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Wahlen ohne Leidenschaft

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37 Mitglieder zählt die Konstituierende Versammlung von Grossfreiburg. Je einen Delegierten aus dem Gemeinderat bestimmten die Gemeinden Avry, Belfaux, Corminboeuf, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne bereits im Vorfeld der Wahlen.

Gestern ging es also noch darum, die 28 verbleibenden Sitze zu verteilen. Doch das Geschäft vermochte die Bevölkerung kaum hinter dem warmen Ofen hervorzulocken. Durchschnittlich nur jeder fünfte Wahlberechtigte gab seine Stimme ab. In Granges-Paccot war die Stimmbeteiligung am tiefsten mit 9,7 Prozent, in Matran am höchsten mit 31,8 Prozent.

In den meisten Gemeinden ist denn auch das Wahlergebnis unspektakulär. Vor allem in Granges-Paccot und Avry, wo nur je eine überparteiliche Liste mit genau so vielen Kandidierenden wie zugeteilten Sitzen eingereicht worden waren. Dort machten diese das Rennen. Auch in Villars-sur-Glâne gab es keine Überraschung. Die vier überparteilichen Kandidaten triumphierten über die Liste der SVP mit einem Kandidaten.

Total wurde die Hälfte der Sitze via überparteiliche Listen verteilt. Bei den Parteilisten machten die SP 7 Sitze, CVP, FDP und Grüne je zwei und die SVP einen Sitz.

In der Stadt Freiburg gewann die SP drei Sitze, die CVP und die Grünen ergatterten je zwei, die FDP und SVP je einen Sitz. Bemerkenswert ist dabei das Ergebnis der Grünen, die im Generalrat seit den letzten Wahlen nur noch fünftstärkste Kraft sind. Zudem wurde ­Pierre-Olivier Nobs (CSP) als einziger Gemeinderat der Stadt Freiburg nicht gewählt.

In Marly erlitt die CVP eine Schlappe. Obwohl im Generalrat zusammen mit der SP stärkste Partei, werden die Christdemokraten in der Fusionsversammlung nicht vertreten sein – dafür aber SP und FDP.

Zwar liess die Wahlbeteiligung noch keinen grossen Enthusiasmus in der Bevölkerung erkennen, dennoch interpretiert Oberamtmann Carl-Alex Ridoré (SP) das Fernbleiben von der Urne positiv: «Ich sehe es paradoxerweise als Zeichen dafür, dass eine grosse Einigkeit darüber herrscht, dass an einer Fusion gearbeitet werden soll. Ansonsten hätte es Opposition im Vorfeld gegeben.»

Namen und Fakten

Die Gewählten aus den neun Gemeinden auf einen Blick

In der konstituierenden Versammlung von Grossfreiburg gibt es 37 Sitze. Neun Sitze sind fix an je eine Vertreterin oder einen Vertreter der Gemeinden vergeben.

Es sind dies: Charles Page (Mitte-rechts-Bündnis, Avry), Muriel Frésard (CVP, Belfaux), Anne-Elisabeth Nobs (CVP, Corminboeuf), Thierry Steiert (SP, Freiburg), Gilles de Reyff (parteilos, Givisiez), Marjorie Jaquet (Unabhängige, Granges-Paccot), Christophe Maillard (Marly), Sébastien Dorthe (FDP, Matran) und Belkiz Renklicicek (SP, Villars-sur-Glâne).

Die restlichen 28 Sitze wurden mittels Proporzwahl besetzt – mit Ausnahme von Avry, Granges-Paccot und Villars-sur-­Glâne, wo im Majorzsystem gewählt wird.

Die Gewählten:

Avry (2 Sitze):

André von der Weid, Jean-Damien Meyer (beide überparteilich).

Wahlbeteiligung: 18,22 Prozent.

Belfaux (2 Sitze):

Muriel Besson Gumy (SP CSP Öffnung), Dominique Corpataux (CVP-Belfaux-Futuro).

Nicht gewählt:

Frédéric Oberson (CVP- Belfaux-Futuro), Jean-Pierre Frésard (SP CSP Öffnung), François Gendre, Adrien de Steiger (Arc-en-ciel und Unabhängige).

Wahlbeteiligung: 20,57 Prozent.

Corminboeuf (2 Sitze):

Christian Vorlet (Entente Corminboeuf), Daniel Angeloz (SP).

Nicht gewählt:

Isabelle de Gottrau (Entente Corminboeuf), Jonathan Collaud (SP).

Wahlbeteiligung: 23,41 Prozent.

Freiburg (9 Sitze):

Andrea Burgener Woeffray, Lise-Marie Graden, Christel Berset (alle SP), Laurent Dietrich, Charles de Reyff (beide CVP), Mirjam Ballmer, Christa Mutter (beide Grüne), Antoinette de Weck (FDP), David Papaux (SVP).

Nicht gewählt:

CVP: Bernhard Altermatt, Marc Bugnon, Anne-Elisabeth Cattaneo, Blaise Fasel, Valérie Kohler, Claudine Sautaux, Brigitte Steinauer. SP: Xavier Gagnoz, Jérôme Hayoz, Matthieu Loup, Immaculée Mosoba, Elias Moussa, Pierre-Alain Perritaz. FDP: David Aebischer, Christophe Bettin, Serge Brunner, Raphaël Casazza, Océane Gex, David Krienbühl, Eleonora Schneuwly-Aschwanden, Jean-Pierre Wolhauser. CSP: Béatrice Ackermann-Clerc, Gérald Collaud, Madeleine Genoud-Page, Patricia Guntern, Laura Laini, Thanh-Dung Nguyen, Pierre-Olivier Nobs, Maurice Page, Benoît Rey. SVP: Bernard Dupré, Daniel Gander, Christophe Giller, Emmanuel Kilchenmann, Pierre Marchioni, Mathieu Perrin, Pascal Wicht, Marie Zbinden. GLP: Gisela Kilde, Paul Coudret, Markus Reck, Herbert Burri, Mathilde Delley, Rebecca Kilde. Grüne: Vincenzo Abate, Oliver Collaud, Maria-Teresa Escolar, Liliane Galley, Franceso Ragusa, Pierre Thévoz, Julien Vuilleumier. Künstlerpartei: Claudio Rugo, Jean-Daniel Thomas.

Wahlbeteiligung: 22,57 Prozent.

Givisiez (2 Sitze):

Eric Mennel (Givisiez morgen) Bernard Pochon (Gelungene Fusion).

Nicht gewählt:

Philippe Fragnière, Ghislaine Brülhart (Bürgerbewegung), Loïc Tortorella, Yann Tarabori (SP und Sympathisanten), Vladimir Colella (Givisiez morgen).

Wahlbeteiligung: 16,25 Prozent.

Granges-Paccot (2 Sitze): Entente: Dominique Romanens, Laurent Bronchi.

Wahlbeteiligung: 9,71 Prozent.

Marly (3 Sitze):

Julien D’Agostini, Marcel Jaquier (beide SP), Anne Defferrard (FDP).

Nicht gewählt:

Moritz Bernal, Bertrand Emmen­egger (CVP), Rashed Khan (SP), Stéphane Curty, Simon Nikles (FDP), Jean-Luc Humbert (SVP).

Wahlbeteiligung: 20,56 Prozent.

Matran (2 Sitze):

Daniel Blanc (Entente), François Roubaty (SP).

Nicht gewählt:

Simon Gabaglio (Entente), Christophe Pierret (SP).

Wahlbeteiligung: 31,75 Prozent.

Villars-sur-Glâne (4 Sitze):

Martine Vorlet, Nicolas Schmidt, Frédéric Clément, Giordano Bizzozero (alle überparteilich).

Nicht gewählt:

Laurent Chardonnens (SVP).

Wahlbeteiligung: 15,16 Prozent.

rsa

 

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