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Warum die Kita Giffers immer mehr Anfragen von Eltern erhält

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Die Kindertagesstätte in Giffers hat eine lange Warteliste. Innerhalb eines Jahres ist die Nachfrage massiv gestiegen. Derzeit bietet sie Platz für 15 Kinder. Auf Januar soll das Angebot schrittweise auf 27 Plätze ausgebaut werden.

«Die Nachfrage ist riesig. Wir haben in den letzten Monaten immer wieder Anfragen von Eltern erhalten, die einen Platz für ihr Kind suchen.» Das sagt Nadine Raetzo, Leiterin der Kindertagesstätte (Kita) «pop e poppa ärgera-zwärg», welche vom Kita-Netzwerk pop e poppa betrieben wird (siehe Kasten). Derzeit werden in den Räumlichkeiten der Kita im Zentrum von Giffers fünfzehn Kinder pro Tag betreut. «Alle Tage sind voll besetzt», sagt Nadine Raetzo. Manche Kinder kommen einen Tag in die Einrichtung, andere die ganze Woche. Die meisten werden aber während zwei bis drei Tagen in der Kita betreut.

Lange Warteliste

Weil das Interesse an Kitaplätzen so gross ist, soll das Angebot ausgeweitet werden. Und zwar um zwölf Plätze, sodass künftig 27 Kinder pro Tag betreut werden können. «Die Nachfrage hat vor allem in den letzten Monaten stark zugenommen», erklärt Nadine Raetzo. Im August 2020, als sie die Leitung der Kita übernahm, bestand die Warteliste gerade mal aus vier Kindern. «Heute stehen schon 45 darauf.»

Bewusster Entscheid

Genau erklären kann sie diesen Anstieg nicht. Möglicherweise habe es einen Zusammenhang mit dem Bevölkerungszuwachs im Einzugsgebiet (siehe Kasten). Sie sagt aber auch, dass es immer mehr Eltern gebe, die ihr Kind unabhängig von ihrer Arbeitssituation einen Tag in die Kita gäben, um ihm ein anderes soziales Umfeld ausserhalb der Familie zu ermöglichen.

Nadine Raetzo könnte sich auch vorstellen, dass die Corona-Pandemie ein Grund für den Anstieg der Anfragen ist. «Letztes Jahr, als alles unsicher war, haben die Eltern noch abgewartet, ihre Kinder in eine Kindertagesstätte zu geben. Sie haben in ihrem Umfeld, zum Beispiel mit den Grosseltern, für Lösungen geschaut.» Auch wenn die Pandemie noch da sei, so habe sich die Situation doch etwas stabilisiert.

Die Eltern haben nun die Gewissheit, dass sie sich auf uns verlassen können.

Um das Virus von der Kita fernzuhalten, geht das Team weiter als die derzeit geltenden Verhaltensregeln, die besagen, dass Geimpfte oder Genesene ohne Masken arbeiten könnten. «Wir haben uns darauf geeinigt, dass alle Teammitglieder Masken tragen», sagt sie.

Ein Studio kommt dazu

Der Ausbau ist möglich, weil die Kita in einem Einfamilienhaus untergebracht ist. Neu kann sie auch ein leer gewordenes Studio in diesem Haus beziehen, weil der frühere Bewohner, der Liegenschaftsbesitzer, umgezogen ist. «Das Studio ist recht gross. Da wir jetzt noch die Küche rausnehmen dürfen, erhalten wir zusätzliche Spielfläche.»

Zu den heutigen sechs Zimmern auf zwei Etagen kann die Kita auch den Garten hinter dem Haus nutzen. «Das ist unser grösstes Bijou», sagt Nadine Raetzo. «Wir nutzen ihn jeden Tag.» Der Bauernhof in der Nachbarschaft, der nahe Wald und die Felder dazwischen seien ideal.

Zuversichtlich

Das Jugendamt, das die kantonale Aufsichtsbehörde aller Kindertagesstätten ist, hat der Giffersner Kita die Bewilligung für den Ausbau gegeben. «Aus wirtschaftlichen Gründen würden wir nicht ausbauen, wenn wir nicht sicher wären, dass wir die zwölf Plätze relativ rasch besetzen könnten», erklärt die Leiterin. Ab anfangs Januar 2022 werden die heutigen sieben Bébé-Betreuungsplätze (bis zwei Jahre) auf zehn Plätze erweitert und die heute acht Plätze für Zwei- bis Vierjährige auf 17 ausgeweitet.

Der Ausbau und die Einrichtung der neuen Räume geschehen schrittweise. Entsprechend wird auch das Team nach und nach vergrössert. Derzeit besteht es aus der Kitaleitung, zwei diplomierten Betreuungspersonen, zwei Miterzieherinnen, einer Lernenden und einem Praktikanten. Mindestens eine ausgebildete Fachperson Betreuung kommt dazu sowie weitere undiplomierte Mitarbeitende. «Ich bin davon überzeugt, dass wir die Erweiterung packen werden», sagt Nadine Raetzo. Sie wünsche sich, dass die familiäre Atmosphäre und der gute Geist in der Kita weiterhin bestehen bleiben.

Kita-Belegung

Ein Drittel der Kinder spricht Französisch

Ein Grund, warum die Nachfrage nach Kita-Plätzen in Giffers gestiegen sein könnte, vermutet die Leiterin Nadine Raetzo in der Tatsache, dass immer mehr französischsprachige Familien nach Giffers und Tentlingen gezogen sind. Bereits heute sind in der Kita Giffers etwa ein Drittel Kinder, deren Eltern zu Hause Französisch sprechen. Sie habe festgestellt, dass viele französischsprachig Eltern sich bewusst dafür entschieden hätten, in eine deutschsprachige Gemeinde zu ziehen. «Sie wollen ihrem Kind die Chance geben, mit der Partnersprache aufzuwachsen.» Tentlingen hat mit 27 Prozent einen der höchsten Anteile an Französischsprachigen im Sensebezirk in der Bevölkerung. Wie Syndic Gerhard Liechti vor wenigen Monaten in einem FN-Artikel zu diesem Thema sagte, zieht es viele Leute aus dem Grossraum Freiburg nach Tentlingen, auch weil sie auf dem Land wohnen wollen. Das Gleiche sagt Othmar Neuhaus, Ammann von Giffers: «Wir sind relativ nahe zur Stadt und zu Marly.» Er könne sich auch gut vorstellen, dass die Leute kommen, weil das Wohnen hier günstiger sei. Er bestätigt die Beobachtung von Nadine Raetzo, dass Giffers in den letzten Jahren eine grosse Bautätigkeit verzeichnen konnte. im

Zahlen und Fakten

Vier Träger-Gemeinden

Die Kita «pop e poppa ärgera-zwärg» wird von den Gemeinden Giffers, Tentlingen, St. Silvester und Plasselb mitgetragen. Sie unterstützen sie mit einem jährlichen Beitrag. Dies gebe der Kita eine wichtige Sicherheit für die Erweiterung, sagt Kita-Leiterin Nadine Raetzo. Langfristiges Ziel sei es aber, selbsttragend zu sein. Nicht nur aus diesen vier Gemeinden werden Kinder betreut, sondern aus vielen weiteren aus der Umgebung. Je nach Reglement der Gemeinde erhalten die Eltern Subventionen für den Kita-Platz. Seit Oktober 2019 ist die Kita Teil der Gruppe pop e poppa. Dies ist das grösste Kita-Netzwerk der Schweiz, dem derzeit 52 selbstverwaltete Kindertagesstätten und Kinderhorte in neun Schweizer Kantonen angeschlossen sind. Im Kanton Freiburg gibt es unter anderem auch in Düdingen, Villars-sur-Glâne, Châtel-St.Denis und Vaulruz pop-e-poppa-Einrichtungen. im

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