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War Onkel Fritz Bürger von Bösingen?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Wie war das nun schon wieder mit Grosstante Klara? War sie die Schwester der Grossmutter oder des Grossvaters? Wie hiess sie ledig, und ist sie am Ende etwa mit jener Frau Rumo verwandt, die lange Zeit im Nachbarshaus gewohnt hat? Solche und ähnliche Fragen tauchen auf, wenn jemand beginnt, nach seinen Wurzeln zu forschen.

Viele Anfragen

Wie geht man bei der Ahnenforschung also am besten vor? Am kommenden Dienstag findet in Tafers ein Informationsanlass zum Thema «Wie verfasse ich einen Familien-Stammbaum?» statt. Organisiert wird er vom Oberamt des Sensebezirks. Wie kam es dazu? Nicolas Bürgisser erinnert daran, dass das Oberamt an der letzten Düdex an zwei Stellwänden eine Übersicht über die Sensler Namen und ihre Bürgerorte geboten hat. Diese Auflistung sei vor allem bei älteren Leuten auf viel Interesse gestossen.

«Wir bekommen auf dem Oberamt ab und zu Anfragen von Leuten, die ihren Stammbaum erstellen wollen und nicht wissen, wie sie vorgehen sollen», erklärt Nicolas Bürgisser. Man verweise diese Leute an die Archive von Gemeinden und Pfarreien oder ans Staatsarchiv. Auf Grund von diesen Erfahrungen habe man beschlossen, einen öffentlichen Vortrag zu diesem Thema zu organisieren.

Zuerst zu Hause suchen

«Wer einen Stammbaum machen will, sollte zuerst die Dokumente zuhause sichten», rät Eveline Seewer, Adjunktin im Staatsarchiv, die als Referentin auftreten wird. Viele hätten ein Familienbüchlein, Fotoalben und vielleicht sogar Tagebücher, die weiterhelfen. Ausserdem sind – sofern noch rüstig und munter – Grosseltern, Onkel und Tanten sowie andere Verwandte gute Auskunftspersonen. «Meist kommt man mit diesen Informationen schon ein bis zwei Generationen weit.»

Erste externe Anlaufstelle für weitere Recherchen sei dann das Zivilstandsamt, wo die Daten seit 1850 bzw. 1876 erfasst sind. «Was vor dieser Zeit war, findet man in den Pfarreiregistern», erklärt Eveline Seewer. Die Pfarrherren hatten damals die Pflicht, genau festzuhalten, wer geboren wurde, verstarb und wer sich verheiratet hat. «Die meisten hatten auch eine sehr schöne Schrift, so dass ihre Einträge gut lesbar sind.» Schwieriger zu lesen sind die Archive der reformierten Kirchen, die in der alten deutschen Schrift verfasst sind, welche heute kaum mehr jemand lesen kann.

Auf Mikrofilm

Der Vorteil bei dieser Quelle ist, dass viele Pfarreien ihr Archiv dem Staatsarchiv übergeben haben, wo es auf Mikrofilm kopiert wurde. Das erleichtert die Suche wesentlich. «Das war natürlich nur möglich in Pfarreien, in denen das Archiv noch vorhanden war und nicht durch Brand (z. B. Plaffeien) oder andere Einflüsse (z. B. Wasserschäden) zerstört worden ist.»

Andere Quellen sind die Volkszählungen (ab 1811), wo für ein bestimmtes Jahr die Namen der Bewohner pro Haus genau festgehalten wurden, oder auch die Notariatsregister. «Wenn eine Familie ihr ganzes Leben in einer Pfarrei bzw. Gemeinde verbracht hat, ist es natürlich einfacher, etwas herauszufinden.»

Nicht auf Knopfdruck

Zeit und Geduld brauche es auf jeden Fall, hält Eveline Seewer fest. «Es braucht viel Ausdauer und etwas detektivisches Gespür. Ahnenforschung geht nicht auf Knopfdruck.» Man brauche viel Zeit, weil man allenfalls auch viele handschriftliche Dokumente durchsehen müsse, die teils auf Latein geschrieben sind. «Oft muss ein erstes solches Hindernis überwunden werden, dann packt den Hobby-Genealogen die Lust weiterzuforschen», erklärt die Historikerin und Archivarin.

Am Dienstagabend wird auch Vinzenz Fasel aus Tafers über seine Erfahrungen bei der Ahnenforschung berichten. Er hat schon mehrere Stammbäume verfasst und kann weitere Tipps und Kniffe verraten, wie man am besten vorgeht. Ausserdem werden an diesem Abend Adressen genannt, die möglicherweise für die Erstellung eines Stammbaums von Nutzen sein können.

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