betrieb Ferrari aus Stabio TI. Den besten Bio-Wein produzierte das Weingut der FIBL in Frick AG, einen Gamay Reichensteiner Spätlese.fca

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