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Wann zückt man die Schere?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Über den richtigen Zeitpunkt beim Gehölzschnitt zu schreiben und dabei kein Buch mit 200 Seiten zu füllen, ist schwierig … aber nicht unmöglich. Jedenfalls dann, wenn man sich auf die wichtigsten drei Grundregeln beschränkt, was ich nun zu tun gedenke.

1. Nie. Es mag überraschen, aber Gehölze sind nicht darauf angewiesen, dass wir sie schneiden. Warum es trotzdem getan wird? Einige schneiden für mehr Ertrag (Früchte oder Blüten) sowie als Krankheits- und Vergreisungsprophylaxe. Diese Art von Schnitt ist gerechtfertigt, erfordert aber Wissen und Übung. Ungerechtfertigt und oft nachteilig ist der sogenannte Hausmeisterschnitt: Viele der zu Besen verschnittenen Sträucher vergreisen im Innern und setzen weniger Blüten an – ganz zu schweigen davon, dass der natürliche Wuchs viel schöner wäre. Nicht zu vergessen die Gehölze, die einen Schnitt sehr übel nehmen, wie Magnolien, Zaubernuss oder Goldregen. Tipp: Wählen Sie für Ihren Garten keine Gehölze, die nur darum geschnitten werden müssen, weil sie sonst zu gross werden. Es gibt eine beträchtliche Auswahl an kleinbleibenden Bäumen und Sträuchern, die keine Arbeit machen und toll aussehen.

2. Direkt nach der Blüte im Frühjahr oder Frühsommer. Gehölze, die am vorjährigen Holz blühen, nutzen die anschliessenden Wochen dafür, neue Blütenknospen fürs nächste Jahr zu bilden. Wird in dieser Zeit oder später stark zurückgeschnitten, gibt es logischerweise weniger bis keine Blüten. Beispiele für diese Ausnahmegruppe sind Weigelien, einmalblühende Rosen, Flieder oder Bauernjasmin.

3. Im Spätwinter. Am besten dann, kurz bevor die Knospen anschwellen, also bevor der aufsteigende Saftstrom einsetzt. In unserem Kanton ist das je nach Winter ungefähr von Mitte Februar bis Anfang März der Fall. Zu eng muss man das aber nicht sehen, ein Schnitt im Januar geht ebenso. Diese Schnittzeit gilt für die meisten (Obst-)Bäume und Sträucher, ausser für öfterblühende Rosen, Hortensien, Lavendel oder Sommerhimbeeren … zu diesen Ausnahmen mehr, aber erst im nächsten Jahr.

Nicole Häfliger arbeitet im Bereich Gartenberatung und -planung. Im eigenen Garten zieht sie vor allem Stauden, Gemüse und Heil-/Gewürzkräuter.haefliger@gartenhaende.ch

Ratgeber Garten

«Es mag überraschen, aber Gehölze sind nicht darauf angewiesen, dass wir sie schneiden.»

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