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Warum kann Rom nicht kulanter sein?

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Der im Artikel ausführlich beschriebene lockere Umgang mit Messwein, einem zentralen katholischen Symbol, führt zu Fragen. Gemäss dem Evangelium gehört Wein zur Eucharistie, zum Abendmahl (Mk  14,24). Im Konzil von Trient, ab 1545, wird Wein für die Kommunion des Volkes abgeschafft. Um die Liturgietücher zu schonen, verwendet man Weisswein statt blutähnlichen Rotwein. 1983 schreibt das Kirchenrecht explizit naturreinen Wein am Altar vor, doch schon 2017 erlaubt Rom auch Traubensaft, etwa wegen polizeilicher Promillegrenzen oder Neigungen der Priester. Der Vatikan konnte also mehrmals etwas sehr Zentrales einfach ändern.

Warum ist es für Rom nicht möglich, auch bei den vielen brennenden Problemen der Kirche kulant zu sein? Will die katholische Kirche überleben, muss sie von Menschen gemachte Interpretationen und Vorschriften der heutigen Zeit anpassen. Die kirchliche Geringschätzung der Frauen kann und muss verschwinden. Ob man Mann oder Frau wird, entscheidet ja bloss das Y-Chromosom. Priester sterben aus. Warum ist es nicht endlich möglich, Theologinnen, die sich sehr in der Kirche engagieren, zu Priesterinnen zu weihen, statt sie als Pfarrerinnen an christkatholische oder protestantische Gemeinden zu verlieren? Auch der Zölibat ist ein alter Zopf, widernatürlich, die Pädophilie fördernd und längst überfällig. Aus meinem Bekanntenkreis hat die Kirche sechs engagierte, beliebte Priester verloren, weil deren menschliche Natur stärker war als die kirchlichen Diktate. Die Inkardinationsregeln, der strikte Gehorsam eines Priesters gegenüber dem Bischof, fast eine Leibeigenschaft, widersprechen der Menschenrechtskonvention. Sie haben oft zu Machtmissbrauch geführt. Ein wesentliches Hindernis in der Ökumene stellt das Abendmahl dar. Die Evangelien wurden spät geschrieben, das älteste, durch Markus aus mündlich Überliefertem, zirka im Jahr 70 nach Christus. In Aramäisch und Hebräisch, dann Griechisch, Lateinisch und schliesslich Deutsch. Wer kann so belegen, dass der Messwein schlussendlich zum Blut Christi wird? Für die heute kritischeren Leute verständlich und naturwissenschaftlich korrekt wäre, dass der Messwein das Blut Christi symbolisiert.

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