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Warum Frédéric Piller den SCD verlässt und zu Plaffeien zurückkehrt

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Nach neun Jahren beim SC Düdingen kehrt Frédéric Piller auf die kommende Saison zum FC Plaffeien zurück. Der Aufwand auf Stufe 2. Liga interregional ist dem frischgebackenen Vater zu gross. Kein Grund für den Wechsel ist derweil der wahrscheinliche Zuzug von Christian Schneuwly zum SCD.

«Am nächsten Montag werde ich 32 Jahre alt und bin damit nicht mehr der Jüngste», sagt Frédéric Piller. «Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, was ich will, und habe mich dann entschieden, diesen Schritt zu tun.» Der Mittelfeldspieler tritt kürzer und wechselt aus der 2. Liga interregional vom SC Düdingen eine Stufe tiefer zu seinem Stammclub FC Plaffeien. Die Entscheidung sei kurzfristig gefallen. «Nach der letzten Saison mit allem Drum und Dran war ich motiviert, beim SCD weiterzumachen und habe in Düdingen die Vorbereitung begonnen.» Seit vier Monaten Vater einer kleinen Tochter, habe er aber gemerkt, dass ihm der Aufwand zu hoch sei, um auf diesem Niveau weiterzuspielen. «Zudem ist der Konkurrenzkampf gross. In Düdingen stehen viele Spieler im Kader. Ich bin sehr ehrgeizig und will nicht einfach nur dabei sein. Das stellte ich letztes Jahr fest, als ich verletzt war und nicht spielen konnte. Du bist so dabei, aber irgendwie doch nicht.»

Möglicher Schneuwly-Transfer kein Grund

Kein Grund für den Wechsel sei der sich abzeichnende Transfer von Christian Schneuwly zum SCD, der wie Piller im zentralen Mittelfeld spielt. Die Bestätigung des Engagements steht zwar noch aus, da sich der ehemalige Super-League-Spieler erst Mitte August definitiv über seine Zukunft entscheiden will, aber alles spricht für einen Verbleib von Schneuwly, der seit Juli mit den Senslern trainiert und auch Testspiele absolviert hat. «Wenn du neben einem solchen Spieler trainieren und spielen kannst, dann ist das fantastisch. Die Erfahrungen, die er weitergeben kann, sind extrem. Eben hast du ihm im Fernsehen noch zugeschaut und plötzlich sitzt er neben dir in der Garderobe. Nein, das ist überhaupt nicht der Grund für meinen Wechsel.»

Unendlich dankbar

Obwohl er wisse, dass der SCD sehr gut aufgestellt sei und mit David Vogelsang einen guten Trainer habe, fällt Piller der Abschied aus Düdingen schwer. «Ich bin ein emotionaler Typ. Es war eine schöne Zeit, die ich vermissen werde», sagt Piller, der 2012 vom FC Freiburg zum SCD gestossen war. «Es war ein aufwendiges Hobby mit bis zu vier Trainings pro Woche und den Spielen am Wochenende. Aber ich habe es nicht anders gekannt. Mein Dank gilt meiner Familie, die mich immer unterstützt hat.» Jede Saison sei anders gewesen, erklärt der Büroangestellte. «Ich konnte die Aufstiegsspiele für die Promotion League bestreiten und im Cup gegen den FC Thun spielen.» Auch der Bau des neuen Stadions bleibe ihm in bester Erinnerung. Zugleich gebe es auch weniger schöne Seiten. «Trainerentlassungen fielen mir immer schwer, weil ich einer der Leader im Team war. Das ging mir jeweils nahe, aber es gehört leider zum Sport. Nicht schön war auch der Abstieg aus der 1. Liga.» Er sei unendlich dankbar, dass er so lange auf diesem Niveau habe Fussball spielen können, so Piller. Dass er kein richtiges Abschiedsspiel mit dem SCD bestreiten konnte, treibt ihn nicht gross um. «Es war eine so komische letzte Saison. Ich weiss nicht mal, wo ich das letzte Mal für Düdingen gespielt habe. Aber das ist gut so, wie es ist.»

Bis 2009 spielte «Fredy» Piller (l.) bereits zwei Jahre für den FC Plaffeien in der 2. Liga.
Aldo Ellena/a

Bereit, Verantwortung zu übernehmen

Fast könnte man den Eindruck gewinnen, Piller höre mit dem Fussballspielen ganz auf. Doch weit gefehlt. «Ich spüre den Körper. Aber ich bin froh, dass ich noch weiterspielen kann. Das ist ein Privileg.» Beim FC Plaffeien will er mehr denn je eine Leaderposition einnehmen. «Verantwortung zu übernehmen, das gefällt mir extrem. Ich bin gerne laut und das Wohlergehen der Mannschaft ist mir sehr wichtig. Diese Rolle hat mir immer gepasst und ich will sie weiterhin übernehmen.» Er habe nicht gedacht, dass er nochmals für die Oberländer auflaufen werde. In Oberschrot aufgewachsen, spielte Piller zunächst für den Plaffeier Nachwuchs, ehe er für die Freiburger Junioren auflief. Dann kehrt er für zwei Jahre nach Plaffeien in die 2. Liga zurück. «Manchmal kann es schnell gehen. Die eine Türe schliesst sich und eine andere öffnet sich. Ich will die Herausforderung annehmen und nicht nur ein bisschen mitspielen. Dafür bin ich viel zu ehrgeizig.»

Alte Bekannte

Mit dem FC Plaffeien, der im Juni eigentlich schon in die 3. Liga abgestiegen war und am grünen Tisch die Klasse hielt, gewann Piller einst den Freiburger Cup und konnte dadurch 2008 im Schweizer Cup mit dem Spiel gegen den FC Luzern einen ersten sportlichen Höhepunkt erleben. «Jetzt treffe ich wieder auf einige Spieler, die schon damals dabei waren, so wie Michael Grossrieder, der jetzt der Trainer ist. Für mich fühlt sich die Rückkehr nach Plaffeien an, wie ein Nach-Hause-Kommen.» Am übernächsten Sonntag kann Piller ein erstes Mal seine Erfahrung zum Tragen kommen lassen, wenn Plaffeien zum Saisonauftakt der 2. Liga beim FC Ueberstorf zu Gast sein wird.

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