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Warum die Rentenreform auch dich betrifft

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Altersvorsorge garantiert uns, dass wir das Leben im Alter ohne Angst vor wirtschaftlicher Not genies­sen können. Sie gibt uns ein Einkommen, wenn wir nicht mehr arbeiten können. Damit sie funktionieren kann, ist sie auf Solidarität angewiesen: Erwerbstätige Menschen geben einen Teil ihres Einkommens ab, um später Geld zu erhalten. Natürlich ist es etwas komplizierter, denn die schweizerische Altersvorsorge besteht aus drei Säulen: der AHV, der Pensionskasse und der privaten Altersvorsorge.

Drei Säulen

Die AHV ist die staatliche Vorsorge. Sie erhält von den Versicherten Geld und gibt es direkt an die Pensionierten weiter. Zum Teil wird sie vom Bund unterstützt, zum Beispiel durch Mehrwertsteuereinnahmen.

Bei der zweiten Säule handelt es sich um die berufliche Vorsorge: Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlen Geld in die Pensionskasse ein. Diese legt das Geld an und gibt es dem Arbeitnehmer zurück, wenn er das Rentenalter erreicht.

Dann gibt es noch die private Vorsorge: Jeder bestimmt selbst, wie viel er dort einbezahlen will. Das Geld erhält man bei der Pensionierung zurück.

Längere Lebenserwartung

Dieses System ist in Schwierigkeiten: In den 50er- und 60er-Jahren kamen viele Kinder auf die Welt, die Babyboomer. Bald werden sie das Rentenalter erreichen. Dann müssen mehr Renten bezahlt werden als bisher. Zudem hat sich vieles verändert. Die Lebenserwartung ist gestiegen, weswegen Renten länger ausbezahlt werden müssen. Die Pensionskassen erhalten aufgrund gesunkener Zinsen weniger Erträge auf das angelegte Geld. Auch unser Lebensstil ist anders: Wir wollen mehr Teilzeit arbeiten und ein flexibleres Rentenalter.

Es ist also Zeit für Veränderungen: Der Bund will mit der Reform «Altersvorsorge 2020» das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre anheben und die Mehrwertsteuer erhöhen, um die AHV zu entlasten. Zudem will er den Umwandlungssatz von 6,8 Prozent auf 6 Prozent senken. Das bedeutet, man bekäme pro Jahr noch 6 Prozent von seinem Guthaben bei der Pensionskasse. Die Renten würden allerdings nicht sinken, da die AHV mehr Geld ausbezahlen würde. Deswegen müssten wir 0,15 Prozentpunkte mehr AHV bezahlen.

Am 24. September 2017 dürfen wir über die Reform abstimmen. Wir alle, denn es betrifft auch junge Menschen: Wir werden auch unseren Beitrag bezahlen müssen und irgendwann darauf angewiesen sein, dass uns jemand unterstützt. Wenn es dazu kommen soll, müssen wir allerdings dafür sorgen, dass das System bis dahin noch funktioniert.

Hauptsache, du stimmst ab

Politiker sind sehr zerstritten darüber, ob wir die Reform annehmen sollten oder nicht, obwohl eine knappe Mehrheit dafür ist. Ich kann dir nicht sagen, ob sie die richtige Lösung ist. Aber ich kann dir sagen, dass sie deine Zukunft betrifft. Deswegen ist es wichtig, dass du dich gut informierst und – solltest du bereits 18 Jahre alt sein – am 24. September mit­entscheidest. Denn es ist dein Recht, unsere Zukunft mitzubestimmen.

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