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Walliser Fans wurden verurteilt

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Am 28. Januar kam es im Freiburger St. Leonhard zu einer Schlägerei zwischen Eishockefans: Ein Car mit Fans von Red Ice Martigny war auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel in den Kanton Thurgau. Der Bus hielt vor der Freiburger Eishalle, damit weitere Marti­gny-Fans zusteigen konnten. 52 Walliser Fans, darunter acht Minderjährige, verliessen den Bus und trafen auf rund 15 Gottéron-Fans, die das Training des Freiburger Clubs besucht hatten. Es kam zu einem Scharmützel zwischen den Fans beider Lager, bei dem sich zwei Personen leicht verletzten. Auch wurden Einrichtungen der Eishalle und der Strasse versprayt, und ein Feuerwerkskörper explodierte (die FN berichteten).

Nun hat die Freiburger Staatsanwaltschaft insgesamt gegen 44 Walliser Strafbefehle erlassen. Die Männer, die zwischen 20 und 30 Jahren alt sind, erhalten je nach Vorstrafenregister bedingte Geldstrafen von zehn Tagessätzen und einer Busse von 300 Franken oder unbedingte Geldstrafen von zehn Tagessätzen. Sie wurden wegen öffentlicher Zusammenrottung verurteilt. Laut Strafbefehl ist dieser Tatbestand bereits dann erfüllt, wenn jemand sich der Gruppe anschliesst; die Person muss keine Gewalt ausüben, um sich schuldig zu machen.

18 Personen haben diese Strafbefehle akzeptiert. 26 hingegen verlangen von der Staatsanwaltschaft weitergehende Untersuchungen und fechten den Entscheid an, wie Raphaël Brenta, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage sagte. Je nach Ausgang der Untersuchungen werden sie an den Polizeirichter überstellt, erhalten einen neuen Strafbefehl – oder eine Einstellungsverfügung.

Freiburger wurden keine angezeigt. «Sie wurden von den Wallisern angegriffen», sagt Brenta. Die acht Minderjährigen müssen sich vor dem Jugendgericht verantworten; dieses kommuniziert in der Regel keine Urteile.

Bei der Schlägerei im Januar intervenierten rund vierzig Beamte der Freiburger Polizei, um die Beteiligten zu identifizieren und den Car zu durchsuchen. Sie beschlagnahmten Feuerwerkskörper sowie Betäubungsmittel. Nach der Identifizierung wurden die Fans auf freien Fuss gesetzt und Anzeige erstattet.

njb

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